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So, 16:30 Uhr
25.11.2001

Wacker und Salza mit Heimvorteil

Nordhausen (nnz). Mit dem FC Einheit Rudolstadt präsentierte sich gestrigen Sonnabend im Albert-Kuntz-Sportpark eine Mannschaft, die in der Thüringenliga nicht zu den stärksten zählt. Hoffnung auf einen Sieg keimte also auf. Wie Wacker sich aus der Affäre zog und wie Salza spielte, das gibt es exklusiv am Sonntag nur in Ihrer nnz.


Die Mittelmäßigkeit der Elf aus dem Thüringer Osten reichte aber aus, um in Nordhausen den Platz als Sieger zu verlassen. Wacker befindet sich nach der erneuten 2:0-Niederlage weiter im freien Fall und wohl keiner der 129 (!) zahlenden Zuschauer, die jene niveauarme Partie sahen, traut der Mannschaft den Klassenerhalt zu. Wacker mußte ohne den Rot-Sünder Pistorius, Shugareisvilli, dessen Visum ausgelaufen ist, und dem spielstarken Polen Kulbacki auskommen. Letzterem war kurzerhand von der für ihn zuständigen Nordhäuser Behörde die Spielerlaubnis entzogen worden. Ein Novum in der Geschichte des Vereins, wobei es interessant wäre, zu erfahren, welche zwingenden Gründe für eine derartige, kaum nachvollziehbare Maßnahme vorlagen.

Auch so kam man natürlich aktiv zum Niedergang des ohnehin sportlich schwer angeschlagenen Traditionsvereins beitragen. Trotz der Ausfälle hatten sich die Männer um Kapitän Jens Ludwig einiges vorgenommen und gingen von Beginn an druckvoll in die Partie. Die Begegnung war kaum fünf Minuten alt, da zwang Elle mit einem satten 20 m-Schuß den Gästetorhüter zu einer Glanzparade. Nachfolgende Möglichkeiten wurden überhastet vergeben. Nach einer Viertelstunde verflachte das Spiel der Nordhäuser zusehends, so daß die Gäste zu ihren ersten Chancen kamen. In der 33. Minute schlug es ein im Gehäuse von Wacker. Leib aus etwa 15 m versenkte den Ball, unhaltbar für Patrick Michael, in rechte obere Eck. Auch in der Folgezeit hatten die Rudolstädter mehr vom Spiel und damit die Möglichkeit, die Torausbeute noch zu erhöhen. Einmal rettete Dornhofer auf der Linie, dann rettete das Aluminium. Zwar bemühte sich Wacker um den Ausgleich, aber die Bemühungen blieben Stückwerk, ohne ernsthaft für Gefahr zu sorgen. Fehlpässe, Ideenlosigkeit und Krampf statt Kampf kennzeichneten die Spielwiese der Weißhaupt-Schützlinge. Mit der knappen Führung ging es in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Gäste, ohne jedoch zu überzeugen. Weißhaupt nahm den enttäuschenden Facius vom Platz, Mook und Pohl mußten verletzungsbedingt ausscheiden. Nach 58 Minuten baute Reich die Rudolstädter Führung aus. Damit war die Niederlage für die Platzherren nicht mehr abzuwenden, auch wenn sie in der letzten Viertelstunde noch einmal alles versuchten, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen.

Aufatmen dagegen in Salza. Nach den enttäuschenden Leistungen der letzten Wochen kamen die Böhm-Elf vor heimischen Publikum endlich wieder zu einem Sieg. In einer kämpferisch starken Partie, ohne allerdings spielerisch zu überzeugen, gelang den Salzaern durch Rieger in der 37. Minute nach Vorlage von Schiminitzki der vielumjubelte Führungstreffer. Vorher hatte jedoch Kühlewind sein ganzes Können aufbieten müssen, um eine hundertprozentige Chance der Gäste zu entschärfen. In der Folgezeit versuchten die Platzherren die Führung weiter auszubauen, Hinternah verlegte sich aufs Kontern und blieb damit über die gesamte Spielzeit gefährlich. In der 58. Minute erlöste Schiminitzki die 130 ausharrenden Fans mit seinem Treffer, der damit den 2:0-Sieg sicherstellte. Salza bleibt trotz des Erfolges auf einem Abstiegsplatz. Den könnte die auswärts starke Mannschaft jedoch am kommenden Sonnabend verlassen, wenn sie in Viernau gewinnt.
Autor: nnz

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