Mo, 09:47 Uhr
19.12.2005
Schwerer Gegner
Nordhausen (nnz). Die Handballer des Nordhäuser Sportvereins mussten sich am Wochenende mit den Handballern aus der Landeshauptstadt. Wie die sportliche Auseinandersetzung endete, das hat jetzt die nnz von Steffen Neumann erfahren.
Schwerer Gegner (Foto: nnz)
Das Spiel begann und ehe sich Nordhausen versah führte der HSC Erfurt mit drei Toren. Die Handballer aus der Landeshauptstadt setzten den NSV bereits in den ersten Minuten unter Druck, so dass sich die Hausherren mit unkonzentrierten und hektischen Aktionen selbst das Leben schwer machten.
Erfurt dominierte in der gesamten ersten Hälfte das Geschehen, ohne dabei wirklich besser zu spielen. Nordhausen fehlte der Mannschaftszusammenhalt und Einzelaktionen bestimmten den Angriff. Nach zehn Minuten führte der HSC dann mit 4:7 und wirkte geschlossener. Die Nordhäuser Abwehr war zu durchlässig und im Angriff wurden zu viele hundertprozentige Chancen ausgelassen. Mitte der ersten Halbzeit hatte der NSV kaum etwas gegen Erfurt auszurichten. Das Spiel der Hausherren wurde von Abspiel- und Fangfehlern bestimmt, die Erfurt ausnutzte. Als der Vorsprung dann fünf Minuten vor dem Pausenpfiff auf vier Tore für Erfurt anwuchs (12:16) ging es bis zur Halbzeit um Schadenbegrenzung.
Nach der Pause setzte Erfurt sein konsequentes Spiel fort und Nordhausen reagierte so gut es eben ging. Einige Zuschauer gaben die Partie für den NSV bereits verloren. In der 45. Minuten schien mit der Einwechslung von Holger Kühne dann ein Ruck durch die Truppe zu gehen. Mit Übersicht brachte der Routinier wieder Linie in den Nordhäuser Aufbau. Kombinationen liefen jetzt auf Nordhäuser Seite einfach besser und der Angriff wurde effektiver in der Torausbeute. Aber auch Erfurt legte noch einmal nach, war aber im Abschluss nicht mehr so erfolgreich wie noch in der ersten Halbzeit.
Die Werfer der Gäste scheiterten immer wieder am hervorragend aufgelegten Sören Ahlert im Tor der Nordhäuser und vernachlässigten ihre Abwehrarbeit. Das ließ Nordhausen jetzt Freiräume, den Rückstand aufzuholen. Was in den letzten zehn Minuten der Begegnung ablief, war an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten. Der NSV kämpfte, als ginge es um die Meisterschaft und kombinierte. Erstmals erreichten die Nordhäuser in der 56. Minute den Ausgleich, um dann im Gegenzug erneut mit einem Tor ins Hintertreffen zu geraten.
Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff kochte die Ballspielhalle. Das Nordhäuser Publikum trug seine Mannschaft zum Erfolg und der NSV zog durch. Als die Partie in der 59. Minuten beim Stand von 30:30 auf des Messers Schneide stand, nahm Trainer Andreas Meyer eine letzte Auszeit. Da waren noch neun Sekunden zu spielen und Nordhausen hatte Freiwurf.
Nach einem kurzen Abspiel fasste sich Stefan Fuhrmann ein Herz und torpedierte den Ball in der Schlusssekunde mit voller Wucht in die Maschen des gegnerischen Tores. Der Schlussmann der Erfurter hatte keine Chance gegen das Geschoss des Nordhäusers. Dieser hart erkämpfte 31:30-Sieg des NSV in den neuen Trikots beendet das Handballsjahr 2005 und gibt Auftrieb für die kommenden Begegnungen der laufenden Saison. Als nächsten Gegner erwartet der NSV am 14. Januar 2006 im Nordthüringenderby die Vertretung das HV 90 Artern in der Ballspielhalle.
Nordhausen: Scholz, Ahlert, Fuhrmann (12), Spieß (3), Flötling, Gehr (1), Bäthge, Kreutz (3), Elster (3), Kühne (6), Eichentopf, Beßin, Meitzner (3)
Autor: nnz
Schwerer Gegner (Foto: nnz)
Das Spiel begann und ehe sich Nordhausen versah führte der HSC Erfurt mit drei Toren. Die Handballer aus der Landeshauptstadt setzten den NSV bereits in den ersten Minuten unter Druck, so dass sich die Hausherren mit unkonzentrierten und hektischen Aktionen selbst das Leben schwer machten.
Erfurt dominierte in der gesamten ersten Hälfte das Geschehen, ohne dabei wirklich besser zu spielen. Nordhausen fehlte der Mannschaftszusammenhalt und Einzelaktionen bestimmten den Angriff. Nach zehn Minuten führte der HSC dann mit 4:7 und wirkte geschlossener. Die Nordhäuser Abwehr war zu durchlässig und im Angriff wurden zu viele hundertprozentige Chancen ausgelassen. Mitte der ersten Halbzeit hatte der NSV kaum etwas gegen Erfurt auszurichten. Das Spiel der Hausherren wurde von Abspiel- und Fangfehlern bestimmt, die Erfurt ausnutzte. Als der Vorsprung dann fünf Minuten vor dem Pausenpfiff auf vier Tore für Erfurt anwuchs (12:16) ging es bis zur Halbzeit um Schadenbegrenzung.
Nach der Pause setzte Erfurt sein konsequentes Spiel fort und Nordhausen reagierte so gut es eben ging. Einige Zuschauer gaben die Partie für den NSV bereits verloren. In der 45. Minuten schien mit der Einwechslung von Holger Kühne dann ein Ruck durch die Truppe zu gehen. Mit Übersicht brachte der Routinier wieder Linie in den Nordhäuser Aufbau. Kombinationen liefen jetzt auf Nordhäuser Seite einfach besser und der Angriff wurde effektiver in der Torausbeute. Aber auch Erfurt legte noch einmal nach, war aber im Abschluss nicht mehr so erfolgreich wie noch in der ersten Halbzeit.
Die Werfer der Gäste scheiterten immer wieder am hervorragend aufgelegten Sören Ahlert im Tor der Nordhäuser und vernachlässigten ihre Abwehrarbeit. Das ließ Nordhausen jetzt Freiräume, den Rückstand aufzuholen. Was in den letzten zehn Minuten der Begegnung ablief, war an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten. Der NSV kämpfte, als ginge es um die Meisterschaft und kombinierte. Erstmals erreichten die Nordhäuser in der 56. Minute den Ausgleich, um dann im Gegenzug erneut mit einem Tor ins Hintertreffen zu geraten.
Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff kochte die Ballspielhalle. Das Nordhäuser Publikum trug seine Mannschaft zum Erfolg und der NSV zog durch. Als die Partie in der 59. Minuten beim Stand von 30:30 auf des Messers Schneide stand, nahm Trainer Andreas Meyer eine letzte Auszeit. Da waren noch neun Sekunden zu spielen und Nordhausen hatte Freiwurf.
Nach einem kurzen Abspiel fasste sich Stefan Fuhrmann ein Herz und torpedierte den Ball in der Schlusssekunde mit voller Wucht in die Maschen des gegnerischen Tores. Der Schlussmann der Erfurter hatte keine Chance gegen das Geschoss des Nordhäusers. Dieser hart erkämpfte 31:30-Sieg des NSV in den neuen Trikots beendet das Handballsjahr 2005 und gibt Auftrieb für die kommenden Begegnungen der laufenden Saison. Als nächsten Gegner erwartet der NSV am 14. Januar 2006 im Nordthüringenderby die Vertretung das HV 90 Artern in der Ballspielhalle.
Nordhausen: Scholz, Ahlert, Fuhrmann (12), Spieß (3), Flötling, Gehr (1), Bäthge, Kreutz (3), Elster (3), Kühne (6), Eichentopf, Beßin, Meitzner (3)

