Mo, 07:26 Uhr
26.11.2001
Besorgt wegen ausbleibender Sanierung
Nordhausen/Scharzfeld (nnz). Die Initiative Höchste Eisenbahn führte ihr traditionelles Herbsttreffen durch. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie es mit der Sanierung auf der Strecke Woffleben - Ellrich weitergehen wird? nnz berichtet.
Das sehr gut besuchte Herbsttreffen der Initiative - erstmals waren auch Gäste aus dem Ober- und Nordharz mit dabei, ferner MdB Dr. Faust (CDU) und viele Vertreter der Südharzer Kommunen - wurde von einem Thema beherrscht: Wie wird es nach der abermaligen Verschiebung der dringend notwendigen Sanierungsarbeiten zwischen Woffleben und Ellrich mit dem Kernstück des Südharzer Nahverkehrs, der Strecke Northeim - Nordhausen, weitergehen? Als keineswegs ermutigendes Zeichen mussten es die Gäste des Treffens werten, dass die Deutsche Bahn, obwohl eingeladen und eigentlich auch angekündigt, es vorzog, nicht zu kommen und das Feld damit der Spekulation zu überlassen.
Höchste Eisenbahn" wird jetzt nochmals alle Hebel in Bewegung setzen, um den Fortgang der Sanierung spätestens mit dem Ende des Winters zu erreichen. Man will auch Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region erneut um Unterstützung bitten. Denn wird es im März wieder nichts, ist das technische Aus für den Abschnitt Woffleben - Ellrich nicht mehr zu vermeiden. Seit der Wende wurde hier nichts getan, um den Zustand der abgewirtschafteten Strecke zu verbessern. Möglicherweise sind einige Kreise bei der DB durchaus daran interessiert, über den Umweg der technischen Stillegung Geld zu sparen. Die stiefmütterliche Behandlung einer ganzen Region hat sich jedenfalls im Herbst 2001 fortgesetzt. Bei Höchste Eisenbahn" will das allerdings niemand hinnehmen.
In die Diskussion geraten ist auch wieder der Abschnitt Scharzfeld - Bad Lauterberg, der nach Ansicht der LNVG in Hannover zu schwach genutzt wird. Höchste Eisenbahn" will hier zwar alternative Konzepte erörtern, fragt zugleich aber auch, warum die Nutzung nicht besser ist. Es könnte zum Beispiel auch an den zu hohen Tarifen im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) liegen, aber auch an der mangelnden Einbindung der Strecke in ein Gesamtkonzept.
Die Initiative will ferner die Diskussion um die Weiterentwicklung des Südharzer ÖPNV beleben und gibt aus Anlass der Fortschreibung der Nahverkehrspläne ein Weißbuch heraus, in dem der Zustand, Verbesserungsbedarfe und ganz konkrete Verbesserungsvorschläge zum Südharzer ÖPNV zusammengestellt werden. Der Entwurf wurde in Scharzfeld vorgestellt, die Diskussion hierzu ist eröffnet. Das Buch kann im Internet abgerufen werden.
Autor: nnzDas sehr gut besuchte Herbsttreffen der Initiative - erstmals waren auch Gäste aus dem Ober- und Nordharz mit dabei, ferner MdB Dr. Faust (CDU) und viele Vertreter der Südharzer Kommunen - wurde von einem Thema beherrscht: Wie wird es nach der abermaligen Verschiebung der dringend notwendigen Sanierungsarbeiten zwischen Woffleben und Ellrich mit dem Kernstück des Südharzer Nahverkehrs, der Strecke Northeim - Nordhausen, weitergehen? Als keineswegs ermutigendes Zeichen mussten es die Gäste des Treffens werten, dass die Deutsche Bahn, obwohl eingeladen und eigentlich auch angekündigt, es vorzog, nicht zu kommen und das Feld damit der Spekulation zu überlassen.
Höchste Eisenbahn" wird jetzt nochmals alle Hebel in Bewegung setzen, um den Fortgang der Sanierung spätestens mit dem Ende des Winters zu erreichen. Man will auch Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region erneut um Unterstützung bitten. Denn wird es im März wieder nichts, ist das technische Aus für den Abschnitt Woffleben - Ellrich nicht mehr zu vermeiden. Seit der Wende wurde hier nichts getan, um den Zustand der abgewirtschafteten Strecke zu verbessern. Möglicherweise sind einige Kreise bei der DB durchaus daran interessiert, über den Umweg der technischen Stillegung Geld zu sparen. Die stiefmütterliche Behandlung einer ganzen Region hat sich jedenfalls im Herbst 2001 fortgesetzt. Bei Höchste Eisenbahn" will das allerdings niemand hinnehmen.
In die Diskussion geraten ist auch wieder der Abschnitt Scharzfeld - Bad Lauterberg, der nach Ansicht der LNVG in Hannover zu schwach genutzt wird. Höchste Eisenbahn" will hier zwar alternative Konzepte erörtern, fragt zugleich aber auch, warum die Nutzung nicht besser ist. Es könnte zum Beispiel auch an den zu hohen Tarifen im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) liegen, aber auch an der mangelnden Einbindung der Strecke in ein Gesamtkonzept.
Die Initiative will ferner die Diskussion um die Weiterentwicklung des Südharzer ÖPNV beleben und gibt aus Anlass der Fortschreibung der Nahverkehrspläne ein Weißbuch heraus, in dem der Zustand, Verbesserungsbedarfe und ganz konkrete Verbesserungsvorschläge zum Südharzer ÖPNV zusammengestellt werden. Der Entwurf wurde in Scharzfeld vorgestellt, die Diskussion hierzu ist eröffnet. Das Buch kann im Internet abgerufen werden.


