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Mi, 17:13 Uhr
06.04.2022
Nordhäuser CDU war gegen die Anschaffung von E-Bussen

Reaktionen auf einen nnz-Artikel

Zum kürzlich in der nnz online veröffentlichten Artikel „E-Bus-Hersteller Sileo meldete Insolvenz an“ hat sich jetzt Steffen Iffland, der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion geäußert …
 
„Im Text ist die Rede davon, dass der Nordhäuser Stadtrat im Jahr 2019 `keinen Bock´ auf die Anschaffung der Busse gehabt habe. Doch das `Nein` des Stadtrates hatte tiefer gehende Gründe“, sagte der Lokalpolitiker. 
 
Er erinnerte an die kontroversen Diskussionen vor der Entscheidung. „Der Stadtrat Nordhausen folgte 2019 mehrheitlich der Entscheidung des Aufsichtsrates der Holding für Versorgung und Verkehr (HVV), keine E-Busse für den städtischen Betrieb anzuschaffen. Die Entscheidung kam nicht aus der Hosentasche heraus, vielmehr ging ihr eine reine fachliche und wirtschaftliche Diskussion und Prüfung voraus.
 
Viele Fragen blieben damals offen und nur ein Blick in die Glaskugel hätte Antworten ergeben können.“

Der Blick auf andere Stadtwerke habe damals gezeigt, dass zwei von sechs E-Bussen reparaturbedürftig in den Werkstätten standen. „Die Frage der Gewährleistung über zehn Jahre durch ein ausländisches Unternehmen zweifelten wir genauso an, wie die Gewährleistung auf den Akku, für den Fall, dass dieser nicht nur mit der mitgelieferten Struktur geladen wird, sondern auch an Schnellladestationen anderer Hersteller an den Haltestellen im Landkreis“, bekräftigte Iffland seine damalige Position.
 
„Als ökologische Mogelpackung sahen wir den Umstand,  dass ein Dieselaggregat an Bord des Busses Strom für andere Verbraucher lieferte, und nur durch diesen Umstand eine größere Reichweite erreicht werden konnte. Als kritisch wurde damals auch der Umstand der hohen  Brandgefahr der E-Busse und die dafür fehlende Ausrüstung unserer Feuerwehren gesehen. Daraus folgte auch die Empfehlung, diese Busse nicht in die Gemeinschaftsgarage einzustellen, da dort eine Brandbekämpfung faktisch unmöglich ist. Das wiederum bedeutete, dass die neuen Busse die nächsten zwölf Jahre im Freien stehen müssten.“
 
Viele weitere Fakten hätten noch mehr Fragen offen gelassen. Dem gegenüber stand als einziges `Pro´ die hohe Förderung von 80 Prozent durch das Infrastrukturministerium, die den E-Bus in der Anschaffung wirtschaftlich gut dastehen ließ, obwohl die neuen E-Busse allein schon in der Anschaffung mehr als dreimal so viel kosteten wie ein moderner Dieselbus.
 
„Wir bedauern sehr die Insolvenz des Unternehmens und hoffen, dass die Verkehrsbetriebe ohne größere Probleme diese Fahrzeuge weiter nutzen können“, erklärt Steffen Iffland und fährt fort: „Unser gesamter Fuhrpark ist dank fachlich kompetenter Mitarbeiter sehr gepflegt und bei allen vorhandenen E-Bussen liegen derzeit keine typischen E-Bus Probleme vor.
 
Nach wie vor sehen wir allerdings eine Festlegung auf rein elektrische Antriebsart als falsch und nicht umsetzbar. Technologieoffen muss in die Zukunft geblickt werden. Nicht zuletzt sind wir daher auch dankbar, dass man sich bei den jüngst angeschafften beiden Bussen von MAN, für moderne Hybrid Dieselbusse entschied."
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
06.04.2022, 18:40 Uhr
Aha, mal wieder volles Rohr gegen die Elektromobilität
Finde ich bemerkenswert, wobei ich das Produkt dieses Herstellers hier erst gar nicht durch den Kakao ziehen will. Es gibt aber hier Fragen, die dieser Beitrag von St. Iffland CDU besonders hervorruft, z. Bsp. die nach der Gewährleistung von 10 Jahren auf die Batterie und die Frage des Schnelladens, irgendwie passen dazu die Aussagen nicht zusammen? Weiter: Man darf doch erwarten das eine Herstellergarantie und die Frage Gewährleistung differenziert werden kann, oder? Ich hätte vermutet, dass unsere Fachkräfte in Verwaltung, Verkehrsbetrieb sich den Einsatz/Kosten bei gegebener, limitierter Reichweite haben berechnen lassen? Was ist mit der Frage Dieselabgase gerade in der Innenstadt, was mit geringeren (ggf.) Treibstoffkosten? Woher kommt eigentlich diese pauschale Verteufelung des E-Busses, die hier deutlich wird, aus der Erfahrung heraus? Ist nicht das Gegenteil von der Behauptung in der Tat der Fall, wenn man eine Flotte auch mit ein paar wenigen E-Bussen diversifiziert? Ich weiß nicht, wie dieses Bus-Produkt performt bisher, ich weiß nicht, wie und worauf sich da eine Insolvenz auswirken kann, ich weiß aber eins, die Elektromobilität wird dort kommen, wo diese sinnvoll ist, richtig, dann hohe Zaubersubventionen weg, und selbst eine Batterie die ein Unternehmen nicht mehr instand halten kann, kann man austauschen. Ja das geht auch hier!
Echter-Nordhaeuser
06.04.2022, 19:25 Uhr
"Hybrid Dieselbusse"
Sehr gute Entscheidung für diese Variante, Hybrid Dieselbusse. Das rein elektrisch ist noch nicht ausgereift genug und zu wenig Entfernungs km.
Honsteiner
06.04.2022, 21:59 Uhr
Elektromobilität vermutlich nur mit Wasserstoff
Es war 2019 die richtige Entscheidung und wäre es auch heute noch. Es ist ein Unterschied einen kleinen Pkw als Stromer für die City zu nutzen oder einen dicken Brummer. Die Grundidee ist dabei richtig, es sind gerade die LKW und Transporter die den großen Dreck in die Städte bringen und nicht die kleinen PKW mit zig Kat und Filter.
Es ist der große Fehler unserer Bundespolitik alles über das Knie zu brechen, kurze Ausstiegsfristen festzusetzen, ohne einen sicheren Ersatz zu haben. Ausbaden muss es der kleine Bürger.
Ich persönlich glaube, in unserer Zukunft erden wir verschiedene Antriebsvarianten nach wie vor zur Verfügung haben. Der moderne saubere Diesel mit Hybridtechnologie, kleine Stromer aber auch Wasserstoffangetriebene große LKW und Busse. Unternehmen wie das regionale Unternehmen Maximator sollte man dabei politisch auch aktiv unterstützen und nicht einseitig auf eine "Stromabhängige Antriebsart" setzen. In Krisen wie diesen zur Zeit kommt man schnell mit seiner Energie ans Ende.
Honsteiner
06.04.2022, 21:59 Uhr
Elektromobilität vermutlich nur mit Wasserstoff
Es war 2019 die richtige Entscheidung und wäre es auch heute noch. Es ist ein Unterschied einen kleinen Pkw als Stromer für die City zu nutzen oder einen dicken Brummer. Die Grundidee ist dabei richtig, es sind gerade die LKW und Transporter die den großen Dreck in die Städte bringen und nicht die kleinen PKW mit zig Kat und Filter.
Es ist der große Fehler unserer Bundespolitik alles über das Knie zu brechen, kurze Ausstiegsfristen festzusetzen, ohne einen sicheren Ersatz zu haben. Ausbaden muss es der kleine Bürger.
Ich persönlich glaube, in unserer Zukunft erden wir verschiedene Antriebsvarianten nach wie vor zur Verfügung haben. Der moderne saubere Diesel mit Hybridtechnologie, kleine Stromer aber auch Wasserstoffangetriebene große LKW und Busse. Unternehmen wie das regionale Unternehmen Maximator sollte man dabei politisch auch aktiv unterstützen und nicht einseitig auf eine "Stromabhängige Antriebsart" setzen. In Krisen wie diesen zur Zeit kommt man schnell mit seiner Energie ans Ende.
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