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Do, 10:39 Uhr
19.01.2006

Beratung bleibt – aber wo?

Nordhausen (nnz). Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es auch künftig in Nordthüringen eine Verbraucherberatungsstelle geben. Dies hat Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) jetzt Landrat Joachim Claus in einem Brief mitgeteilt. Weitere Einzelheiten mit einem einzigen Klick.


Zeh versicherte in seinem Schreiben weiter, „dass die Verbraucherzentrale Thüringen auch angesichts knappster Haushaltsmittel vom Freistaat Thüringen weiterhin finanziell gefördert wird, auch wenn die bisherige Zuwendungssumme gemindert werden musste.“

Nach Angaben des Ministers werde auch weiterhin intensiv nach Möglichkeiten gesucht, die Verbraucherzentrale in Thüringen als wirksames Instrument der Verbraucheraufklärung zu erhalten. Dabei würden künftig neue Wege beschritten werden müssen und Umstrukturierungen im Hinblick auf die thematischen Schwerpunkte und die Präsenz in der Fläche erforderlich sein. Der Minister bekräftigte zugleich die Forderung an die Verbraucherzentralen, Eigeneinnahmen deutlich zu erhöhen und neue Formen der Beratungszugänge zu etablieren. „Angesichts des derzeitigen Diskussionsstandes über die Entwicklung der Verbraucherzentrale gehe ich davon aus, dass es gelingen wird, auch im Norden Thüringens eine Beratungsstelle zu erhalten“, so der Minister abschließend.

Landrat Joachim Claus (CDU) hatte sich Anfang November mit einem Brief an den Thüringer Sozialminister gewandt und mit deutlichen Worten seine Sorge um den Fortbestand der Verbraucherzentrale Thüringen, vor allem aber um die Nordhäuser Beratungsstelle, zum Ausdruck gebracht. In dem damaligen Protestbrief kritisierte Claus, dass „in einer Zeit wachsender sozialer Notlagen“ Beratungsangebote im Verbraucherschutz in Frage gestellt werden und warnte vor einem möglichen Rückzug des Freistaates aus der Verbraucherberatung und deren Folgen.

Wie aus der Pressestelle des Thüringer Sozialministeriums ergänzend zu erfahren war, zeichnet für die Auswahl der Standorte der Beratungsstellen jedoch allein die Verbraucherzentrale Thüringen e.V. in Erfurt verantwortlich. Auf Grund gekürzter Landesmittel werde eine „Ausdünnung“ der Beratungsstellen in Thüringen unumgänglich sein. Im Norden des Freistaates gibt es gegenwärtig Verbraucherberatungsstellen in Mühlhausen, Heiligenstadt, Leinefelde, Nordhausen und Artern. Und der Leiter der Beratungsstelle in der Rolandstadt, Eckehard Balke, hofft verständlicherweise im Interesse der vielen Rat Suchenden der Südharzregion auf den Verbleib der Stelle in Nordhausen und will gemeinsam mit Kommunal- und Landespolitikern darum kämpfen.
Autor: nnz

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