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So, 13:30 Uhr
13.03.2022
Rotmilan

Die Brutzeit hat begonnen

Die Rotmilane kehren in ihre Brutgebiete im Südharz zurück. Ihre Optionen nehmen leider immer weiter ab, teilt der Landschaftspflegeverband mit. Hier möchte man jetzt Abhilfe schaffen und den Raubvögeln unter die Flügel greifen...

Der Rotmilan, auch als Gabelweihe bezeichnet, ist ein Greifvogel, der ganz deutlich an seinem gegabelten Schwanz und dem rötlichbraunen Gefieder zu erkennen ist. Er durchstreift majestätisch den Himmel über der Agrarlandschaft auf der Suche nach Nahrung. Diese besteht vorrangig aus Kleinsäugern und Aas.

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Im März kommen die meisten Rotmilane aus ihren Winterquartieren im Süden Frankreichs und in Spanien zurück nach Deutschland. Hier sind sie auf der Suche nach einem Partner sowie einem geeigneten Brutplatz. Leider nehmen die Bestände hochwüchsiger Laubbäume in der freien Landschaft, welche als Brutplatz dienen können, immer weiter ab.

Der Rotmilan beginnt dieser Tage mit der Brut (Foto: Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser) Der Rotmilan beginnt dieser Tage mit der Brut (Foto: Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser)


Das Rotmilan-Projekt des Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser möchte dem entgegenwirken und neue Brutplätze für den Rotmilan schaffen. Es sollen noch bis März 2023 zahlreiche Bäume in der Agrarlandschaft gepflanzt werden, um zukünftige Horstbäume für den Rotmilan und auch andere Vogelarten zu etablieren.

Im Rahmen des Projektes sollen zudem die aktuellen Bruten geschützt werden. Hierfür werden einige Horstbäume mit einer Schutzmanschette ummantelt, um die Brut vor kletternden Prädatoren wie dem Waschbär zu schützen. So kann der Rotmilan ungestört seine zwei bis vier Eier ausbrüten. Leider ist der Rotmilan während der Brutzeit sehr störungsempfindlich.

Deshalb wird darum gebeten, im Zeitraum zwischen März und Juni im Umkreis von etwa 100 Metern um einen besetzten Horst keine schweren Arbeiten, insbesondere Forst- und Bauarbeiten, vorzunehmen. Eine starke Störung führt häufig zum Abbruch der Brut. Der Rotmilan ist in Thüringen bereits als gefährdet in der Roten Liste der Brutvögel eingestuft. Es muss alles getan werden, um seine Population zu erhalten.

Das Vorkommen des Rotmilans beschränkt sich fast ausschließlich auf Europa und etwa 50 % der weltweiten Population brütet in Deutschland. Somit haben wir eine besondere Verantwortung für den Schutz des Rotmilan.
Das Artenschutzprojekt wird über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und den Freistaat Thüringen finanziert und hat eine Laufzeit von Oktober 2021 bis März 2023. Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an den Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e.V. unter der 03631/4966979 oder per Mail an info@lpv-shkyf.de.
Autor: red

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Kommentare
Sinz2000
13.03.2022, 18:40 Uhr
Kahlschlag an der Helme
Derzeit werden im Bereich der Helme zahlreiche Bäume (meist Pappeln) gefällt und diese Bäume waren Brutplätze vom roten MIlan. Wer es sehen möchte, wenn man von Nordhausen nach Werther fährt, mal nach links schauen, zieht sich bis zur Reitanlage hin. Sicher sind die Arbeiten notwendig, aber warum jetzt im März, wo die Milane zurück sind, allein 4 Stück habe ich dort gesehen. Das hätte man im Winter machen können.
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