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Mo, 07:05 Uhr
05.12.2005

Verwirrspiel geht weiter

Nordhausen (nnz). Am Mittwoch will der Stadtrat von Nordhausen eine Erklärung zum Erhalt des Südharz-Krankenhauses abgeben. Gleichzeitig aber sollen Bürgschaften für das Haus gekündigt werden und hinter den Kulissen geht das Verwirrspiel munter weiter.


In der Nordhäuser Sozialdemokratie regte sich in der vergangenen Woche der erste Unmut über die Vorgehensweise von Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) in punkto Krankenhaus, vor allem aber in Richtung Geschäftsführer Antonius Pille. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) möge ihn ein wenig zurücknehmen, heißt es da intern. Ein erster zaghafter Ausdruck dessen war vor einer Woche der Brief von Dr. Klaus Gebhardt.

Auch der Aufsichtsrat der Südharz-Krankenhaus gGmbH macht mobil. Am letzten Tag des vergangenen Monats traf sich das Gremium zu einer außerplanmäßigen Sitzung. Einziger Tagesordnungspunkt waren nach nnz-Informationen die „bestehenden Spannungen und Irritationen“. In einem von den anwesenden Mitgliedern einstimmig beschlossenen Brief bittet der Aufsichtsrat Frau Rinke, „Herrn Bürgermeister Jendricke von dieser Aufgabe zu entbinden“. Gemeint ist die Vertretung der städtischen Angelegenheiten des Bürgermeisters in punkto Krankenhaus. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, so die Begründung, dass es zwischen ihm und Jendricke kein Vertrauensverhältnis mehr geben kann. Hingegen hat der Aufsichtsrat der gGmbH Pille sein Vertrauen ausgesprochen.

Die Stadt Nordhausen als Minderheitsgesellschafter hat wiederum dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass die Tagesordnung der nächsten Gesellschaftersitzung umfänglich zu ändern sei. So sollen mehrere Beschlüsse vorbereitet werden. Unter anderem soll der Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums (A. Pille) abberufen und ein neuer berufen werden.

Und dann wird dem Verwirrspiel noch gänzlich die Krone aufgesetzt: Eigentlich – so sollen die städtischen Juristen herausgefunden haben – gibt es ja überhaupt keinen Aufsichtsrat der gemeinnützigen GmbH. Es soll Formfehler bei dessen Bestellung gegeben haben. Und so rückt wohl ein Ende der Ungemütlichkeiten in weite Ferne.
Autor: nnz

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