Mi, 11:17 Uhr
18.01.2006
nnz-Forum: Fehlanzeige
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Der Wahlkampf in den Kommunen ist eröffnet. Für Sollstedt hat dies am Montag Dagmar Becker (SPD) getan (siehe nnz). Jetzt kommt prompt die Reaktion aus der Gemeinde im Westen des Landkreises.
Mit Bestürzung nahmen wir knapp vier Monate vor den im Mai stattfindenden Bürgermeister- und Landratswahlen die öffentlichen Verbalattacken der SPD-Kreisvorsitzenden Dagmar Becker zur Kenntnis. Diese Art und Weise, den Wahlkampf einzuläuten, lässt für die kommenden Wochen das Schlimmste befürchten – einen fairen Umgang mit politischen Kontrahenten kann man wohl leider nicht erwarten. Aber das war und ist wohl auch nicht der Stil der SPD-Landtagsabgeordneten.
Wie wir als BIS den Veröffentlichungen entnommen haben, kennt sich Frau Becker offenbar in der Kreisstadt besser aus als in ihrem Heimatort – die Erfolge von fast 16 Jahren hervorragender Kommunalpolitik in Sollstedt unter bewährter Führung unseres Mitglieds Jürgen Hohberg sind nicht nur nach unserer Meinung mindestens ebenso überall sichtbar wie die von knapp 12 Jahren der Ära Rinke.
Vergessen wir doch auch nicht, dass der Grundstein für die Entscheidung pro Landesgartenschau, die die Nordhäuser Entwicklung maßgeblich voranbrachte, schon vorher gelegt wurde. In Sollstedt wurde durchaus Vergleichbares geschaffen, auch wir müssen uns vor niemandem verstecken. SPD, CDU und UWS seien in Sollstedt bemüht, einen starken Herausforderer zu finden. Jürgen Hohberg sei nicht mehr tragbar – allerdings fand er bei diesen Parteien bzw. dieser Gruppierung auch bisher (für Sollstedt leider) eher selten konstruktive Unterstützung.
Eine frische Kraft an der Spitze der Kreisverwaltung soll es sein – dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass an der Spitze des Landratsamtes neben dem CDU-Landrat eine Erste Beigeordnete der SPD und eine Zweite Beigeordnete der Linken.PDS das Sagen haben – die von Frau Becker als mangelhaft bezeichneten Finanzen fallen in das Ressort der Ersten, die desaströs genannte Schulnetzplanung in das Ressort der Zweiten Beigeordneten. Und unser Gedächtnis ist so schlecht auch nicht: Bei der namentlichen Abstimmung zur (desaströsen) Schulnetzplanung am 19.04.2005 hat die SPD-Fraktion des Kreistages mit Frau Becker an der Spitze geschlossen mit Ja gestimmt, beim Haushaltsbeschluss sah es am gleichen Tag nicht wesentlich anders aus – aber man kann ja die politische Verantwortung delegieren - getreu dem Sprichwort Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waisenkind!
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wähler ihr eigenes Bild von dem machen, was um sie herum passiert und wem sie vertrauen – das Parteibuch sollte das jedenfalls nicht entscheiden!
Manfred Warnecke, stellv. Vorsitzender der BIS
Autor: nnzMit Bestürzung nahmen wir knapp vier Monate vor den im Mai stattfindenden Bürgermeister- und Landratswahlen die öffentlichen Verbalattacken der SPD-Kreisvorsitzenden Dagmar Becker zur Kenntnis. Diese Art und Weise, den Wahlkampf einzuläuten, lässt für die kommenden Wochen das Schlimmste befürchten – einen fairen Umgang mit politischen Kontrahenten kann man wohl leider nicht erwarten. Aber das war und ist wohl auch nicht der Stil der SPD-Landtagsabgeordneten.
Wie wir als BIS den Veröffentlichungen entnommen haben, kennt sich Frau Becker offenbar in der Kreisstadt besser aus als in ihrem Heimatort – die Erfolge von fast 16 Jahren hervorragender Kommunalpolitik in Sollstedt unter bewährter Führung unseres Mitglieds Jürgen Hohberg sind nicht nur nach unserer Meinung mindestens ebenso überall sichtbar wie die von knapp 12 Jahren der Ära Rinke.
Vergessen wir doch auch nicht, dass der Grundstein für die Entscheidung pro Landesgartenschau, die die Nordhäuser Entwicklung maßgeblich voranbrachte, schon vorher gelegt wurde. In Sollstedt wurde durchaus Vergleichbares geschaffen, auch wir müssen uns vor niemandem verstecken. SPD, CDU und UWS seien in Sollstedt bemüht, einen starken Herausforderer zu finden. Jürgen Hohberg sei nicht mehr tragbar – allerdings fand er bei diesen Parteien bzw. dieser Gruppierung auch bisher (für Sollstedt leider) eher selten konstruktive Unterstützung.
Eine frische Kraft an der Spitze der Kreisverwaltung soll es sein – dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass an der Spitze des Landratsamtes neben dem CDU-Landrat eine Erste Beigeordnete der SPD und eine Zweite Beigeordnete der Linken.PDS das Sagen haben – die von Frau Becker als mangelhaft bezeichneten Finanzen fallen in das Ressort der Ersten, die desaströs genannte Schulnetzplanung in das Ressort der Zweiten Beigeordneten. Und unser Gedächtnis ist so schlecht auch nicht: Bei der namentlichen Abstimmung zur (desaströsen) Schulnetzplanung am 19.04.2005 hat die SPD-Fraktion des Kreistages mit Frau Becker an der Spitze geschlossen mit Ja gestimmt, beim Haushaltsbeschluss sah es am gleichen Tag nicht wesentlich anders aus – aber man kann ja die politische Verantwortung delegieren - getreu dem Sprichwort Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waisenkind!
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wähler ihr eigenes Bild von dem machen, was um sie herum passiert und wem sie vertrauen – das Parteibuch sollte das jedenfalls nicht entscheiden!
Manfred Warnecke, stellv. Vorsitzender der BIS


