Mo, 13:54 Uhr
20.02.2006
Rostock keine Reise wert
Nordhausen (nnz). Nichts zu holen gab es für den Braunlager SC Harz beim Auswärtsspiel in Rostock. Gegen den heimischen REC unterlagen die Wölfe vor 1636 Zuschauern mit 1:7 (0:2, 0:2, 1:3). Den Spielbericht liefert Robert Koch.
Das Spiel stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Die Harzer mussten auf Marek Adamec, Sebastian Hofmann, Timo Blunck und Johannes Kohlrusch verzichten. Auf der Hinfahrt platzte am Mannschaftsbus dann noch ein Reifen, so dass sich die Ankunft in Rostock um über eine Stunde verzögerte. Folgerichtig erwischten die Gastgeber den besseren Start, Nicolas Waldner musste in der ersten Minute bereits zweimal eingreifen. Nachdem die Harzer eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl überstanden hatten, gestaltete sich das Spiel dann aber zunächst ausgeglichen. Stefan Bilstein und Benjamin Salzmann scheiterten am ausgezeichneten Rostocker Keeper Branislav Hippik (5.), Roman Vanek verfehlte im Powerplay um Zentimeter (6.). Effektiver in der Chancenauswertung waren die Gastgeber: Paul Stratmann (15.) und Patrick Czajka (19.) per Direktabnahme sorgten für den 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel.
Zu Beginn des Mittelabschnitts musste dann auch noch Dennis Overbeck passen, der von einem Ellbogen im Gesicht erwischt wurde. Neben die nur noch drei verbliebenen Verteidiger rückte Roman Vanek in die Defensive. Trotz der Handicaps hatte Ales Stribny den Anschlusstreffer auf der Kelle, scheiterte aber auch an Hippik (24.). Im Gegenzug nutzte Lars Hoffmann einen Aufbaufehler der Harzer und versenkte den Puck im Winkel (25.). In Unterzahl gelang Rostock gar das 4:0, auch David Hördler traf genau in den Torgiebel. Die Wölfe kämpften verbissen um den Anschluss, doch auch Dusan Halloun und Alexander Deibert (35.) fanden in Hippik ihren Meister.
Die Entscheidung fiel dann per Rostocker Doppelschlag. Hoffmann (45.) und Karol Bartanus (46.) sorgten für klare Verhältnisse, wenngleich der Treffer zum 5:0 umstritten war. Waldner hatte gegen Czajka stark gehalten, den Puck dabei in die oberen Fangnetze befördert. Statt abzupfeifen, ließ Schiedsrichter Schiffer weiterspielen, Hoffmann konnte ungehindert am verdutzen Waldner vorbei einschieben. Immerhin, den Harzern gelang schließlich doch der hochverdiente Ehrentreffer. In Überzahl war Stribny erfolgreich (54.), den Schlusspunkt zum 7:1 setzte per Konter aber Stratmann (60.).
Das Ergebnis gibt eigentlich nicht wirklich das Spiel wieder, ärgerte sich anschließend BSC-Obmann Bernd Wohlmann. Rostock war schon besser, aber nicht mit einem so großen Abstand. Die Chance zur Revanche haben die Harzer aber bereits am nächsten Freitag. Dann beginnt die zweite Hälfte der Meisterrunde mit dem Heimspiel gegen die Rostocker Piranhas, am Sonntag geht es zum Derby in die Wedemark. Nach der ersten Hälfte der Meisterrunde steht der BSC auf Rang Vier, genau der Platz, mit dem die Wölfe für die Play-Offs qualifiziert wären.
Eine wichtige Informationsveranstaltung für alle Fans des BSC findet derweil am Dienstag ab 20 Uhr im Braunlager Schützenhaus statt. Hier soll genauer über die Vorgänge und Hintergründe der überraschenden Steuerfahndung berichtet werden, die über den Verein in der vergangenen Woche hereinbrach. Thema ist auch, wie es nun mit dem Verein weitergeht. Der Vorstand der Harzer Wölfe sowie die Initiatoren aus Reihen der Fans bitten um die Anhänger des BSC um eine rege Beteiligung.
Tore: 1:0 Stratmann (Hainke, Blaha) 14:47, 2:0 Czajka (Weiss, Hördler) 5-4 18:01, 3:0 Hoffmann (Hördler, Franz) 24:09, 4:0 Hördler (Weiss, Blaha) 4-5 27:09, 5:0 Hoffmann (Czajka, Blaha) 44:17, 6:0 Bartanus (Weiss, Haupt) 45:19, 6:1 Stribny (Potac, Halloun) 5-4 53:07, 7:1 Stratmann (Schneider, Hippik) 59:23
Strafen: Rostock 20 + 10 für Czajka – Braunlage 20 + 10 + Spieldauer für Bilstein
Zuschauer: 1636
Autor: nnzDas Spiel stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Die Harzer mussten auf Marek Adamec, Sebastian Hofmann, Timo Blunck und Johannes Kohlrusch verzichten. Auf der Hinfahrt platzte am Mannschaftsbus dann noch ein Reifen, so dass sich die Ankunft in Rostock um über eine Stunde verzögerte. Folgerichtig erwischten die Gastgeber den besseren Start, Nicolas Waldner musste in der ersten Minute bereits zweimal eingreifen. Nachdem die Harzer eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl überstanden hatten, gestaltete sich das Spiel dann aber zunächst ausgeglichen. Stefan Bilstein und Benjamin Salzmann scheiterten am ausgezeichneten Rostocker Keeper Branislav Hippik (5.), Roman Vanek verfehlte im Powerplay um Zentimeter (6.). Effektiver in der Chancenauswertung waren die Gastgeber: Paul Stratmann (15.) und Patrick Czajka (19.) per Direktabnahme sorgten für den 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel.
Zu Beginn des Mittelabschnitts musste dann auch noch Dennis Overbeck passen, der von einem Ellbogen im Gesicht erwischt wurde. Neben die nur noch drei verbliebenen Verteidiger rückte Roman Vanek in die Defensive. Trotz der Handicaps hatte Ales Stribny den Anschlusstreffer auf der Kelle, scheiterte aber auch an Hippik (24.). Im Gegenzug nutzte Lars Hoffmann einen Aufbaufehler der Harzer und versenkte den Puck im Winkel (25.). In Unterzahl gelang Rostock gar das 4:0, auch David Hördler traf genau in den Torgiebel. Die Wölfe kämpften verbissen um den Anschluss, doch auch Dusan Halloun und Alexander Deibert (35.) fanden in Hippik ihren Meister.
Die Entscheidung fiel dann per Rostocker Doppelschlag. Hoffmann (45.) und Karol Bartanus (46.) sorgten für klare Verhältnisse, wenngleich der Treffer zum 5:0 umstritten war. Waldner hatte gegen Czajka stark gehalten, den Puck dabei in die oberen Fangnetze befördert. Statt abzupfeifen, ließ Schiedsrichter Schiffer weiterspielen, Hoffmann konnte ungehindert am verdutzen Waldner vorbei einschieben. Immerhin, den Harzern gelang schließlich doch der hochverdiente Ehrentreffer. In Überzahl war Stribny erfolgreich (54.), den Schlusspunkt zum 7:1 setzte per Konter aber Stratmann (60.).
Das Ergebnis gibt eigentlich nicht wirklich das Spiel wieder, ärgerte sich anschließend BSC-Obmann Bernd Wohlmann. Rostock war schon besser, aber nicht mit einem so großen Abstand. Die Chance zur Revanche haben die Harzer aber bereits am nächsten Freitag. Dann beginnt die zweite Hälfte der Meisterrunde mit dem Heimspiel gegen die Rostocker Piranhas, am Sonntag geht es zum Derby in die Wedemark. Nach der ersten Hälfte der Meisterrunde steht der BSC auf Rang Vier, genau der Platz, mit dem die Wölfe für die Play-Offs qualifiziert wären.
Eine wichtige Informationsveranstaltung für alle Fans des BSC findet derweil am Dienstag ab 20 Uhr im Braunlager Schützenhaus statt. Hier soll genauer über die Vorgänge und Hintergründe der überraschenden Steuerfahndung berichtet werden, die über den Verein in der vergangenen Woche hereinbrach. Thema ist auch, wie es nun mit dem Verein weitergeht. Der Vorstand der Harzer Wölfe sowie die Initiatoren aus Reihen der Fans bitten um die Anhänger des BSC um eine rege Beteiligung.
Tore: 1:0 Stratmann (Hainke, Blaha) 14:47, 2:0 Czajka (Weiss, Hördler) 5-4 18:01, 3:0 Hoffmann (Hördler, Franz) 24:09, 4:0 Hördler (Weiss, Blaha) 4-5 27:09, 5:0 Hoffmann (Czajka, Blaha) 44:17, 6:0 Bartanus (Weiss, Haupt) 45:19, 6:1 Stribny (Potac, Halloun) 5-4 53:07, 7:1 Stratmann (Schneider, Hippik) 59:23
Strafen: Rostock 20 + 10 für Czajka – Braunlage 20 + 10 + Spieldauer für Bilstein
Zuschauer: 1636

