eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 07:35 Uhr
18.03.2022
Zum heutigen Welttag des Schlafes:

In Deutschlands Betten geht es laut her

Den Menschen in Deutschland ist die Nachtruhe hoch und heilig? Von wegen! In 66 Prozent der Betten geht es nachts laut her. So viele geben in einer repräsentativen IPSOS-Umfrage im Auftrag des Fachlabors Orthos an, dass sie selbst oder ihr Partner schnarchen...

Grafik zum Schlafreport (Foto: Orthos) Grafik zum Schlafreport (Foto: Orthos)

Darunter kann nicht nur die Schlafqualität des Bettnachbarn stark leiden, sondern auch die Gesundheit des Schnarchers. Viele Paare landen daher in getrennten Betten. Das muss nicht der einzige Weg zu erholsamem Schlaf sein!

Wenn das Schnarchen einem den Schlaf raubt
Wer ruhig und tief schlafen kann, wacht erholt auf und ist tagsüber fit und konzentriert. Weniger als zehn Prozent sagen, dass sie sehr gut schlafen, etwa ein Drittel der Deutschen gibt an, dass ihre Schlafqualität gut ist. Über 50 Prozent schlafen also nur mittelmäßig bis sehr schlecht. Doch wie beeinflusst das Schnarchen den Schlaf? Jeder Vierte fühlt sich durch die eigenen Schnarchgeräusche bzw. das Schnarchen von der anderen Betthälfte nicht gestört (26,5 Prozent und 24,3 Prozent). Die Mehrheit ist da allerdings nicht so unempfindlich: Die Hälfte der Befragten, deren Partner oder Partnerin schnarcht, wacht mehrmals nachts auf (52 Prozent). Aber auch 30 Prozent der Betroffen selbst geben an, dass ihr Schnarchen sie mehrmals in der Nacht weckt und sie tagsüber unter Müdigkeit und Konzentrationsschwäche leiden (25,2 Prozent). Das kann die Gesundheit gefährden, da die erholsame Tiefschlafphase, die wichtig für die Regeneration des Körpers ist, oft nicht erreicht wird. Schlafmangel begünstigt unter anderem Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck.2,3 Gleiches gilt für Atemaussetzer, die bei einer sogenannten obstruktiven Schlafapnoe auftreten und die Sauerstoffversorgung des Körpers immer wieder unterbrechen. Bleiben sie unentdeckt und damit unbehandelt, steigt das Risiko für Tagesschläfrigkeit, Herz-Kreislauf-Störungen und Schlaganfälle.

Anzeige symplr (1)
Alter und Ehebett – entscheidende Faktoren beim Schnarchen
Grundsätzlich bestätigen die Umfrageergebnisse das gängige Klischee, dass Männer häufiger schnarchen. Und auch das Alter stellt einen Risikofaktor dar: Während in der Altersgruppe der 16- bis 34-Jährigen nur 13 Prozent angeben, hin und wieder zu schnarchen, sind es bei den 35- bis 54-Jährigen schon mehr als doppelt so viele mit gut 29 Prozent. Blickt man auf die Gruppe 55+, schnarchen hier sogar 31 Prozent hin und wieder. Und gerade in den Ehebetten ist Schnarchen ein häufiger Störfaktor: 28 Prozent der verheirateten bzw. in einer Partnerschaft lebenden Menschen geben an, dass sie beide schnarchen. Das nehmen bereits 69 Prozent aller in Partnerschaft lebenden Menschen zum Anlass, in getrennten Betten zu schlafen. Zwei Drittel der Gesamtbetroffenen wollen allerdings trotzdem nicht alleine schlafen.

Was hilft gegen den Beziehungskiller?
Aber was ist, wenn das Schnarchen nicht nur für Krach im Bett, sondern auch in der Beziehung sorgt? Dann muss Abhilfe her: Doch den medizinischen Weg ins Schlaflabor haben 69 Prozent der Schnarcher noch nicht auf sich genommen. Einige probieren stattdessen eher Maßnahmen wie die Einschränkung des Alkohol- und Tabakkonsums (19,4 Prozent) sowie eine Reduktion des Körpergewichts (18,3 Prozent). Auch mit speziellen Nasensprays (9,9 Prozent) oder -clips (8,3 Prozent) wird versucht, wieder Ruhe in die Schlafzimmer zu bringen. Jedoch waren diese Methoden nur bei 13 Prozent dauerhaft erfolgreich.

Der Zahnarzt sorgt für ruhige, erholsame Nächte
Was die meisten noch gar nicht kennen: Sogenannte Unterkieferprotrusionsschienen. Diese „Anti-Schnarchschienen“ halten den Unterkiefer beim Schlafen vorn, sodass der Rachenraum offen bleibt und der Atem frei fließen kann. Der Zahnarzt passt diese Schienen individuell an und stimmt die Therapie in Zusammenarbeit mit einem HNO- oder Schlafmediziner ab. Das kieferorthopädische Fachlabor Orthos bietet sechs verschiedene Ausführungen von Schlafharmonie-Geräten an. Alle werden individuell angefertigt und lassen sich stufenlos verstellen – für ein angenehmes Tragegefühl und gesunden Schlaf. Unter bestimmten Voraussetzungen sind zahnärztliche Protrusionsschienen seit 2022 Kassenleistung.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Alex Gösel
18.03.2022, 10:18 Uhr
Deutschlands Betten
Ach, es geht ums Schnarchen und ich dachte schon es ist wegen etwas anderem in Deutschlands Betten so laut...
geloescht.20250302
18.03.2022, 12:22 Uhr
Als Betroffener...
...muss ich leider eine gewisse Oberflächlichkeit im Artikel konstatieren.

Erstens nützen bei echten Kampfschnarchern in einer kleineneren Wohnung getrennte Betten und geschlossene Türen nichts (Und Watte in den Ohren ist einem gesunden Schlaf auch eher abträglich), zweitens kann das nächtliche Schnarchkonzert auch Nachbarn belästigen und drittens wird die Gefährlichkeit der Schlafapnoe nicht ausreichend thematisiert.

Die geschilderten Müdigkeits- und Abgeschlagenheitssymptome sind als Dauerzustand gefährlich und therapiebedürftig.

Deshalb beim Auftreten selbiger unbedingt zum Hausarzt und eine Überweisung zum HNO holen. Der verpasst einem erstmal ein Messgerät für eine Nacht im eigenen Bett und anschliessend beim Auftreten von Atrmaussetzern eine Einweisung ins Schlaflabor für 2 Nächte inklusive Anpassung und Druckeinstellung eines CPAP-Schlafgerätes.

Alternative wäre auch eine Straffung des Gaumensegels unter Vollnarkose. Bei manchen Patienten hilft das. Allerdings müssen dann auch die Mandeln entfernt werden, weil die reine Gaumensegelstraffung als kosmetische Operation gilt und von den Kassen nicht finanziert wird.

Ergänzung: Schnarchen ohne Atemaussetzer gilt als "Kosmetisches Problem". Bedeutet: Ohne Apnoen auch keine OP oder CPAP-Schlafmaske.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)