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Fr, 13:42 Uhr
04.02.2022
Forum:

Aufstieg durch Bildung...

... oder wie man auch mit einem abgebrochenen Studium zum Parteivorsitzenden aufsteigen kann. Diesem Phänomen widmet sich ein Leser der Nordthüringer Online-Zeitungen...


Der französische Journalist und Autor Max O'Rell hatte einmal gesagt: „Wer Chemiker werden will, muss Chemie studieren und wer Jurist oder Arzt werden will, muss Jura oder Medizin studieren. Aber um Politiker zu werden, ist lediglich das Studium der eigenen Interessen erforderlich.“

Wie Recht doch dieser Mann hatte. Denn wozu braucht man heute in der Politik noch ein abgeschlossenes Studium? Man muss nur lange genug mit den richtigen Wölfen heulen, dann kann man unter Umständen sogar noch Parteivorsitzender oder zumindest Generalsekretär werden.

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Das Studium im Allgemeinen ist bekanntlich das wissenschaftliche Lernen und Forschen an einer Uni oder Hochschule. Die deutsche Bedeutung des lateinischen Wortes „studere“ von dem sich das Wort Studium ableitet, ist nach etwas streben oder sich um etwas bemühen. Nur sind leider diese zwei Verben mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden. Sie setzen nämlich das ausdauernde und zielgerichtete Lernen der Studieninhalte voraus.

Jeder, der in unserem Land ein politisches Mandat oder Amt bekleidet, sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Das heißt, er sollte sowohl fachlich gut ausgebildet, als auch moralisch gefestigt sein. Ein abgeschlossenes Studium, möglichst in der Regelstudienzeit, wäre zum Beispiel für mich ein solcher Nachweis.

Hingegen ist ein nach 4 Jahren Studienzeit erreichtes Vordiplom, wie es unsere Außenministerin abgelegt hat, für mich nicht gerade ein Beleg für Zielstrebigkeit während der Studienzeit. Ursächlich ist hier vermutlich kein Zwang schnell eigenes Geld verdienen zu müssen, eine sogenannte Wohlstand und Überflussgesellschaft Mentalität, die man heute häufig antreffen kann.

Auch ist das sichere Beherrschen der Sprache des Landes, in dem man vermeintlich studiert hat, in der Regel ein Beleg für einen tatsächlichen und regelmäßigen Aufenthalt in Hörsälen oder Seminarräumen dieses Landes. Da wundert es mich schon, dass ihr Slang, trotz Studium in London, wie mein eigenes „DDR-Schulenglisch“ klingt.

Ich empfinde es schon als bedenkliche Tatsache, dass immer mehr Studienabbrecher Spitzenpositionen unserer Parteien besetzen. Diese Führungskräfte sind anscheinend in ihrer Ausbildung nicht so motiviert und ausdauernd, wie bei der Entwicklung ihrer eigenen Karriere.

Die Grünen haben vor einer Woche ihre neue Doppelspitze gewählt. Ricarda Lang und Omid Nouripour eint, dass sie weder ein abgeschlossenes Studium, noch eine andere berufliche Qualifikation vorweisen können. Das Abitur ist ihr höchster Bildungsabschluss. Frau Lang hat keinerlei Berufserfahrung, Herr Nouripour lediglich die eines freien Mitarbeiters einer Zeitung, sowie Beratertätigkeit.

Volker Beck, Reinhard Bütikofer, Katrin Göring Eckardt, Claudia Roth und unsere Thüringer Ministerin Heike Werner, allesamt führende Mitglieder der Grünen und LINKEn, haben ihr Studium ebenfalls abgebrochen.

Aber auch in anderen Parteien kann man mit einem erst eingeklagten und dann doch abgebrochenem Studium Karriere machen. Ich spreche jetzt vom neuen Generalsekretär der SPD, Kevin Kühnert. Auch Paul Zimiak von der CDU hatte sein begonnenes Jurastudium abgebrochen und stieg trotzdem zum Generalsekretär auf. All diese Leute wollen uns, die Aufstieg durch Bildung tatsächlich praktiziert haben, die Welt erklären???

Eine Vielzahl unserer Mandats- und Amtsträger haben sich leider nicht das angeeignet, was von jedem „normalem“ Bürger verlangt wird, nämlich Bildung und Ausbildung. Wie glaubwürdig ist es, wenn das Fehlen der entsprechenden Abschlüsse in der Politik keine Rolle spielt und man auf jegliche Berufserfahrung im wirklichen Leben verzichten kann?

Wann zählen endlich wieder Abschlüsse und Berufserfahrung, statt Verbindungen und Listenplätze, um in der Politik aufzusteigen? Denn erst dann wird die Zahl der Nicht-Wähler sinken, weil das Vertrauen in die Politik zurückgekehrt ist.
acto, der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Herr Taft
04.02.2022, 14:06 Uhr
Interessant...
... demnach müssten wir das Wahlrecht ändern, dass eben nur studierte Muttersprachler sich zur Wahl stellen können. Das bedeutet dann im Umkehrschluss, dass die Bevölkerungsgruppen, die nicht studiert hat nicht in der Politik vertreten ist.

Der Sachverstand in der Politik hängt im Übrigen nicht an den handelnden Personen. Hinter diesen stehen Beraterstäbe, daneben werden Ausschüsse gebildet, die die Themen bearbeiten. Vollkommen egal, welche Sympathie man einzelnen Personen entgegen bringt, die eigene oft fachlich unzureichende Qualifikation äußert sich hin und wieder in unvorbereiteten Statements... Was gelegentlich für einen Lacher sorgt aber keinen Einfluss auf Gesetzgebung hat.
geloescht.20250302
04.02.2022, 14:16 Uhr
Im Nachhinein...
...empfinde ich es immer noch als Volksverdummung, dass eine regionale Zeitung, bevor sie von Funke Media geschluckt wurde, dem Thüringer Wahlvolk eine gewisse KGE als Theologin angepriesen hat, obwohl sie Studienabbrecherin ist und ihre große Klappe nach der Wende nur ihrem Status als "Pfarrersehefrau" zu verdanken hatte.
muraschke
04.02.2022, 16:34 Uhr
Keller, Hoff, Karawanskij ... Das hat doch Kontinuität!
Nun meinen die Betroffenen und die Verteidiger der Betroffenen, dass man sich ja in das Thema einarbeiten kann ... und man habe ja noch Staatssekratäre & Co im Ministerium !?

Setzen wir dem aber die Stellenanzeigen gegenüber, die für den "Normalo" in Stadt und Land gedacht sind. Dort darf der "Normalo" dann seine Ausbildung und seine Berufserfahrung einbringen ... und nach einem Bewerbungsgespräch auf Einstellung hoffen. Niemand bekommt hier eine Chance mit 0% Ausbildung!

Keller, Hoff, Karawanskij ... leideten das Landwirtschaft- und/oder Infrastrukturministerium in Thüringen. Ob die Betroffenen überhaupt einen Garten haben und den Unterschied zwischen Licht- und Dunkelkeimern erklären können? Den Unterschied zwischen Lehm und Zement bekommen sie vielleicht noch zusammen ...

Das ist leider ein überparteiliches Phänomen. Die einstige Oppositionspartei <DIE LINKE> hat das doch glatt übernommen ...

Nein, nein ... doch ... es gibt auch positive Gegenbeispiele! Till Backhaus in Meck-Pom weiß wovon er spricht ... und was sein Ministeramt überhaupt bedeutet.

Also ... wenn Bodo Ramelow mal wieder tourt, einfach mal fragen, was seine Minister so an Ausbildung (zum Ministerfach!) nachweisen können ...
A.Tölle
04.02.2022, 18:41 Uhr
@ Lehrer Schnauz
Nein, wir müssen nicht das Wahlrecht ändern. Sie haben leider nicht richtig gelesen oder falsch verstanden. Es geht nich um die Politik im allgemeinen. Es geht vielmehr um die Spitze der Parteien und um die, die in Regierungsverantwortung sind. Die, die in Führungsverantwortung sind, sollten auch den entsprechenden Sachverstand haben.
Wenn Regierungsmitglieder bei Pressekonferenzen für Lacher sorgen finde ich es nicht lustig. Es ist einfach nur peinlich.
DDR-Facharbeiter
04.02.2022, 19:47 Uhr
Solche Laienspieler wie Baerbock und Co. kann man nicht guten Gewissens wählen
Neben hochgebildeten Aussenministern wie Diplom-Diplomat Lawrow, Russische Föderation und dem Franzosen Jean-Yves Le Drian, einem studierter Historiker und Uni-Dozenten, Ist Frau Baerbock mit ihren fragwürdigen Abschlüssen keine glaubhafte Vertreterin der deutschen Interessen. Solche Laienspieler wie Baerbock und ihre abschlusslosen Nebenbuhler*innen kann man nicht guten Gewissens wählen
Nach dem Krieg war es in den westlichen Besatzungszonen Kindern von Bauern und Arbeitern fast unmöglich, eine höhere Schule zu besuchen.
Haupt-Grund: Schulgeld und - oft das Fahrgeld zur Schulstadt- konnten die Eltern nicht aufbringen.. In der sowjetischen Besatzungszone wurde kein Schulgeld verlangt. Wer sich z. B. 1949 in Nordhausen für die Oberschule qualifizierte, durfte sie besuchen. Auch wenn sein Vater- enteigneter Besitzer der Tankstelle Hallische Strasse - im Westen war wie der meines Klassenkameraden Klaus Isermeyer- durfte er die Oberschule besuchen.
Im Westen lief das anders. Man musste erstmal Geld erarbeiten und dann nebenberuflich Schule und evtl. Studium durchziehen. Ein Aufstieg zu den Schlipsträgern in den Zeichensälen und Büros war praktisch nur mit Berufsabschluss möglich.
Seit etwa 1970 öffneten Self-Made- Aufsteiger in der Politik neue Wege zum Schulbesuch für die Benachteiligten aus den armen Schichten. Grosse Firmen richteten wegen des Mangels an Qualifizierten eigene Ausbildungs-Schulen ein. Wer diese Möglichkeiten nicht genutzt hat, sondern als Blender und Maulfechter in die Politik geht , verdient nicht meine Stimme.
Frank Tabatt
04.02.2022, 20:05 Uhr
Qualifikation für das Amt war einmal
Über die erforderliche Qualifikation für politische Ämter denkt scheinbar schon lange keiner mehr nach. Jens Spahn als gelernter Bankfachwirt hat jahrelang unsere Gesundheit behütet und der Pharmalobby geholfen die Taschen zu füllen , Frau von der Leyen (Ärztin) hat der Beraterlobby kräftig unter die Arme gegriffen , Frau Kramp Karrenbauer hatte Politikwissenschaften studiert (mit Abschluss) und hat dann unsere Landesverteidigung geregelt, Frau Lamprecht ist Juristin und will uns weiter beschützen lassen. Die Umweltministerin ist Diplomierte Agraringenieurin hätte besser in das Resort Landwirtschaft gepasst , Cem Özdemir ist Diplom Sozialpädagoge... Na wenn man die Reihe so weiter verfolgt sieht man das scheinbar in jeder Partei nur noch die Reste zusammengekehrt werden. Die wirklichen Spitzenkräfte sind längst in die Privatwirtschaft gegangen , wo sie mehr Geld bekommen und vielleicht nicht so viel Parteidoktrin unterliegen und sich verbiegen müssen.
Es ist momentan nunmal so und Deutschland muss erst am Bodensatz ankommen, damit vielleicht doch wieder die Macher kommen können , die die Interessen unseres Volkes im Auge haben und nicht die ganze Welt retten wollen.
Es kann also nur noch besser werden ! Ich drücke uns die Daumen !!!
HisMastersVoise
04.02.2022, 20:27 Uhr
Anders herum !
Der Wohlstand in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen wie noch nie- leider nur bei eine kleinen Gruppe an Menschen. Die Anderen hatten Reallohnverlust. Unsere Strassen sind marode. Unser Bildungssythem liegt am Boden. Unser Gesundheitsythem kollabiert, während Privatkliniken zweistellige Renditen aus den Sozialsythem pressen. Unserer Wirtschaft fehlen Fachkräfte und wir finanzieren aber ein Heer von mehr als 2 000 000 Arbeitslosen. Die Insekten sterben, da Lobbyismus wichtiger war als Umwelt. Die Liste wäre beliebig fortführbar. Wenn also ein Politiker für sich erkannt hat, das er an dieser Situation etwas zum Guten ändern kann, dann ist mir Rückgrat wichtiger als Promotion. Dann ist mir der Wille zu Verbesserung für das Land wichtiger als Erfahrung. Oder will hier tatsächlich jemand, daß sich die vorgenannten Szenarien in unserer Heimat weiter verschärfen. Politiker wachsen durch eigene Erfolge und die eigene Courage. Wenn also etwas einen Politiker sympatisch macht, dann ist es die Gabe, über sich selbst zu lachen. Das nennt man Selbstreflektion und ist für Entscheidungsträger eine bedeutende Eigenschaft.
HeiKev
04.02.2022, 22:47 Uhr
Am Ende zählt der Erfolg
hier im Kommentar aufgeführte angebliche "Laiendarsteller" oder "Theologen" haben in ihrem relativ kurzem Leben viel mehr erreicht, als sogenannte "DDR-Facharbeiter" oder nach geäffte Minnesänger wie "Tannhäuser"!

Ich glaube nicht, dass diese Kritikaster das Recht dazu haben, sich über Außenministerinnen oder Bundestagspräsidentinnen bildungspolitisch zu erheben. Da muss man im politischen Haifischbecken erst einmal hinkommen.

Und bei einem "acto" kann ich leider auch keine herausragende Bildung erkennen! Welchen Abschluss muss man laut dieser "elitären" Beurteiler denn haben, um ihnen gerecht zu werden?

Grüße von L-A-R, mit zwei akademischen Graden
henry12
05.02.2022, 11:58 Uhr
Welche Bildung ?
„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ JFK
In S-A ist z.Z. jeder dritte eingestellte Lehrer Quereinsteiger. Der Stundenausfall kommt noch oben drauf. Demzufolge hat Lena BBock
alles richtig gemacht. Fehlende Bildung, frisieren der eigenen Vita
und ein Auftreten, mit dem man in einem Autohaus keine Woche übersteht. Da ist nur die Frage, wie lange das gut geht. Nicht das es am Ende heißt, große Klappe, aber nichts dahinter. Und Bauernschlau ist kein akademischer Abschluß.
DDR-Facharbeiter
06.02.2022, 15:01 Uhr
Akademischer Landarbeiter verunglimpft ohne Beweise Forums-Teilnehmer wie ein halbgebildeter Agitato
Akademischer Landarbeiter verunglimpft ohne Beweise Forums-Teilnehmer wie ein halbgebildeter Agitator. Landarbeiter mit 2 akademischen Graden erkennt bei acto keine herausragende Bildung ?? Der Vater des "sogenannten DDR-Facharbeiters" warnte ihn 1950 vor einem SED-Agitator, dem Humboldt-Oberschullehrer Hub. "Halbgebildete Leute werden sofort beleidigend , wenn ihnen sachliche Argumente ausgehen."
Frage an den "Landarbeiter mit 2 akademischen Graden": Mit welchen Fakten begründet er seine Behauptung, dass "Laiendarsteller", meint er A. Baerbock ? oder
"Theologen", meint er Göring-Eckhardt ? " ..in ihrem relativ kurzen Leben viel mehr erreicht haben als angebliche DDR-Facharbeiter oder nachgeäffte Minnesänger wie Tannhäuser" ? Mit unbegründeten Behauptungen kann man an keiner Akademie und an keiner Fach-Arbeiter-Prüfstelle Punkte erhalten. An einer Akademie bekommt man vielleicht sogar den "Rat zum Abgehen, akademisch auf Latein gesagt : Consilium abeundi" und bei der Gesellenprüfung schickt ihn vielleicht der Prüfungsmeister zurück zum Stall-Ausmisten.
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