Kommentare
Alex Gösel
15.09.2022, 13:19 Uhr
Strahlende Zukunftsaussichten für den Landkreis
Wir haben ja bereits, wie ich früher an dieser Stelle berichtet habe, den Abraum von Stuttgart21 hier, da sollte es doch für unsere örtliche Politelite kein Problem sein, auch noch den Atommüll ranzukarren, oder?
Allerdings ist doch hier die Halbwertzeit ein Beweis, wie kostenintensiv letztenendes Atomenergie ist, oder? Ein "Endlager", welches es übrigens WELTWEIT noch nicht gibt, muss über mehrere MILLIONEN Jahre bewirtschaftet werden, damit es "sicher" ist und "dicht" hält. Vorallem müsste man den Begriff "Sicherheit" in diesem Fall wohl erstmal definieren...
Jetzt müsste doch auch der letzte und dümmste Mensch auf Erden begriffen haben, dass man von Atomenergie loskommen muss, oder? Eines sollte doch klar sein: die fetten Jahre, in denen man Strom und Ressourcen verschwenden konnte, sind wohl endgültig vorbei.
Aber so, wie ich unsere Politiker, Wirtschaftsbosse und sonstige "Experten" kenne...
grobschmied56
15.09.2022, 15:46 Uhr
Haufenweise Blödsinn...
... mal wieder. Man sieht, daß die Angst und Panikmache der Grünen Weltuntergangs-Apostel reiche Früchte trägt! In anderen Ländern ist das anders. In Finnland z.B. stufen die Grünen Kernkraft ausdrücklich als akzeptables Mittel zur Verminderung des CO2-Austoßes ein. Dort hat man inzwischen auch einen Platz für ein Endlager gefunden.
Dr. Google: 'In Schweden und Finnland gibt es Endlager in Form von oberflächennahen Felskavernen in Tiefen von etwa 70 bis 100 m unter der Erdoberfläche. Für hochradioaktive und langlebige Abfälle wird weltweit die Endlagerung in tiefen geologischen Formationen angestrebt. In Olkiluoto (Finnland) ist ein entsprechendes Endlager im Bau.'
Eine andere Möglichkeit, die 'verbrauchten' Brennelemente zu nutzen, beschreibt die BZ:
Zitat:
'Sogenannte schnelle Reaktoren wie der russische BN-800 dagegen nutzen den atomaren Brennstoff maximal aus, indem sie die schnellen Neutronen, die bei der Kernspaltung entstehen, nicht mit Kühlwasser abbremsen. Dafür nutzen sie als Kühlmittel flüssiges Natrium. Sie erreichen durch die ungebremste Aktivität der Neutronen eine nahezu vollständige Verwendung des Plutoniums, wie es in der Darstellung heißt. Der Reaktor BN-800 könne anfallenden Atommüll als Brennstoff verwenden. Das System mit dem flüssigen Natrium erlaube es zudem, einen Kühlmittelverluststörfall einfach zu beherrschen.'
(Quelle: Berliner Zeitung v. 30.09.2020)
Zitat Ende.
Nicht überall auf der Welt sind also Menschen so verängstigt und borniert, wenn es um notwendige Energiegewinnung geht. Neue Reaktoren, die in der Lage sind, den 'Atommüll' vergangener Zeiten zu verwerten sind in verschiedenen Ländern in der Entwicklung. Es könnte sich in Zukunft sogar als Vorteil erweisen, daß unsere verbrauchten Brennelemente nur in Zwischenlagern und nicht tief unter der Erde in Endlagern liegen. Könnte sein, daß man das Zeug in 15 oder 20 Jahren mit gutem Gewinn an Betreiber von Kraftwerken der neuen Generation verkaufen kann und so noch ein ganz gutes Geschäft macht.
P.Burkhardt
15.09.2022, 18:21 Uhr
irgendwer hier schrieb in einem anderen Zusammenhang...
...dass es ihm egal, wäre, wenn einem halben Kilometer unter ihm Atommüll in der Erde lagert, da ja das Uran ebenfalls unter der Erde liegen würde und die Menschen darüber auch nicht strahlenkrank werden.
Mal ungeachtet der weitaus höheren Strahlungsintensität von aufbereiteten (wenn auch verbrauchten) Brennelementen gegenüber natürlichen Uranvorkommen, hat der Kommentator schon Recht. Es ist - sofern die Geologie stimmt - weitgehend unbedenklich. Natürlich kann niemand 1 Mio. Jahre in die Zukunft schauen. Da geht es um Plattentektonik und andere mir nicht bekannten geologischen Vorgänge.
Aber:
Es wäre der wirtschaftliche Todesstoß für die betreffende Region. Wer wollte denn (außer dem o.g. Kommentator) tatsächlich sein Heim an, bei oder über einem Atommüllendlager aufschlagen. Damit wird Kaufkraft der Region entzogen, weswegen Kleinunternehmer, wie Bäcker, Floristen, Handwerker keine Lebensgrundlage mehr haben, große Unternehmen werden sich nicht nieder lassen, da Arbeitskräfte fehlen, bzw. nicht umsiedeln werden. Damit sinken Immobilienpreise und Mieten, der Leerstand steigt... Niemand will nun mal irgendetwas "bedenkliches" vor der Haustür...das muss noch nicht mal ein Endlager sein - oft reicht schon eine Deponie oder eine Viehweide...
Vielleicht ist das der Grund, warum es nicht möglich ist, in Deutschland ein Endlager zu finden...
geloescht.20250302
15.09.2022, 19:22 Uhr
Perspektivisch gedacht...
...haben Sie natürlich Recht, P.Burkhardt!
Aber meinen Sie nicht, dass beispielsweise derzeit produzierende Bäcker (Die ja laut Habeck nicht Insolvenz anmelden müssen, wenn Sie monatelang weder Umsatz noch Gewinn einheimsen) andere Probleme haben als ob ihre Enkel in irgendeiner der zukünftig folgenden Generationen (Ja, welcher denn? 50mal das "Ur" davor?), die in 100 km Entfernung von des Grobschmieds Steckenpferd "Atommüll unter dem eigenen Gartengrundstück" leben eventuell 5000 Spermien pro Orgasmus weniger produzieren?
Fönix
15.09.2022, 19:58 Uhr
Atommüllendlager? Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
Seit letzter Woche ist die Frage nach dem "wo" in Deutschland doch geklärt. Die lieben Nachbarn aus der Schweiz haben uns die Entscheidung freundlicherweise abgenommen und die Bodenseeregion an der Grenze zum Landkreis Waldshut (BaWü) als besonders geeignet für ihr Endlager auserkoren. Dieses soll in mehreren hundert Metern Tiefe im Schieferton bis 2050 errichtet und in Betrieb genommen werden.
Was liegt näher als die Entscheidung, den Standort des deutschen Endlagers mit dem Schweizer Vorhaben in Einklang zu bringen und vis-a-vis auf deutschem Territorium unser Pendant zu errichten? Dem Schieferton wird es egal sein, er kennt die für ihn imaginäre Landesgrenze nicht.
Besondere Sicherheitsbedenken sehe ich auch nicht, die Schweizer sind für ihre Genauigkeit und ihre Präzision bekannt und werden die Wahl dieser geologischen Formation in den betreffenden Gutachten gut begründet haben. Die zuständigen deutschen Behörden können hier sicher in Größenordnungen abschreiben und so eigenen Untersuchungsaufwand sparen.
Und die Region ist hinsichtlich der Auswirkungen auf den Tourismus so oder so verbrannt, egal ob hier zukünftig nun ein oder zwei Endlager existieren. Einer anderen Region in Deutschland bleibt dieser Todesstoß (und das ist er auf jeden Fall, wie mein geschätzter Vorkommentator P.Burkhardt ja richtigerweise ausführt) dann erspart. Also auf geht's, liebes BfS, die halbe Arbeit ist schon getan. Als nächstes gilt es, den GRÜNEN MP Kretschmann einzuladen und ihm klarzumachen, dass eine der größten Investititionen der nächsten Jahrzehnte bei ihm im Ländle stattfinden wird einschließlich des Vorteils, dass der Bund (nicht der BUND, auch nicht der NABU) den ganzen Spass finanziert! (Bezahlen tut er ihn nicht, da sind natürlich wir Steuerzahler gefragt, nicht etwa die Energiewirtschaft mit ihren Millardengewinnen. Wo kämen wir denn hin?!!)
Noch ein Wort zu einem aktuell hier im Forum geäußerten Vorschlag:
Die verbrauchten Brennelemente per Rakete zu entsorgen, ist eine gute Idee. Die Adresse ist aber falsch, nicht der Mond, nur die Sonne kann das Ziel sein. Kernfusion ist ihr Tagesgeschäft und keine Angst, das ist so als würde man ein Streichholz in einen aktiven Vulkan werfen ...
grobschmied56
15.09.2022, 20:19 Uhr
Och, Burckhardt, mal wieder klarer Zirkelschluß...
... gelle?! Weil die Grünen von früh bis spät vor dem erschröcklichen 'ATOMTOD' warnen, müssen sich alle Leute ganz dolle fürchten!
Und weil sich alle so schlimm fürchten, kann es kein Endlager geben.
Ist logisch, aber es ist verkehrt.
In der Schweiz hat man soeben einen Standort ausgemacht.
Beschlossen und verkündet.
Die Schweizer selbst leisten fast keinen Wiederstand!
Was läuft denn da verkehrt?
Natürlich gar nichts.
Weil die Menschen in der Schweiz vernünftiger und rationaler sind als die grün verblödete Masse in Deutschland.
Dazu braucht es gar nicht viel. Man sehe sich nur mal an, was in Deutschland noch an CORONA-Panik veranstaltet wird.
Unsere Nachbarn winken längst ab, kein Thema mehr.
Aber hier springt eben ein Rumpelstilzchen im Dreieck und plärrt von früh bis spät:
Maßnahmen! Masken! Zwei G! Drei G!
Und die Dummen beten den Blödsinn nach.
Ich wage hier mal eine Prognose:
Die Kernkraftwerke werden in aller Welt eine Renaissance erleben, nur nicht in Futschland.
In 20 oder 30 Jahren werden hier Kernfusions-Kraftwerke errichtet werden. Aus dem winzigen Anteil von 0.015 Prozent Deuterium, der im Wasser enthalten ist, wird eine Quelle unerschöpflicher, sauberer Energie produziert werden.
Kleiner Schönheitsfehler: Auf den Overalls der Monteure, die diese revolutionären Kraftwerke errichten, wird nicht 'Siemens' oder 'AEG' stehen, sondern Hyundai, Toshiba oder Samsung.
Die kleinen gelben Männer werden uns zeigen, wie die Erkenntnisse von Otto Hahn, Liese Meitner, Paul Dirac und Andrej Sacharow auf asiatische Weise in die Praxis umgesetzt werden. Unser geistig zurückgebliebenes Volk wird einen entsetzlich hohen Preis zahlen, für die importierte Technik, die eigentlich mal unsere Technik war.
Und die kleinen gelben Monteure werden sich am Feierabend in ihren exklusiven Sake-Kneipen krumm und schimmlig lachen, über die doofen, zurückgebliebenen Langnasen, die ihnen den Fortschritt und den Gewinn fast gratis überlassen haben.
Glaubt an meine Worte.
Ihr werdet es erleben.
P.Burkhardt
15.09.2022, 22:51 Uhr
Sry... grobschmied...
..ich kann mit ihrer Argumentation nix anfangen. Widerstand schreibt sich nicht mit ie und kleine gelbe Monteure kenne ich nicht...
Auch kann ich nicht nachvollziehen, was Toshiba oder Samsung damit zu tun haben soll, dass die Schweizer glauben widerstandslos ein endlager gefunden zu haben...
Ich denke, Sie versuchen hier nur "Stimmung zu machen", sind wenig bis gar nicht konstruktiv und daher überhaupt nicht an Lösungen interessiert. Mein Eindruck ist, Sie sind einfach nur ein Polterer, der alles, was seinen Zielen nicht dient, in Grund und Boden stampft... ja, ich gehe sogar so weit, dass ich mal ins Blaue schieße: Rentner seit den 90ern, wahrscheinlich in der DDR ein Gewinnler des Systems... nicht aus Überzeugung, sondern aus Egoismus... und nun irgendwie nicht in der Lage zu kapieren, dass der Kompromiss, also dass, was den meisten nützt...das Ziel ist..
Weil das in Ihrem bekannten Leben nicht vor kam.
Genug der Analyse. Es ist doch so, dass ein Endlager nirgendwo wirklich beliebt ist. d'acord ? Es ist vollkommen egal, ob es tatsächlich jemandem schadet. Es geht einfach nur darum, dass es niemand in seiner Nähe haben will. Das muss nicht rational begründet sein. Allein die Abneigung führt zu Abwanderung, keinem Zuzug, weniger Arbeitsplätzen und Firmenpleiten. Machen wir uns nichts vor... es geht nun mal nicht darum, was rational richtig ist, sondern darum, wie es akzeptiert wird.
Bsp: Atom-Endlager in Sondershausen, wo ja sowieso schon der Hund begraben liegt.... vollkommen egal, wie hübsch der Kyffhäuser ist, oder wie toll das Schloss... wenn jemand die Wahl hat zwischen Hintertupfingen (ohne Endlager) und Sondershausen (mit Endlager)... wird die Wahl auf Hintertupfingen am Pops der Welt fallen.
Ein Endlager ist einfach ein StandortNACHteil... solange die Politik da nicht angreift... (wir machen SDH zu einer wohlhabenden Gemeinde) wird das nix...
Geobschmied... bitte versuchen Sie in der Realität anzukommen..
grobschmied56
16.09.2022, 12:06 Uhr
Da kennen mich Leute anscheinend besser...
... als ich mich selbst!
Gehen wir es mal der Reihe nach durch:
1. bin ich kein 'Gewinnler' irgendeines Systems, schon gar nicht des Stasi-Staates.
2. habe ich gar kein Interesse daran, den Sondershäusern irgend ein Endlager aufzuschwatzen. Im gewissen Sinn haben die das ja schon, bei einer Führung unter Tage konnte ich die eingelagerten Abfälle (Bauschutt und ähnliches) besichtigen.
3. wenn wir schon pingelig sind und uns über anderer Kommentatoren Schreibfehler mokieren: ich schreibe mich Grobschmied, nicht Geobschmied!
4. die 56 in meinem Spitznamen steht für das Geburtsjahr, nicht für Gewicht oder Schuhgröße, folglich bin ich erst seit kurzer Zeit Rentner, nicht seit den 90'ern.
5. bin ich Befürworter der Kernenergie, ohne daß mir irgend ein Mensch dafür was zahlt, ich habe einfach nur gern jederzeit zuverlässig nutzbaren Strom, den man auch noch bezahlen kann.
Wenn der Preis dafür ein Endlager 800 Meter unter meiner Bude ist, dann nehme ich das ohne weiteres in Kauf.
Es gibt eine Menge Lagerplätze in Deutschland für Chemieabfälle. Darunter ziemlich unangenehmes Zeug wie Arsen- und Zyanid-Schlämme, Asbest-belasteten Bauschutt und dergleichen. War für die Grünen und ihre Anhänger kaum je ein Thema, weil das Zeug halt nicht strahlt. Aber die Strahlung klingt mit der Zeit ab. Arsen und Asbest hingegen sind auch noch in einer Million Jahre gefährlich wie am ersten Tag.
P.Burkhardt
16.09.2022, 13:55 Uhr
Sehen Sie...
genau deswegen darf Asbest heute auch nicht mehr verbaut werden... weil es eben Risiken in sich trägt, die im Ernstfall die Gesundheit oder gar das Leben bedrohen. Ist jetzt nicht soviel anders als bei Kernbrennstäben, oder ? Nur dass der Aufwand zur Entsorgung dieser deutlich höher ist und die Folgen für die Region, in der sie entsorgt werden wesentlich gravierender -wie ich oben schrieb.
Gleiches gilt für die Errichtung und den Betrieb von AKWs...
grobschmied56
16.09.2022, 22:48 Uhr
Ihr werdet es erst kapieren...
... wenn ihr arbeitslos, mit knurrendem Magen in der kalten und dunklen Bude sitzt.
Fönix
17.09.2022, 12:26 Uhr
Entsorgung von Asbest, Kernbrennstäben etc. ? Bitte in dieser Aufzählung
nicht die Kohlefaserpartikel (CF) aus den geschredderten Windkraftanlagen vergessen. Sie sind ein kaum bekanntes, aber um so gravierenderes Problem, der daraus resultierende Aufwand enorm. Und die Gefährdung unserer Atemwege ist mindestens genau so groß wie bei Asbestfasern, CORONA-Viren etc. ...
Wenn schon Ängste schüren, dann wissenschaftlich-technisch korrekt und mit ausgewogener Betrachtung der "guten" und der "bösen" Technologien !!!
P.Burkhardt
17.09.2022, 13:20 Uhr
Aufklärung, Herr/Frau/div. Fönix:
Zum Thema Recycling von WKA:
" Bis zu 90 Prozent der Komponenten lassen sich heute schon in etablierte Recyclingkreisläufe zurückführen, schätzt der Verband Wind Europe. Das Ziel sollten aber 100 Prozent sein, auch um die EU-Bestrebungen einer echten Kreislaufwirtschaft zu erfüllen.
Zu den recycelten Stoffen gehören die metallhaltigen Anlagenteile, die gesamte Elektrik sowie die Fundamente und der Turm, der in der Regel aus Stahl-, Kupfer-, Aluminium- und Betonkomponenten besteht. Stahl und Kupfer verkaufen die Verwerter in der Regel als Rohmaterial, es ist dann für andere Konstruktionen einsetzbar. Beton und Fundamentteile finden zerstückelt zum Beispiel im Straßenbau als Aufschüttung Verwendung. Auch bei den aus Faserverbundstoffen bestehenden Rotorblättern von Windenergieanlagen sind Recyclinglösungen in Sicht – zumal Faserverbundteile wie Rümpfe von Booten, Flugzeugteile und Teile aus Autos bereits heute in weiten Teilen dem Recycling zugeführt werden können."
Ich suche noch nach Recyclingverfahren von Atommüll, selbst wenn es. Ur eine Quote von 90Prozent wäre... wenn ich was finde. Geb ich Bescheid...
bleibtmalfeinineurer
17.09.2022, 13:48 Uhr
Eigentlich...
Gibt es bei WKA kein Problem, wegen der Kohlefasern... bitte schauen Sie sich z.B. die Seite der Firma "Roth International" irgendwo in Bayern an. Diese und andere sind spezialisiert auf das Recycling von Rotorblättern... der Rest eines Windrades ist meines Wissens nicht auf Kohlefaser.
Da sind Sie offenbar etwas im Irrtum, Fönix
Schönes Wochenende...
Fönix
18.09.2022, 15:29 Uhr
@ Axel S. @ (er/sie/es) P.Burkhardt
Es gibt kein Problem mit dem Recycling von CFK-haltigen Verbundwerkstoffen?
Da fragen sie die Recycler mal nach den Kosten pro Tonne ...
Und eine saubere thermische Verwertung ist auch nicht möglich, weil die freigesetzten CFK-Fasern die Filter der Verbrennungsanlagen zusetzen. Und das Problem wird nicht auf die Rotorblätter beschränkt bleiben:
Zitat :
Stefan Steinacker, Clustergeschäftsführer CU BW und Ansprechpartner im Composites United e.V. für die Arbeitsgruppe Faserverbund in der Windenergie fasst ein Szenario zusammen: Es wird in Zukunft auch in diesem Bereich zu einem erhöhten Einsatz von CFK kommen. Kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe machen immer größere und optimierte Rotorblätter von Windkraftanlagen möglich. Automatisierte Fertigungsverfahren werden zur Kostensenkung und Qualitätsverbesserung weiterentwickelt. Weiter werden die Leistung, Aerodynamik und Aeroakustik verbessert. Und es wird auch große, geteilte Blätter geben, damit die Herausforderungen für Transport und Montage besser gelöst werden können. Denkbar ist auch die Gestaltung der Türme aus Carbonbeton.
Und der geschätzte P. Burghardt bestätigt ja sogar meine Argumente :
" Bis zu 90 Prozent der Komponenten lassen sich heute schon in etablierte Recyclingkreisläufe zurückführen, schätzt der Verband Wind Europe. Das Ziel sollten aber 100 Prozent sein, auch um die EU-Bestrebungen einer echten Kreislaufwirtschaft zu erfüllen.
...
Auch bei den aus Faserverbundstoffen bestehenden Rotorblättern von Windenergieanlagen sind Recyclinglösungen in Sicht – zumal Faserverbundteile wie Rümpfe von Booten, Flugzeugteile und Teile aus Autos bereits heute in weiten Teilen dem Recycling zugeführt werden können."
In "weiten Teilen " ? "Bis zu 90 Prozent "
Genau um die verbleibenden 10 + x Prozent, das sind nämlich im Wesentlichen die CFK-Fasern, geht es ja. Jeder ernstzunehmende Pneumologe wird Ihnen bestätigen, dass wenige (theoretisch reicht eine in der entsprechenden Exposition) Asbestfasern in der Lunge reichen, um Lungenkrebs auszulösen. CFK-Fasern sind mindestens genauso aggressiv ...
sind Recyclinglösungen "in Sicht"
Genauso wie die auskömmlichen Speicher für "erneuerbare" Energien - ohne Worte ...
grobschmied56
18.09.2022, 20:07 Uhr
Ebenfalls selten beachtet...
... ist der Materialverbrauch und der Flächenverbrauch der sogenannten 'Alternativen'.
Für die Herstellung der tollen Rotoren werden Tonnen und aber Tonnen von Balsa-Holz aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas verbraucht.
Wissen viele Menschen nicht, ist auch für die Jubelperser in unseren ÖR Sendern kein Thema.
Reschke, Restle und Co. hacken viel lieber auf der 'Atom-Lobby' herum (die in Wahrheit ja kaum noch existiert) als auf den neuen Umweltsündern, die das unkontrollierte Abholzen von Wäldern in Ecuador oder Peru befeuern, um in Futschland 'saubere' Windkraft zu installieren.
Dazu kommt noch, daß im deutschen Binnenland Windkraft extrem ineffizient ist, weil Wind eben selten in der Stärke weht, in der man ihn braucht.
Zitat:
WINDENERGIE IN DEUTSCHLAND 2021
'Windstromanteil in Deutschland bei 23Prozent: Ende 2021 lieferten 29.731 Windkraftanlagen an Land und auf See gemeinsam 23Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms. Der Wind leistete mit fast 122 Terawattstunden [Mrd. kWh] insgesamt den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und hätte damit rechnerisch knapp 35 Millionen deutsche Haushalte 1 mit Strom versorgen können. '
Zitat Ende.
(aus: Hinter dem Strom-Report steht eine kleine Redaktion aus freien Datenjournalisten und Grafikern, die daran arbeiten, einen unabhängigen Infografikdienst im Energie-Bereich zu etablieren. Wir finanzieren den Strom-Report aus individuellen Grafik-, Recherche- und Textaufträgen für Institutionen, Vereine und Unternehmen.
Kontakt
Bei Fragen zum Strom Report wenden Sie sich bitte an:
E-Mail an Linda Marie Holm
Linda Marie Holm bei Xing)
Rein rechnerisch hätten die WKA ca. 540 Terawattstunden Elektroenergie einspeisen können, tatsächlich war es gerade mal ein Viertel davon. Unter anderem deshalb kostet eine Kilowattstunde Strom inzwischen ein kleines Vermögen.
Die letzten Kernkraftwerke werden am Ende des Jahres abgeschaltet. Das Argument:
Weil es ja immer noch kein Endlager gibt, hat seine Schuldigkeit dann getan. Tausende grüne Fanatiker haben seit Jahrzehnten dafür geschuftet, dieses Totschlagargument aufrechtzuerhalten. In Deutschland haben sie gewonnen.
Die Zeche zahlen wir Stromkunden.
Der Rest der Welt schmunzelt.
P.Burkhardt
18.09.2022, 21:14 Uhr
es kann eben nicht sein...
...was der eigenen Ideologie widerspricht. Jedenfalls stellt es sich für mich so dar.
Liebe Mitleser*innen und - Kommentator*innen, ich wäre sofort ein Befürworter der Atomkraft, wenn sie denn "Allin" wirtschaftlich sinnvoll und risikolos verwendbar wäre. Nur weil etwas über Jahrzehnte gut geht, heißt es nicht, dass der Supergau nicht eintreten kann - wie wir bereits sehen konnten. (Das beste Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Russland.) Es gibt immer Einflüsse, die sich unserer Kontrolle entziehen, aber deren Auswirkungen uns mit voller Wucht treffen können. Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf sollten wir also Dinge vermeiden, bei welchen ein solcher externer Einfluss zu einer Katastrophe führen könnte. Dabei spielt es keine Rolle, innerhalb welchen Zeitrahmens dieses Desaster eintreten wird, allein das Wissen darum, dass es eine Wahrscheinlichkeit gibt (im Statistischen Sinn - bitte selbst googeln) mit welcher ein Super-GAU, bzw. austretende Strahlung aus dem Endlager möglich ist verbietet somit diese Option - wieso wurde noch keines gefunden, bei dem das Risiko gering genug ist um es zu verantworten ? Ein Gas-Leck in einer Pipeline, ein leck geschlagener Öltanker, eine Explosion in einem Chemiewerk sind Umweltkatastrophen, sind schlimm und statistisch nicht vermeidbar - aber sie sind regional begrenzt. Ein explodierender Reaktorblock in Tschernobyl machte eine Fläche von 3.500 Quadratkilometern seit bald 40 Jahren unbewohnbar. Eine Fläche die insgesamt etwa den Landkreisen NDH,KYF,EIC und UH entspricht. Und man bedenke, es war nur 1 Reaktorblock und der war nicht mal sonderlich groß.
Manchen Atomkraftbefürwortern hier, die im Übrigen gefühlt eine erstaunliche Schnittmenge mit (ich nenne sie WERTFREI mal) "Putinfreunden" und "Impfskeptikern" haben, scheinen dieses Risiko gerne für ihren windradfreien Ausblick in Kauf nehmen zu wollen.
Bevor jetzt die ach so kostengünstige Stromgewinnung aus Atomkraft als Argument angeführt werden, empfehle ich die Literatur eines entsprechenden Tagesschau-Artikels aus dem Januar 22, wer den ÖR nicht vertraut sollte "IG Metall Atomstrom" googeln, oder sich die Auflistung der Kosten vom Frauenhofer-Institut aus 2021 ansehen.
P.Burkhardt
18.09.2022, 21:22 Uhr
es kann eben nicht sein - ergänzung
Natürlich ist jeder Tag im Leben mit Risiken behaftet - keine Frage. Aber ein Risiko, welches im schlimmsten Fall hunderttausende Menschen lebensgefährlich krank macht, gleich tötet oder zur Umsiedlung zwingt... in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland ? Wer soll das tragen, wer soll das entscheiden und wer soll das verantworten ? Versichern lassen sich AKWs jedenfalls wegen der genannten Risiken nicht (bitte selbst googeln). In dem Zusammenhang....checken Sie mal spaßenshalber ihre Wohngebäudeversicherung !
Keine AKW, kein Endlager.... und keine jahrtausende währende Probleme
P.Burkhardt
18.09.2022, 22:48 Uhr
Und noch weiter...
...wer glaubt, dass man die Gefahr technisch kontrollieren kann, im Griff haben kann wegen der technologisch überragenden deutschen Ingenieurskunst (und das meine ich absolut ernst) ... der sollte mal darüber nachdenken, ob die Japaner in ihrem ebenfalls technologisch weit vorne angesiedeltem Land, mit ebenfalls dichter Besiedelung,erdbebenfesten Wolkenkratzern, sekundengenau fahrenden Zügen... nicht ebenfalls glaubten alles im Griff zu haben ?
Bis eben ein externes Ereignis vorkam....sogar eines, welches den Japanern nicht fremd ist, etwas, von dem sie dachten, sie wären darauf vorbereitet und hätten es im Griff... in einer erdbebenerprobten Region...
Keine Technologie ist 100Prozent sicher, aber es gibt Unterschiede im schadenspotenzial im havariefall... und das schadenspotenzial ist bei Atomenergie einfach zu hoch.
grobschmied56
18.09.2022, 23:10 Uhr
Dann möge der/die/das furchtsame Burkhardt doch mal nachforschen...
... in wie vielen Fällen Menschen tatsächlich durch die friedliche Nutzung von Kernenergie zu Schaden gekommen sind. Das Ergebnis wird verblüffend oder auch ernüchternd sein. Denn die Zahl der 'Atom-Toten' (grüne Schauer-Märchen) ist tatsächlich sehr gering.
Betrachtet man die Opferzahlen von verschiedenen Energiegewinnungs-Varianten im Vergleich zur gewonnenen Energie, so rangiert die Kernenergie tatsächlich auf den letzten Plätzen!
Die vorderen Plätze belegen Kohle-Kraftwerke ( die Zahl der bei Grubenunglücken getöteten Bergwerkskumpel geht weltweit in die Größenordnung hunderttausende), Wasserkraftwerke - bitte alle mal nachgoogeln, wie viele Menschen bei Dammbrüchen von Wasserkraftwerken ums Leben gekommen sind!
Dagegen sind die 'Opfer von Atom-Katastrophen' eine vernachlässigbar kleine Zahl.
Three Miles Island ( USA ) - NULL Tote.
Tschernobyl ( UdSSR ) - ein paar dutzend Tote.
Fukushima Daiichi - ein Toter.
Auf Grund dieser 'Massen von Opfern' wird uns der Strom abgestellt. Von grünen Phantasten und Spinnern, die die Welt mit lächerlichen Windrädchen und nutzlosen Solarpaneelen retten wollen.
Dassch misch net kaputtlach... sagt der Hess!
:-))
Anmerkung technischer Support:
Und wenn der Burkhardt nachforscht wird er als erstes Feststellen:
Ganz so einfach ist das mit den Opferzahlen dann doch nicht. Alleine in Tschernobyl findet man leicht Quellen, die von bis zu 9000 Opfern ausgehen (https://tschernobyl.org/tschernobyl-opfer/).
In Fukushima wird mit bis zu 10.000 Toten gerechnet, die an den Spätfolgen sterben (https://www.domradio.de/artikel/von-1-bis-500-milliarden-die-fukushima-katastrophe-zahlen).
Also eigentlich ist der Kommentar ein Fall für: Verzichten Sie offensichtlich falsche Tatsachenbehauptungen.
Wir werden das hier jetzt bitte nicht vertiefend diskutieren.
P.Burkhardt
19.09.2022, 07:58 Uhr
Und zuletzt: Tote aufrechnen...
...ist zunächst mal voll daneben. Abschließend möchte ich erneut auf die regionale und zeitliche Begrenzung der von Ihnen genannten Unglücke hinweisen...das wurde wohl überlesen oder ignoriert.
Es ist doch indiskutabel ein Risiko einzugehen, welches wenn es schlagend wird, ganz Nordthüringen auf mindestens Jahrzehnte entvölkert..
Ra1n3R
19.09.2022, 11:22 Uhr
Der Auslöser
unseres Atomaustieges wird schnell benannt. Allerdings fehlt mir hier immer wieder der Inhalt, dass Japan 2 Jahre später einen Reaktor nach dem anderen wieder hochgefahren hat und auch den Neubau mindestens eines neuen Meilers auf dem Tisch hat. Und das "trotz" der Katastrophe und der Toten.
Damit steht Japan aber eben nicht allein da. Auch Ungarn zum Beispiel hat letztens einen Neubau mit Russland verhandelt.
Kann natürlich sein, dass die Webseite (als Hauptinformationsquelle mancher Kommentatoren) von Greenpeace hier absolute Falschnachrichten streut....
In einer Krisensituationen auf Ideologien einzig zurückzugreifen und sämtliche Warnungen an negativer Auswirkungen in den Wind zu schlagen, halte ich persönlich für nicht den besten Weg. Atomstrom aus dem benachbarten Ausland teuer einzukaufen, im Gegenzug mit Gas erzeugten Strom abzugeben, verkleinert weder das Problem, noch verringert es die Preise. Und hier geht es nicht nur um Licht und Wärme in den eigenen 4 Wänden, es erhöht weiter sämtliche Preise für Endverbraucher in der Erzeugerkette aller Produkte. Auch weiteres anheben der Zinsen durch die EZB wird dem nicht allein entgegenwirken können. Den Mindestlohn kann man auch auf 40€ /h anheben, die Preise werden im Gleischritt mitlaufen, sofern die Ursachen nicht behoben sind.
Existenzängste von Menschen fürchten nicht grundlos alle Regierungen weltweit. Ist der PNR erstmal erreicht, sind Diskussionen im Internet das kleinste Problem und genau das macht mir persönlich mehr Angst, als 2 oder 3 Meiler in Deutschland befristet zur Unterstützung weiter laufen zu lassen... Die Lunte brennt und sollte möglichst schnell gekappt werden.
P.Burkhardt
19.09.2022, 12:02 Uhr
Rain3r, taktisch (also kurzfristig)...
...absolut richtig. Die aktuelle Situation (auch ein externer Einfluss) erfordert es, die Ressourcen einzusetzen, die wir haben....also Öl, Gas, Atom und Kohle....trotz aller Risiken und Nachteile. Strategisch (also langfristig) -und darum geht es beim Bau von AKW und der Suche nach einem Endlager - brauchen wir andere Alternativen.
Diese zeitliche Komponente wird in der Diskussion gerne ausgeblendet oder vergessen. Nichts ist in Stein gemeißelt und kann und muss ggf. an die jeweilige Situation angepasst werden. Genau das passiert ja gegenwärtig, wenn ich das richtig mitbekommen habe.
grobschmied56
21.09.2022, 00:53 Uhr
Die Burkhardts kläffen...
... die Karawane zieht weiter.
Wenn der Strom immer knapper und teurer wird, werden die Burkhardts eventuell einsehen, daß der THEORETISCHE Fall des 'Atomtodes' (für sehr wenige Menschen) zwar sehr unangenehm ist, der PRAKTISCHE Fall von Frieren, Zähneklappern, Hungern und Arbeitslos sein für sehr viele Menschen jedoch einen entschieden größeren Nachteil darstellt.
Schau mer mal, dann seh mer schon...
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