Mo, 08:08 Uhr
19.12.2005
nnz-Weihnachtsgeschichte (4. Teil)
Nordhausen (nnz). Heute setzen wir die diesjährige nnz-Weihnachtsgeschichte fort. Wir bedanken uns bei der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland und beim Autor Tom Deininger.
Der Weihnachtsabend – Teil 4
Die Mutter wischte sich noch eilig die Hände an der Schürze ab, nahm Jacob auf den Arm und folgten dem Vater in die Wohnstube. Dieser hatte den Kamin angezündet und die Kerzen am Baum erhellten warm den Raum. Anna konnte vor Spannung kaum noch schlucken. Wo war ihr Geschenk? Hatte der Weihnachtsmann ihren Brief bekommen, in dem sie beschrieb, wie sehr sie den neuen Schlitten und die neue Hose brauchte? Und war sie auch artig genug gewesen? In der Schule hatte sie immer gut aufgepasst und hatte sogar ein Lob im Schönschreibwettbewerb erhalten. Die Eltern waren sehr zufrieden gewesen.
Anna sah sich um: ihr Vater hielt gerade die Pfeife hoch, die Tim ihm geschnitzt hatte, natürlich mit Großvaters Hilfe, und die Mutter zeigte dem kleinen Jacob seine Holzlokomotive, die der Vater erst am Abend vorher noch rot angemalt hatte. Anna ging zum Lehnstuhl, unter dem sie die Kekse und die Milch für den Weihnachtsmann versteckt hatte und siehe da, der Weihnachtsmann hatte es gefunden und ihr zum Dank einen Schokoweihnachtsmann hingelegt. Anna hatte auch die Geschenke für die Eltern dort versteckt: eine Spange, die das Haar der Mutter zieren sollte und ein Päckchen Tabak für den Vater. Und für die Brüder hatte sie ein Schnitzmesser, denn das von Tim war schon ziemlich alt und zwei Tiere für den Holzzoo von Jacob.
Eine Kuh und ein Schwein. Anna holte die Geschenke, allesamt sorgfältig in rotes Seidenpapier eingeschlagen, hervor und überreichte sie an ihre Familie. Das war eine Freude zu sehen, wie sie die Sachen auspackten und dabei "ah" und "oh" riefen! Anna war so glücklich darüber zu sehen, wie die Geschenke den anderen gefielen, dass sie fast vergaß, selbst nach ihren Geschenken zu sehen.
Jacob hatte ihr ein Bild gemalt, einen Schneemann, Tim hatte ihr eine Tüte süßer Lakritze und zwei Lutscher gekauft, und die Mutter überreichte Anna ein Päckchen mit einer großen roten Schleife, in dem eine neue gefütterte Hose steckte. Anna freute sich riesig und dennoch war sie etwas betrübt. Kein Schlitten. Dabei hatte sie sich doch so sehr einen gewünscht. Vielleicht hatte der Weihnachtsmann ja nicht so viel tragen können oder vielleicht hatte der Schlitten nicht durch den Kamin gepasst.
Autor: nnzDer Weihnachtsabend – Teil 4
Die Mutter wischte sich noch eilig die Hände an der Schürze ab, nahm Jacob auf den Arm und folgten dem Vater in die Wohnstube. Dieser hatte den Kamin angezündet und die Kerzen am Baum erhellten warm den Raum. Anna konnte vor Spannung kaum noch schlucken. Wo war ihr Geschenk? Hatte der Weihnachtsmann ihren Brief bekommen, in dem sie beschrieb, wie sehr sie den neuen Schlitten und die neue Hose brauchte? Und war sie auch artig genug gewesen? In der Schule hatte sie immer gut aufgepasst und hatte sogar ein Lob im Schönschreibwettbewerb erhalten. Die Eltern waren sehr zufrieden gewesen.
Anna sah sich um: ihr Vater hielt gerade die Pfeife hoch, die Tim ihm geschnitzt hatte, natürlich mit Großvaters Hilfe, und die Mutter zeigte dem kleinen Jacob seine Holzlokomotive, die der Vater erst am Abend vorher noch rot angemalt hatte. Anna ging zum Lehnstuhl, unter dem sie die Kekse und die Milch für den Weihnachtsmann versteckt hatte und siehe da, der Weihnachtsmann hatte es gefunden und ihr zum Dank einen Schokoweihnachtsmann hingelegt. Anna hatte auch die Geschenke für die Eltern dort versteckt: eine Spange, die das Haar der Mutter zieren sollte und ein Päckchen Tabak für den Vater. Und für die Brüder hatte sie ein Schnitzmesser, denn das von Tim war schon ziemlich alt und zwei Tiere für den Holzzoo von Jacob.
Eine Kuh und ein Schwein. Anna holte die Geschenke, allesamt sorgfältig in rotes Seidenpapier eingeschlagen, hervor und überreichte sie an ihre Familie. Das war eine Freude zu sehen, wie sie die Sachen auspackten und dabei "ah" und "oh" riefen! Anna war so glücklich darüber zu sehen, wie die Geschenke den anderen gefielen, dass sie fast vergaß, selbst nach ihren Geschenken zu sehen.
Jacob hatte ihr ein Bild gemalt, einen Schneemann, Tim hatte ihr eine Tüte süßer Lakritze und zwei Lutscher gekauft, und die Mutter überreichte Anna ein Päckchen mit einer großen roten Schleife, in dem eine neue gefütterte Hose steckte. Anna freute sich riesig und dennoch war sie etwas betrübt. Kein Schlitten. Dabei hatte sie sich doch so sehr einen gewünscht. Vielleicht hatte der Weihnachtsmann ja nicht so viel tragen können oder vielleicht hatte der Schlitten nicht durch den Kamin gepasst.


