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So, 09:00 Uhr
08.05.2022
Kurze Beine, kurze Wege

Herrmannsacker bangt um Kita

Noch sind die Kleiderhaken im kommunalen Kindergarten „Ackermännchen“ in Herrmannsacker gut gefüllt. 18 von 23 Plätzen sind hier besetzt und Voranmeldungen müssen zeitig eingereicht werden. Trotz der Auslastung wurden Ende vergangenen Jahres Gerüchte laut, dass der Kindergarten geschlossen werden soll…

Sina Thiele, Manuela Randhahn und Claudia Holzhause vom Förderverein (v.l.n.r.) (Foto: Sandra Witzel) Sina Thiele, Manuela Randhahn und Claudia Holzhause vom Förderverein (v.l.n.r.) (Foto: Sandra Witzel)

„Am 4. November 2021 fand eine Elternversammlung statt, bei der den Eltern von Harztor-Bürgermeister Stephan Klante und Ortschaftsbürgermeister Dirk Bertram mitgeteilt wurde, dass die Einrichtung nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht“, berichten Claudia Holzhause, Manuela Randhahn und Sina Thiele vom Förderverein der Kita „Ackermännchen“. Als einzige Möglichkeit sehen die beiden Kommunalpolitiker einen Neubau, der die Landgemeinde zwischen 700.000 und 900.000 Euro kosten würde. Aufgrund der prognostizierten, sinkenden Kinderzahl und der Haushaltslage ist das zu viel. Die Schließung droht.

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Die Idee einen Förderverein für die „Ackermännchen“ zu gründen, gab es schon länger, berichtet Vorsitzende Claudia Holzhause. Die drohende Schließung der Einrichtung hat die Umsetzung nur noch beschleunigt. Als erste Aktion wurden Unterschriften für den Erhalt der Kita gesammelt. 1.366 Unterstützer aus Herrmannsacker, Harztor und Nordhausen haben sich gefunden. „In unserer Ortschaft haben jeder Haushalt, jedes Ortschaftsratsmitglied und auch unser Ortschaftsbürgermeister Dirk Bertram unterschieben“, ergänzt Vereinsmitglied Sina Thiele. Der Kindergarten ist ein perfekter Ort, naturnahe Pädagogik, familiärer Zusammenhalt und transparente Kommunikation auf Augenhöhe – dass macht die Einrichtung aus.

Die Prognose für die zu erwartenden Kinder können die drei Frauen nicht nachvollziehen. Junge Familien kommen wieder zurück nach Herrmannsacker, wollen hier ihre Familien gründen. „Immer wieder begegnet man bekannten Gesichtern die zurückkommen und die Vorteile der Ortschaft zu schätzen wissen“, sagt Claudia Holzhause. Die nächste Kindergartengeneration steht also quasi in den Startlöchern und auch aktuell ist die Nachfrage nach einem Kita-Platz sehr groß, ergänzt Manuela Randhahn. Alternativen zu einem Neubau haben die Vereinsmitglieder bereits auch gefunden. Ein Container mit allem Drum und Dran für eine Kita-Gruppe mit rund 22 Plätzen würde nur rund 200.000 Euro kosten. Am Spielplatz wäre eine kommunale Fläche frei, der Spielplatz könnte vom Kindergarten mit genutzt werden. Die drei Frauen hoffen damit auf offene Ohren zu treffen und gemeinsam mit der Landgemeinde eine Lösung für die „Ackermännchen“ zu finden.

Wer den Förderverein mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies im Ratskeller Neustadt, bei der Fleischerei Brennecke, im Thyra Fuchs Restaurant oder auf der Burg Neustadt tun. Auch neue Vereinsmitglieder sind herzlich Willkommen und können sich bei Claudia Holzhause unter der Telefonnummer 0152/ 528 965 28 melden.

Ob und wann der Kindergarten in Herrmannsacker geschlossen werden soll ist noch unklar, die Betriebserlaubnis läuft 2025 aus. Die Unterschriftenliste soll mit einem Fragenkatalog bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 25. Mai an Bürgermeister Stephan Klante übergeben werden.
Sandra Witzel
Autor: swi

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Kommentare
Rob2000
08.05.2022, 09:19 Uhr
Jaja
kein Geld für sinnvolles vorhanden, aber Geld in überfluss für sinnloses!
Hier läuft so einiges verkehrt!
Leser X
08.05.2022, 12:55 Uhr
Prioritäten
Deutschland setzt Prioritäten. Jetzt müssen erstmal Bomben und Granaten bezahlt werden. Die Zukunft wird auf später verschoben.
Obelixx
08.05.2022, 23:40 Uhr
...heute Herrmansacker, morgen Neustadt???
Die Gemeinde Harztor kommt Ihrer Verpflichtung, jedem Kind einen Kitaplatz zu bieten in vollem Umfang nach. Wo der Platz ist , das steht nirgendwo.
Der neue Betreuungsplatz steht auf dem Gutshof Ilfeld. Dort wird mit Millionenaufwand eine neue Kita mit 4 Gruppen errichtet.
Gibt es in Ilfeld einen Bedarf für 4 neue Gruppen? Gibt es dort ein Neubaugebiet oder einen Investor für ein industrielles Großprojekt, was eine neue Kita rechtfertigt, wo doch die bestehende erweiterte Einrichtung den jetzigen Bedarf gut abdeckt.
Herrmannsacker und Neustadt haben zusammen 4 Kitagruppen, die ältesten Gebäude und somit auch den höchsten Sanierungsbedarf.
Ist der Wegfall dieser beiden Einrichtungen mit dem Beschluss über die Gutshofsanierung vielleicht schon gefasst worden?
Ich wünsche den Ackermännchen und ihrem Förderverein viel Kraft und Entschlossenheit im Kampf um den Erhalt ihrer Kita.
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