eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 10:00 Uhr
12.03.2022
Forum:

Frag nicht!

Ein ehemaliger Präsident (John F. Kennedy bei seiner Vereidigung) der Vereinigten Staaten sagte einmal: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ Eine neue Wochenend-Kolumne von unserem acto...


Aufgrund der Diskussionen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht verkündete die Jugendorganisation der Freien Demokraten vor ein paar Tagen lauthals, was die Mehrzahl unserer Jugendlichen denke und wonach sie handele. „Wir lassen nicht in unsere Lebensplanung eingreifen“.

Anzeige Refinery (lang)
Wir leben bekanntlich in einer Demokratie, in der sich jeder auf seine Meinungsfreiheit berufen kann. Aber nicht jede Meinung muss zwangsläufig richtig sein und ein Einzel- oder Gruppeninteresse wie oben genannt, stehen bekanntlich dem Gemeinwohl entgegen.

Wenn wir den Jugendlichen ihre Rechte gewähren lassen, sollten wir ihnen aber auch Pflichten abverlangen. Denn wer die vom Staat erbrachten Leistung wie zum Beispiel Bildung und Sicherheit genießt, sollte eine entsprechende Gegenleistung wie den Wehr- oder Zivildienst leisten. Nur wollen die oben Genannten diese Gegenleistung nicht erbringen. Beispielsweise kam es in einer Schule im Rahmen einer Diskussion zur Wiedereinführung von Wehrpflicht oder eines sozialen Jahres zu folgenden Aussagen: “Das dürfen die doch gar nicht“, gemeint war hier die Regierung, oder „Warum sollten wir freiwillig sowas machen“?

Ich möchte natürlich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es auch heute noch einige, wenn auch leider nur wenige, zuverlässige, engagierte und belastbare Jugendliche und junge Erwachsene gibt.

Aber grundsätzlich entspricht diese oben genannte Aussage genau den Erfahrungen, die nicht nur ich, sondern auch eine Vielzahl von Lehrern, Ausbildern oder Dozenten täglich machen müssen. Alle Vorteile unserer Spaßgesellschaft nutzen, sich stets auf Demokratie und eigene Rechte berufen, aber selbst nichts dafür leisten wollen.

Das ist so ähnlich wie bei „Fridays for Future“ mitmarschieren, aber ständig das neuste Handy kaufen, die neusten Klamotten tragen und täglich mit Opas Enkeltaxi von der Schule geholt werden. Hinzu kommt bei vielen noch eine notorische Selbstüberschätzung, verbunden mit einem nur in Ansätzen vorhandenem Halbwissen. Antworten auf Fragen in mündlichen Tests sind in der Regel vage und enden oft auf den Wortlaut „oder so ähnlich“. Es wird auch oft mit einer Gegenfrage geantwortet, „Meinen Sie…“? Diese mangelnde Leistungsbereitschaft fängt bereits in der Schule an und setzt sich über die Ausbildung oder Studium fort. Worte wie "Wozu muss ich denn so einen Mist lernen" müssen sich die Lehrer heute ständig anhören. Ich habe den Eindruck, wir sind zu einer dekadenten egoistischen Spaßgesellschaft verkommen.

Im Unterricht wird nicht aufgepasst und der Stoff zu Hause auch nicht wiederholt. Die Prüfungsergebnisse sind dann entsprechend ernüchternd, wirklich gute oder gar sehr gute Ergebnisse sind die Ausnahme. Auch war die Anzahl der Abbrecher in der Ausbildung und im Studium noch nie so groß wie heute. Zum Glück gibt es die Pandemie. Auf die kann man alles schieben und wenn etwas nicht nach Plan läuft, wird gleich das Handtuch geworfen. Man geht einfach nicht mehr hin und wenn jemand anruft, geht man eben auch nicht ans Telefon. Man fühlte sich schließlich „gemobbt“.

Was es bedeutet, wenn Frieden und Demokratie in Frage gestellt werden, erleben wir aktuell gerade am Rande Europas. Erst jetzt wird jedem wieder bewusst, wie zerbrechlich diese, für uns selbstverständlichen Dinge sind. Um diese zu bewahren, müssen wir etwas leisten, auch unsere Jugendlichen. Da sind wir aber wieder bei dem Problem. Wer unserer Jugendlichen ist wirklich bereit etwas zu leisten, wenn dieses nicht mit Spaß, sondern mit Anstrengungen verbunden ist?

Ein Jahr dem Staat zu dienen, als Gegenleistung für Sicherheit und Bildung, sollte für jeden jungen Menschen in unserem Land selbstverständlich und Pflicht zugleich sein. Das kann, muss aber nicht zwangsläufig in der Bundeswehr sein. Pflegeheime und andere soziale Einrichtungen benötigen auch dringend Personal. Außerdem fördern diese Tätigkeiten das Gemeinwohl, sowie Sozialkompetenzen und Verantwortungsbewusstsein der jungen Leute.

Erst durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine haben wir die Defizite in unserem Gesundheitssystem und in unserer Landesverteidigung bemerkt. Jetzt werden Gegenmaßnahmen ergriffen. Wann reagieren wir endlich auf die eklatanten Defizite in der Erziehung und der Bildung?
acto, der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Autor: psg

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Warren
12.03.2022, 10:06 Uhr
Es wird erzählt
das Gemeinwohl war nie größer als jetzt
Audio
12.03.2022, 10:34 Uhr
Ich stimme acto vorbehaltlos zu !
Ich wäre auch für eine einjährige "Soziale Hilfspflicht" und nicht für eine neue Wehrpflicht.
Wer das Kriegshandwerk lernen möchte, sollte das freiwillig tun.
Im Hinblick auf die kriegerische Vergangenheit Deutschlands hätte ich mir gewünscht, dass die Bundesrepublik sofort nach der Wiedervereinigung aus der NATO raus und in die Neutralität gegangen wäre. Das hätte uns besser zu Gesicht gestanden und wäre vor allem nicht so riskant für unsere Bürger, die wieder mal voll in ein Kriegsgeschehen einbezogen werden.
Marino50
12.03.2022, 10:35 Uhr
Frag nicht...
...ein sehr guter Artikel. Aber wer ist überhaupt in der Lage, die "Karre aus dem Dreck" zu ziehen. Der Wehrdienst hatte ja auch noch einen guten Nebeneffekt. Es wurde ein soziales Verhalten gebildet, sprich: Es wurde Ordnung gelernt und auch Vertrauen zu den Kameraden aufgebaut. Heute gibt es kaum noch soziales Verhalten, weder in der Schule, noch später im Berufsleben. Es gibt Mobbing ohne Ende und viele zerbrechen daran. Kameradschaft und soziales Verhalten ist aber sehr wichtig. Man braucht da nur einmal Feuerwehrangehörige zu fragen. Hier muss sich einer auf den anderen voll verlassen können.
Aber vielleicht ist das ja alles gar nicht gewollt und gewünscht von Seiten des Staates. Wenn ich die "Coronafolgen" unter den Menschen betrachte, ist nichts mehr von Zwischenmenschlichkeit da. Es ist ein riesiger Zwiespalt entstanden. Und gleiches setzt sich jetzt fort im Ukrainekrieg. Hat jemand auch nur annähernd eine andere Meinung, wird er geächtet bis hin, dass er den Job verliert oder vertrieben wird.
Die Gesellschaft ist voller Hass. Das ist einfach nur traurig. Ungeimpfte erhalten die Kündigung oder werden genötigt. So etwas hat es noch nie gegeben.
Ich jedenfalls bin für eine Wehrpflicht bzw. Polizeibeamtenlaufbahn oder eben Zivildienst. Nur so können Jugendliche Persönlichkeiten werden, die anderen gegenüber Respekt erweisen.
Leser X
12.03.2022, 11:05 Uhr
Dann gehen Sie doch hin und machen mit
Jeder, der in sich Kriegsgeilheit verspürt, kann sich doch an der Front auf der einen oder anderen Seite gern zur Verfügung stellen. Es werden ja gerade Hobbykrieger (Söldner) dringend gesucht.

Für alle anderen gilt: Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

Ich nutze alle Gelegenheiten, in Gesprächen meine tiefe Überzeugung des Pazifismus zu vermitteln. Davon hält mich kein Biden, kein Scholz, kein Selenski, kein Melnyk und kein Putin ab.

Die eigentlichen Verbrecher sind all die Leute, für die Krieg plötzlich wieder eine Option zur Fortsetzung ihrer Hasspolitik darstellt. Und zwar auf beiden Seiten der Front.

Mein Aufruf an alle jungen Männer: lasst euch nicht zum Kanonenfutter machen!
Echter-Nordhaeuser
12.03.2022, 11:07 Uhr
"Warum sollten wir freiwillig sowas machen!?“
Was hat den der Staat aus unserer Jugend gemacht zumindest was "männliche" betrifft Muttersöhnchen, Umweltaktivisten usw usw.
Wir diskutieren über Gendern, über Divers und anderen Gedöns aber was wirklich wichtig ist lässt man außen vor. Das war damals der größte Fehler was der Staat machen konnte die Wehrpflicht abzuschaffen und das nächste wird sein die Grenzkontrollen. Zur Lebensplanung, als wenn die Jugend heute noch ein Plan hat. Komme ich heute nicht komme ich morgen.
Ra1n3R
12.03.2022, 11:31 Uhr
Sich Pazifist nennen
und wie immer "gegen Alles & Jeden" mosern, ohne auf Inhalte einzugehen, dass fällt einzelnen Kommentatoren hier immer leicht.
Die Wehrpflicht war schon vor ihrer Abschaffung kein Zwang für den Dienst an der Waffe! Wer das nicht wollte hatte Ersatzmöglichkeiten und daran ändert sich auch an dem neuen Gedankenspiel nichts. Die Bundeswehr besteht auch nicht nur aus Mordlüsternden Waffennarren, die sich nur am heimischen Bett Kerben für jeden "Kill" einritzen wollen! Zubereitete Verpflegung wird zum Beispiel auch nicht von McDonalds geliefert, Kommunikation wird nicht durch die Telekom bereitgestellt, es gibt unzählige Tätigkeiten bei der Bundeswehr, bei denen Soldatinnen und Soldaten nach der Grundausbildung (außer im Training) nie einen Schuss abfeuern.

Und wenn man sich schon selbstbeweihräuchernd "Pazifist" nennt (nur um einmal wieder Alles & Jeden im den Dreck ziehen zu können), was spricht denn für diese Pazifisten denn gegen Wehrersatzdienste? Auch da gibt es unzählige Beispiele für Tätigkeiten, bei denen die einzigen Waffen vllt Löffel, Gabel, Messer sind. Aber Hey, soziale Dienste sind einfach Scheisse, Hauptsache man hat erstmal wieder seinen Frust hier ausgekübelt. :-/
free Gigi
12.03.2022, 12:15 Uhr
Selten bis kaum
aber da stimme ich X zu.

Anstatt 100Mrd. in Rüstung, lieber in Bildung investiert, denn das würde vielmehr aktuelle wie auch zukünftige Probleme lösen.

Auch ich habe mal gedient aber warum sollte ich für vorwiegend senile alte Männer MEIN Leben riskieren nur weil diese nicht in der Lage sind, IHRE Probleme zu lösen?
Fischkopf
12.03.2022, 12:35 Uhr
diese weich gekochen Bubis
von heute können froh sein, das wir keine DDR Zeiten mehr haben.

Aber leider sieht und merkt man auch, das mit denen jetzt kein Krieg zu gewinnen ist.

Hauptsache Panzer umbauen, damit schwangere in den Krieg ziehen können und Militärfahrzeuge in rosa und mit Einhorn rumfahren lassen.

Deutschland schafft sich wirklich ab und für so eine Bundeswehr kann man sich nur noch schämen.
Peperoni
12.03.2022, 13:07 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Verstoß gegen AGB
Wernernaumann
12.03.2022, 13:21 Uhr
An die Waffen
Ich musste mir die Augen reiben als ich den Artikel las. Jeden Nachbarn als Feind zu sehen steht nur im Buch der Dummheit auf Seite 1. Mal waren die Franzosen Feinde, mal die Polen, mal die Amis und die "Bonner Ultras" , usw. Jetzt sind sie Freunde. Die Waffenlobbyisten und die die am Krieg verdienen werden es schon wieder richten wer Freund und wer Feind wird. Dazu braucht man Zwang um genügend junge Menschen dazu zu bringen loszuziehen. Jetzt sind die Russen der Feind um Wehrpflicht zu begründen, Milliarden sind auf einmal da um die Armee perfekt auszurüsten. Und irgendwann braucht man wieder einen Feind, Vielleicht wieder die Franzosen,Polen, oder der Rest der Welt um den neuen Feinden zu zeigen wer das Sagen hat. Alle wollen Frieden und jeder hat Angst vor dem Nachbarn. Man läuft wie ein Hamster im Kreisrad und denkt nur das Irgendwann das Rennen aufhört.
sima
12.03.2022, 13:50 Uhr
Einer der besten Artikel die je in der nnz
veröffentlicht wurden, kann dem oben geschriebenen vorbehaltlos zustimmen. Leider erleben wir die Schilderungen mehr oder weniger jeden Tag an den eigenen Kindern, obwohl wir ihnen was anderes vorgelebt haben und gegen den allgemeinen Trend versucht haben sie anzuhalten.
Herr Taft
12.03.2022, 14:31 Uhr
Ich finde...
... diese Aussage :

"dass es auch heute noch einige, wenn auch leider nur wenige, zuverlässige, engagierte und belastbare Jugendliche und junge Erwachsene gibt..."

irgendwie falsch. Woher nimmt der Autor diese Erkenntnis? Jugendliche machen einen Wandel durch...nennt sich Pubertät und war schon immer so. Wer so ein rotziges, lustloses Pubertier daheim hat, weiß was ich meine. Im Normalfall ist das Thema mit 18 oder 19 ausgestanden. Es liegt in erster Linie an den Eltern. Wer seine Kinder fordert, ihnen aber auch eine gewisse Provlemlösungskompetenz zutraut wird erleben, wie engagiert junge Leute sein können... Allein mit Druck und Zwang erreicht man in den meisten Fällen nix, da sind die Pubertierer wie manche Kommentatoren hier: "gegen alles, was von mir verlangt wird."

Nichtsdestotrotz, die Wehrpflicht empfand ich für mich persönlichkeitsbildend und durchaus interessant. Über Sinn oder Unsinn der einzelnen Ausbildungsstadien dürfte man natürlich nicht nachdenken... Aber wer jede Herausforderung für sich sportlich nahm hat die 12 Monate gut herumgebracht... Ich könnte meine BMK heute noch- etwa 20 Jahre später-im Schlaf bedienen...
DDR-Facharbeiter
12.03.2022, 15:40 Uhr
Strassenfeger oder Schlipsträger?
Strassenfeger oder Schlipsträger? Das tonangebende Familienmitglied sagte in den Jahren nach dem Krieg zum versetzungs-gefährdeten Volksschüler:"Wenn Du so weiter machst, wirst Du nie in einem  Büro arbeiten dürfen." Die Familie, die Nachbarn, die Sportkameraden - sie liessen  leistungsschwache Jugendliche  spüren:
"Ohne Leistung bist Du eine halbe Portion". Keine Institution ausser dem Arbeitsamt befasste  sich mit schwacher Motivation. Nach einem Jahr ohne Arbeitswillen wurde man damals ausgesteuert. Im Prinzip :"Du bist unten. Ab unter die Brücke".?.. Wer mehr  als die Primär-Bedürfnisse Essen, Trinken und Wohnen befriedigen will, muss dafür arbeiten. Wer das höhere  Bedürfnis nach Sozialem Ansehen hat, muss sich dafür gewaltig ins Zeug legen. Mit der Zeit begriffen einige von uns , dass man ohne gute Noten in der Lehre , am Arbeitsplatz und in der Schule nicht zu Ansehen und höherem Lohn kommt. 
Der Drang zu höherem sozialen Ansehen zwang zum Lernen und zu sorgfältiger Arbeit. 
"Mach immer mehr, als man von Dir erwartet".  Damit kann man hoch steigen bis zur Grenze seiner geistigen Leistungsfähigkeit.
Bundeswehr oder Ersatzdienst oder Gammeln? Ein Sohn mit Schrauber-Drang ging zum Militär, weil ihm eine Anlehre zum Kfz-Schlosser geboten wurde. Eine Cousine ging zum Militär, weil ihr eine kostenlose Ausbildung zur EDV-Technikerin geboten wurde. Ein Sohn ging in eine REHA-Klinik, weil ihn Medizin-Technik interessierte. 
Das Gammeln endete in Alkohol-Abhängigkeit...
Das waren immer private Motive.
Den Stolz aufs eigene Land mit den eigenen Wurzeln bekommt man spätesten dann ,
  wenn man seine  Heimat und seine Menschen gegen ungerechtfertigte Angriffe in Schutz nehmen muss. 
Peperoni
12.03.2022, 15:57 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Agnar
12.03.2022, 19:45 Uhr
Zustimmung
Im Grunde stimme ich acto zu, zumindest dem Teil, der unsere Jugend darstellt. "Erst durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine haben wir die Defizite in unserem Gesundheitssystem und in unserer Landesverteidigung bemerkt". Das sehe ich ganz anders. Wie unser Gesundheitssystem, auch mit einem Herrn Lauterbach, systematisch kaputtgespart wurde, hatte und habe ich jeden Tag vor Augen. Ein fast leeres Krankenhaus, Schließung von über zwanzig davon während der schlimmsten Pandemie ever, die Europa gesehen hat. Von überteuerten Medikamenten will ich gar nicht reden. Facharzttermine, mußt du warten, wenn du kein Privatpatient bist. Das Krankenhaus als auf Profit orientierter Betrieb ist wohl alles Andere, als für den Patienten nützlich. Warum wurde die Wehrpflicht ausgesetzt? Ursprünglich wurde ja immer darauf hingewiesen, die Armee ist Teil des Volkes, als Staatsbürger in Uniform. So sollte der Willen des Volkes eingebracht werden. Art. 87a des Grundgesetzes sieht vor:(1) Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Bereits zur Jahrtausendwende war unser Land nur von Freunden umgeben. Wozu also Wehrpflicht? Man hatte damals aber schon viel weitreichendere Pläne, wie die Freiheit des deutschen Volkes am Hindukusch zu verteidigen. Das lässt sich aber mit Wehpflichtigen nicht so einfach realisieren, mit Profis (also Söldnern) schon eher. Da stimme ich Leser X voll zu. Wer also meint, unsere Freiheit müsse in der Ukraine verteidigt werden, nur zu. Ja, Herr Lehrer Schnauz, die Wehrpflicht empfanden Sie ja persönlichkeitsbildend und durchaus interessant, vielleicht könnten Sie als Ausbilder dieser vielen, zuverlässigen, engagierten und belastbaren Jugendlichen die Grundlage für eine erfolgreiche Verteidigung unseres Landes schaffen, denn Sie wissen ja, Frag nicht!, sondern mach etwas - für unser Land.
sima
13.03.2022, 07:28 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Drusel
13.03.2022, 11:13 Uhr
Toll geschrieben!
Danke für diesen Beitrag, wahre Worte. Dem ist nur hinzuzufügen, daß die Wehrpflicht nach wie vor gesetzlich verankert ist, aber seit 2011 ausgesetzt ist.
Game Over
13.03.2022, 12:20 Uhr
Lachhaft
dieser Deutsche Staat ist es nicht wert von mir verteidigt zu werden.
Diesen Staat sind wir alle egal nur dann nicht wenn's ums Geld geht.
Dieser Staat ist das aller letzte und das wird mir Tag für Tag bewiesen.
Fazit ich würde lieber für Russland in den Kampf ziehen als für den Deutschen Staat.
Ja ich bin Deutscher, aber mittlerweile hab ich die Nase gestrichen voll.
Mietpreis Explosionen, Steuerabgaben bis ins Ultimo, Lebensmittel Preise und zum guten Schluss die seit kurzen mega Spritpreise.
Lindner und Konsorten sehen kein Anlass zum Handeln.
Genau das Volk kann gedängelt werden weil das Volk im dornröschen Schlaf liegt.
Also lieber Deutscher Staat verteidige dich wer will ich NICHT.
mich
13.03.2022, 13:19 Uhr
solange
wir Kriegsgerät herstellen und auch verkaufen, ja sogar vielleicht wieder selber gebrauchen, wird es keinen Frieden geben. Wir sind alle ein Menschen, egal welcher Rasse, welchem Geschlecht wir angehören und alle wollen in Frieden leben, selbst die, welche Waffen herstellen.
Warum jetzt wieder diese Wahnsinnsaufrüstung, das Kriegsgerassel mit Drohungen?
So wird es niemals Frieden geben.
UND: ALLE GRENZEN SIND NUR WILLKÜRLICH GEZOGEN....VON MENSCHEN !!!!!

Jeder der hier von Feinden spricht oder schreibt ist sich selber ein Feind.
Darüber lohnt es nach-zudenken und bei sich erst mal den Feind im Inneren zu beruhigen. Dann braucht er im Außen keine Feindseligkeiten mehr austauschen.
Dirk67
13.03.2022, 14:30 Uhr
Wehrpflicht - Nein Dank!
Ich habe 18 Monate meiner Jugend sinnlos für die Wehrpflicht opfern müssen. Zum Glück blieb meinen Söhen dieser Schwachsinn erspart. Ich hätte lieber in den 18 Monaten gearbeitet. Wir brauchen keine Wehrpflicht! Wer kämpfen will oder einen Militärdienst ausüben will, soll dies freiwillig tun.
Ihr Meinung über Jugendliche lässt darauf schließen, dass Sie keine persönlich kennen.
nur_mal_so
13.03.2022, 17:27 Uhr
@game over
Verzeihung, ich muss nachfragen:
"Fazit ich würde lieber für Russland in den Kampf ziehen als für den Deutschen Staat"

Im Ernst? Sie würden jetzt lieber in der Ukraine auf Leute schießen als hier in Deutschland die Sonntagsnachmittagssonne genießen? Können Sie das bitte nochmal wiederholen?
HisMastersVoise
13.03.2022, 19:34 Uhr
Der Staat bin ...?
Was glauben eigentlich die Menschen da draußen, wer der Staat ist. Und warum man diesem Staat nicht vertrauen oder für ihn leisten sollte. Genau solche Thesen sind das Ergebnis einer völlig verdrehten Sichtweise auf unser Heute. Der Staat ist doch wohl jeder einzelne Mensch darin. Der Staat ist die Infrastruktur, welche jeder Bürger täglich nutzen kann. Und der Staat sind unsere Gesetze und Regeln, welche ein zivilisiertes Miteinander ermöglichen. Und deswegen hat jeder hier neben seinen demokratischen Rechten auch die Pflichten. Leider sind bei der immer mehr um sich greifenden Egomanie die Erkenntnisse um die Zusammenhänge eines demokratischen Staates in Vergessenheit geraten. Unsere Demokratie und Freiheit sind kein All-You-Can-Do Buffet. Und soziale Verantwortung scheint in den letzten Jahren doch sehr stark verloren gegangen zu sein. Und ein soziales Jahr ist für jeden junges Staatsbürger eine Bereicherung für seinen Entwicklungsprozess. Deswegen hatte Kennedy sehr recht mit seinem Aufruf.
Daher sollte sich jeder hier tatsächlich genau überlegen, ob er in dem Organismus Staat Muskel oder Hirn oder doch nur Blinddarm ist. Denn es ist nicht der Staat, der den Egoismus ertragen muß. Es sind die Mitmenschen, welche Tag für Tag für ihre Nächsten und damit auch für uns alle schaffen und leider auch für die Blinddärme.
Wie Bitte
13.03.2022, 21:39 Uhr
"Lieber für Russland in den Kampf als für Deutschland!"
Nun ja, liebes GameOver, falls Sie zu den Montagsspaziergängern gehören sollten, welche das Leben in Deutschland ja als ebenso unlebenswert finden wie Sie: probieren Sie doch mal in Russland "spazieren zu gehen". Dort können Sie nicht mit den bewaffneten Polizisten scherzen, welche die Autos für Sie anhalten, damit Sie sicher spazieren. Da landen Sie selbst in einem Auto, eins mit Gittern.
Und: Russland zieht gerade in den Kampf, in einen Angriffskrieg. In der russischen Armee zu sein bedeutet gerade, Ukrainer zu töten. Haben Sie da Lust drauf? Stellen Sie sich das toll vor?

Ich möchte mein tiefempfundenes Unverständnis äußern, wie man derart gedankenlos sein und das noch in die Welt hinaus posaunen kann. Und "gedankenlos" meine ich gar nicht, doch alles andere hätte ich nicht schreiben dürfen.
Game Over
14.03.2022, 09:30 Uhr
Ja ja
genau das habe ich erwartet und nichts anderes.
Was haben irgendwelche Spaziergänger mit meinen Text zutun?
Das müssen Sie mir mal erklären.
Das zeigt mir wie intellektuell es hier zugeht.
Nur zum Verständnis linkes Gedankengut:NEIN
rechtes Gedankengut:NEIN.
Spazieren gehe ich nur mit meiner Familie.
Und falls es Ihnen nicht bekannt ist im Krieg schießt der eine auf den anderen, dass könnten Sie schon wissen.
Wenn ich geschrieben hätte ich ziehe lieber für die Ukraine in den Krieg als für Deutschland hätte ich wohl Applaus bekommen?
Dieser Deutsche Staat ich wiederhole Achtung ist es nicht Wert von mir verteidigt zu werden gegen wen auch immer.
Aber lassen Sie sich gern weiter vom öffentlich Rechtlichen die letzten Hirnzellen versilbern.

ENDE!
nur_mal_so
14.03.2022, 12:37 Uhr
@GameOver
Bitte deeskalieren Sie sich etwas.
Meine Frage bezog sich lediglich darauf, dass in der russischen Armee zu sein derzeit bedeutet, in der Ukraine Krieg zu führen. Und dass man im Krieg aufeinander schießt: ja, klar, aber die Ukrainer wollten das nicht: Sie, als Angehöriger der russischen Armee, in welche Sie sich wünschen, wären Teil einer Aggressionsarmee. Sie würden auf Menschen schießen, die nicht darum gebeten haben, zurückschießen zu müssen.
Diese Überlegung sollte Teil der Aussage sein, "ich will für Russland in den Krieg ziehen". Sie haben diese Überlegung offensichtlich nicht angestellt.

Von "rechts" oder "links" hat niemand was geschrieben, und, wenn ich das richtig sehe, war auch die Nachfrage von "wie bitte" eine Nachfrage: "Gehen Sie spazieren?", weil die Spaziergänger Deutschland ja auch als diktatorischen Unrechtsstaat empfinden wie Sie. Ein einfaches "nein" hätte da gereicht.
Wenn Sie in Russland leben wollen, ist das doch völlig okay. Ich geben nur zu bedenken, dass dort gestern eine Frau verhaftet wurde, weil sie ein leeres Blatt Papier in die Höhe hielt. Wenn Sie lieber für einen solchen Staat in den Krieg ziehen wollen sei Ihnen das natürlich völlig unbenommen.

Hier, in diesem Artikel, geht es um die deutsche Wehrpflicht, die als Alternative immer noch auch den Zivildienst bietet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Russland das auch bietet, da müsste ich jetzt googlen. Mach ich aber nicht, weil ich gern in Deutschland lebe. Hier kann ich zumindest hochhalten, was immer ich will - und Sie ebenfalls.
Wie Bitte
14.03.2022, 13:03 Uhr
"Frage, was du für dein Land tun kannst"
bedeutet auch, sich im Bundesfreiwilligendienst einzubringen. Niemand muss eine Waffe bedienen. Das sollte auch so bleiben. Die Armee sollte, meiner Meinung nach, eine Berufsarmee bleiben.
Deutschland ein Jahr etwas zurückzugeben als Zivi oder BuFDie für all das, was es uns ermöglicht sollte möglich sein, und wäre es auch wert.

Man muss nicht mit allem einverstanden sein in Deutschland. Auch ich bin das nicht.
Aber was uns Deutschland allein an Meinungsfreiheit ermöglicht: hier kann man zum Beispiel öffentlich sagen und schreiben, dass Deutschland das Allerletzte ist, und man auf keinem Fall zum Dienst an der Waffe bereit sei.
Ich will nicht darauf herumreiten, aber: versuchen Sie das doch mal in jenem Land, das als angeblich positives Gegenbeispiel genannt wurde und gerade ein Nachbarland entfernt Krieg führt.

Wenn die vorangegangene Bildung es endlich wieder ermöglichen würde, dass nicht erst im Zivildienst damit begonnen werden muss, Jugendliche mit Arbeit zu fordern, ihnen Einsatz abzuverlangen und Ergebnisse, ja, wenn man ihnen nicht selbst Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erst mit 18 Jahren beizubringen anfangen müsste, dann wäre ein Jahr Zivildienst eine gute Sache. Zur Zeit ist das aber illusorisch.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)