Sa, 18:02 Uhr
03.12.2005
nnz-Forum: Einigkeit
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte heute eine Betrachtung über die Situation der Linkspartei.PDS veröffentlicht. Dazu gab es jetzt die ersten Reaktionen. Die veröffentlichen wir im Forum der nnz.
Einigkeit I
Sie haben Recht Herr Greiner, zwischen PDS und SPD war man sich immer dann schnell einig, wenn es um die Verteilung von Pöstchen und Posten ging. Das führte unter anderem dazu, dass Hartz IV nun sozusagen von der Linkspartei verwaltet wird. Aber natürlich nur höchst ungern und so sozial wie nur irgend möglich. Dazu kann ich nur sagen: Einfach toll...
Gerald Schütze
Einigkeit II
Das Gerald Schütze aus der Partei Linkspartei.PDS ausgetreten ist bedaure ich sehr. Ich kannte ihn als sehr engagierten und konsequenten Genossen. Somit stellt er auch einen Verlust da für die Linkspartei.PDS. Gleich vor weg nehme ich, dass ich die Angelegenheit etwas anders betrachte. Mir ist bewusst. mit welcher SPD wir es zu tun haben werden. Aber der SPD wird auch bewusst sein, mit welcher Linkspartei.PDS sie es zu tun hat. Beide Parteien, wie die anderen auch, haben eine dünne bis keine Personaldecke. Als Stadtrat weiß ich, dass es nicht immer darauf ankommt sich fraktionsweise auseinander zu dividieren. Gerade in Zeiten von Sparhaushalten wäre dies der grundsätzlich falsche Weg.
Linkspartei.PDS und SPD hatten entschieden, sich nicht in der Quere zu stehen bei den kommenden Wahlen. Dabei geht es um Personenwahlen, um die des Landrates und die des/der Oberbürgermeister/in. Es geht also darum, wer im Nordhäuser Rathaus und im Landratsamt das Sagen hat. Entscheidungen treffen der Kreistag und der Stadtrat. Die beiden Dienstherren geben bestenfalls Richtungen vor. Die kann man ablehnen oder für gut halten. Deshalb kann ich die Bedenken auch nicht verstehen.
Was dann eine SPD zur Bundespolitik sagt, interessiert dann auch nicht - denn es geht um Kommunalpolitik. Und da glaube ich, dass es ungünstig für die Stadt Nordhausen wäre, hätte sie eine/n CDU-Oberbürgermeister/in. Denn diese Person müsste dann die stetigen Kürzungen des Landes verteidigen bzw. sich Fragen gefallen lassen, warum sie gegenüber der Landes-CDU nicht aufmuckt. Der Zweck der ganzen Absprachen und Entscheidungen steckt darin, CDU zu verhindern und auf kommunaler Ebene mit einer Stimme zu sprechen. Das dies bei einigen, wie zum Beispiel bei Gerald Schütze so nicht angekommen ist, tut mir persönlich leid, zumal er immer mit festen Standpunkten für seine Denkweisen einstand.
Sebastian Drechsler, Stadtrat Linkspartei.PDS
Autor: nnzEinigkeit I
Sie haben Recht Herr Greiner, zwischen PDS und SPD war man sich immer dann schnell einig, wenn es um die Verteilung von Pöstchen und Posten ging. Das führte unter anderem dazu, dass Hartz IV nun sozusagen von der Linkspartei verwaltet wird. Aber natürlich nur höchst ungern und so sozial wie nur irgend möglich. Dazu kann ich nur sagen: Einfach toll...
Gerald Schütze
Einigkeit II
Das Gerald Schütze aus der Partei Linkspartei.PDS ausgetreten ist bedaure ich sehr. Ich kannte ihn als sehr engagierten und konsequenten Genossen. Somit stellt er auch einen Verlust da für die Linkspartei.PDS. Gleich vor weg nehme ich, dass ich die Angelegenheit etwas anders betrachte. Mir ist bewusst. mit welcher SPD wir es zu tun haben werden. Aber der SPD wird auch bewusst sein, mit welcher Linkspartei.PDS sie es zu tun hat. Beide Parteien, wie die anderen auch, haben eine dünne bis keine Personaldecke. Als Stadtrat weiß ich, dass es nicht immer darauf ankommt sich fraktionsweise auseinander zu dividieren. Gerade in Zeiten von Sparhaushalten wäre dies der grundsätzlich falsche Weg.
Linkspartei.PDS und SPD hatten entschieden, sich nicht in der Quere zu stehen bei den kommenden Wahlen. Dabei geht es um Personenwahlen, um die des Landrates und die des/der Oberbürgermeister/in. Es geht also darum, wer im Nordhäuser Rathaus und im Landratsamt das Sagen hat. Entscheidungen treffen der Kreistag und der Stadtrat. Die beiden Dienstherren geben bestenfalls Richtungen vor. Die kann man ablehnen oder für gut halten. Deshalb kann ich die Bedenken auch nicht verstehen.
Was dann eine SPD zur Bundespolitik sagt, interessiert dann auch nicht - denn es geht um Kommunalpolitik. Und da glaube ich, dass es ungünstig für die Stadt Nordhausen wäre, hätte sie eine/n CDU-Oberbürgermeister/in. Denn diese Person müsste dann die stetigen Kürzungen des Landes verteidigen bzw. sich Fragen gefallen lassen, warum sie gegenüber der Landes-CDU nicht aufmuckt. Der Zweck der ganzen Absprachen und Entscheidungen steckt darin, CDU zu verhindern und auf kommunaler Ebene mit einer Stimme zu sprechen. Das dies bei einigen, wie zum Beispiel bei Gerald Schütze so nicht angekommen ist, tut mir persönlich leid, zumal er immer mit festen Standpunkten für seine Denkweisen einstand.
Sebastian Drechsler, Stadtrat Linkspartei.PDS
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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