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Mi, 10:37 Uhr
23.03.2022
Energieministerium und Bauernverband wollen Solarenergie

Mehr Sonnenenergie auf ertragsschwachen Flächen

In Thüringen sollten landwirtschaftliche Flächen mit geringen Erträgen für Solarstrom nutzbar sein. Das Energieministerium will eine dafür vorgesehene Möglichkeit innerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nutzen...

Das ermöglicht Photovoltaikanlagen in sogenannten benachteiligten Gebieten, also auf bereits festgelegten ertragsschwachen landwirtschaftlichen Standorten. Dadurch ist es insbesondere auf Grünlandflächen möglich, die Flächen gleichzeitig für Landwirtschaft, z.B. durch Beweidung, und für die Energieproduktion mit Photovoltaikanlagen zu nutzen. Erhalten die Betreiber – das kann zum Beispiel ein Landwirt zusammen mit einer lokalen Bürgerenergie-Genossenschaft sein – einen Zuschlag, bekommen sie zusätzlich zur landwirtschaftlichen Nutzung für den generierten Ökostrom eine Einspeisevergütung. Gleichzeitig gilt es, wertvolles Ackerland für die Lebensmittelproduktion zu erhalten.

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Energieministerin Siegesmund: „Die Energiewende braucht viele Partner. Ich werbe in Thüringen darum, gemeinsam für die Energiesicherheit mehr zu tun. Solarmodule auf die Flächen zu stellen, die wenig landwirtschaftlichen Ertrag bringen, schafft einen finanziellen Mehrwert für die Landwirte und schützt gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen durch saubere Energie. Es ist angesichts der hohen Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland von großem öffentlichen Interesse, sich so schnell wie möglich von fossilen Importen unabhängig zu machen. Wir wollen die regionale Wertschöpfung erhöhen und den Landwirten Ertrag ermöglichen.“

TBV-Präsident Wagner: „Der Ausbau von PV bietet Potentiale für den landwirtschaftlichen Betrieb. PV-Anlagen können für den Landwirt eine Einkommensalternative sein. Es darf aber keine Konkurrenz zwischen Energie- und Lebensmittelproduktion geben. Der Ausbau muss in geordneten Bahnen realisiert werden, sodass die Flächennutzung sinnvoll ist und die landwirtschaftliche Nutzung, aber auch Natur und Landschaft bestmöglich Berücksichtigung finden. Bei jeder Investition müssen die Belange der betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe, aber auch die der Anwohner berücksichtigt werden.“

Sowohl Energieministerium als auch Bauernverband betonen, dass es viele geeignete Flächen für den PV-Ausbau gebe. Die benachteiligten landwirtschaftlichen Flächen, insbesondere das Grünland, können einen Beitrag leisten. Das Gros der Anlagen solle jedoch auf Dächern, versiegelten Flächen, auf Brache- und Konversionsflächen errichtet werden. Das Volumen der Futter- oder Lebensmittelerzeugung soll von PV-Anlagen auf benachteiligten Flächen nicht berührt werden. Landwirtschaft und Kommunen vor Ort gelte es an der Wertschöpfung zu beteiligen. Ebenso gelte es Projekte voranzutreiben, bei denen gleichzeitig Landwirtschaft und Energie-Ernte möglich seien (Agri-PV-Anlagen). Nur auf diesem Weg könne eine Akzeptanz für PV-Anlagen bei Landwirtinnen und Landwirten, aber auch bei den Anwohnern vor Ort erzielt werden.
Autor: red

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Kommentare
Kitty Kat
23.03.2022, 12:34 Uhr
Energiewende....ja aber
Irgendwie verwundert mich das alles gerade. Nachdem wir festgestellt haben, dass wir uns mit fast allem so sehr abhängig gemacht haben vom Ausland, ist Energiewende noch wichtiger als Ernährung des Volkes??? Klar, es geht hier um ertragsschwache Flächen....aber wieviel soll denn noch wegfallen zum Anbau von Essen???
Wenn ich mich im LK so umschaue, sind längst nicht nur schlechte Flächen mit Solar zugepflastert. Dazu die Flächen, in dem Fall gute, auf denen nur noch Mais für Biomethan angebaut wird. Fazit...beim Anbau von Essen setzen wir lieber weiter auf Abhängigkeit durch Importe und die Preise dafür. Man muss einfach nur modern genug denken, dann passt die Welt auch.
free Gigi
23.03.2022, 12:40 Uhr
nicht sinnvoll
anstatt konsequent Dachflächen welche eh da sind und kaum Nutzen bieten, mit PV zu bestücken, wird immer mehr wertvoller Acker- und Nutzfläche zugebaut.

Nun da der Weizen knapp wird, sind man die Auswirkungen...!
Kobold2
23.03.2022, 12:52 Uhr
Den Optimismus
Kann ich nicht teilen. Es zeichnet sich schon länger ab, das es nicht sinnvoll ist einen großen Teil unseres benötigten Nahrungsmittebedarfs, aus alles möglichen Ecken des Globusses herzukarren. Bevor man hier weiter landwirtschaftliche Nutzflächen zupflastert nehmt euch erstmal die vielen Quadratkilometer ungenutzter Dach und Hallenflächen vor.
Aber da hat man wohl Angst das der Gewinn zu niedrig ist.
Der jetzige Weg wird uns auf die Füße fallen...
Marino50
23.03.2022, 16:23 Uhr
Sonnenenergie
Wenn man im Sommer durch den Landkreis bzw. Thüringen fährt, sieht man nur noch Maisfelder. Mich würde interessieren, wieviel Prozent Strom, Gas oder.ä. erzeugt wird in unserer Biogasanlage. Es gibt keine Erdbeer- oder Kartoffelfelder mehr. Zucker- oder Futterrüben sieht man auch kaum. Apfel- und Kirschplantagen wurden beseitigt. Wir haben die GOLDENE AUE. Man hat sie mit Gewerbeflächen, die keiner haben will, kaputt gemacht.
Andi Macht
23.03.2022, 18:27 Uhr
Bauernverband schafft sich ab
Kein Wunder, dass dem Bauernverband die Mitglieder weglaufen. Ich kenne keinen meiner Berufskollegen, der diese Meinung vertritt. Solaranlagen gehören auf's Dach und gut ist! Selbst versiegelte Brachflächen, wie im Beitrag beschrieben, müssten eigentlich rekultiviert und der Natur zurück gegeben werden.
Und dies ist nicht die einzige Aussage des Bauernverbandes, welche nicht im Sinne der Landwirte ist. Für mich ist es keine Interessenvertretung mehr.
grobschmied56
24.03.2022, 00:25 Uhr
Man muß nur noch ein Verfahren...
... finden, die ganze schöne Solar-Energie im Sommerhalbjahr in Einkochgläser zu füllen, die man im nächsten trüb-naßkalten Dezember wieder freisetzen kann, um eine warme Stube zu bekommen.
Es gab da mal eine Truppe, die richtungsweisende Technologie entwickelt hat, um Licht in Säcken, Kisten und Eimern in ihr Rathaus zu tragen. Leider ging das Fachwissen weitgehend verloren. Forschen, Leute!
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