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So, 13:11 Uhr
30.01.2022
So klappt es mit dem guten Vorsatz

Fleischlos ins Jahr

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst, weniger Fleisch, Milch und Co. zu essen. Das hat auch die Lebensmittelwirtschaft erkannt. Am sogenannten „Veganuary“ – englisch für „vegan“ und „Januar“ – beteiligen sich dieses Jahr über 200 deutsche Unternehmen...

Dabei bieten sie den ganzen Monat über vermehrt rein pflanzliche Produkte, Rezepte und Aktionen an. Die Kampagne soll Menschen motivieren und unterstützen, eine pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Doch auch den Anteil tierischer Produkte zu reduzieren, kann schon viel bewirken.

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Warum weniger Fleisch essen?
Tierische Lebensmittel zu reduzieren, lohnt sich auch über den Januar hinaus. „Wer bewusst zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln greift, nimmt in der Regel weniger gesundheitsschädliche gesättigte Fette und Cholesterin auf. Dafür profitiert der Körper von mehr gesundheitsförderlichen Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen“, sagt Tina Hanke, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen.

Neben der eigenen Gesundheit hat auch die Umwelt etwas davon, weil CO2 gespart wird. In der deutschen Landwirtschaft ist allein die Tierhaltung für über 60 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Lecker und Vielfältig auch ohne Ersatzprodukte
Kritiker denken bei weniger tierischen Lebensmittel häufig an teure und stark verarbeitete Ersatzprodukte. Wer bisher oft Fleisch gegessen hat, findet in den pflanzlichen Ersatzprodukten eine gute „Einstiegshilfe“. Im Mittelpunkt einer ausgewogenen pflanzenbetonten Ernährung stehen jedoch Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse. Schmackhaft zubereitet, gut gewürzt und vielfältig kombiniert, wird daraus ein leckeres orientalisches Curry oder ein deftiger Eintopf. Dann ist eine pflanzenbetonte Ernährung auch nicht zwangsläufig teurer. Wer statt auf stark verarbeitete Ersatzprodukte auf natürliche Lebensmittel setzt und heimische und saisonale Produkte bevorzugt, kann sogar Geld sparen.

So bleiben Sie auf der Pflanzen-Schiene
Auch kleine Schritte bringen oft große Wirkung. Fällt Ihnen beispielsweise der Verzicht auf Käse schwer? Dann gönnen Sie sich ab und zu eine Scheibe auf dem Brot. An anderen Tagen sorgen beispielsweise selbstgemachte Brotaufstriche aus Kichererbsen oder getrockneten Tomaten und Räuchertofu auf Senf für Abwechslung.

Streichen Sie nicht alle tierischen Produkte ersatzlos, denn das könnte schnell unbefriedigend werden. Weniger tierische Lebensmittel auf dem Speiseplan bedeuten nicht nur Verzicht, sondern auch Neues auszuprobieren. Das bedarf anfangs ein wenig Umdenken, geht aber mit der Zeit meist in Gewohnheit über. Finden Sie Menschen, die Ihr Vorhaben unterstützen oder gar teilen, und tauschen Sie sich aus. Das bringt Motivation und neue Ideen. Bleiben Sie neugierig, testen Sie neue Lebensmittel und Rezepte und finden Sie Ihren Weg nach der Devise „weniger tierisch, immer mehr pflanzlich“.

Für Ihre Fragen rund um die pflanzliche Lebensmittelauswahl stehen Ihnen die Fachberaterinnen der Verbraucherzentrale gern unter (0361) 555 14 27 oder über lebensmittel@vzth.de zur Verfügung.
Autor: red

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Kommentare
Bifiwurst
30.01.2022, 14:49 Uhr
Die lieben Pflanzenfresser
Wegen euch werden überall die Urwälder abgeholzt und die Felder überdüngt damit euer Soja - Scheiß schnell und groß wächst.
Halssteckenbleib
30.01.2022, 16:21 Uhr
Fleischlos ins Jahr?
Gibt's da nicht das so toll schmeckende Pflanzenfleisch?Verspricht jedenfalls die Wahrheitswerbung. Bald wird Wassertrinken auch als gesundheitsschädlich deklariert.Wir essen schon immer richtiges Fleisch und habens auch bis zu Rente geschafft.Nicht das Fleisch ist schädlich sondern die Chemie die da drin ist.Essen ist heutzutage ja so gesund....
Marino50
30.01.2022, 18:27 Uhr
Fleischlos
Der Mensch ist schon immer ein "Allesfresser". Wenn der Liebe Gott gewollt hätte, dass ich nur Pflanzen futtere, dann wäre ich als Huhn zur Welt gekommen und aus dem Ei geschlüpft. Es reicht schon wenn man sich gesund ernährt. Damit meine ich Obst, Gemüse und eben auch Fleisch.
nur_mal_so
30.01.2022, 19:07 Uhr
glaube ich, dass bei vielen Vegetariern -
- auch das Bewusstsein, wie die Tiere heutzutage gehalten werden, um uns möglichst billiges Fleisch anbieten zu können, eine Rolle spielt; zumindest bei den Vegetariern, die ich kenne.
In meiner Familie haben die Vegetarier damals nicht mit dem Fleischverzicht begonnen wegen "Oh, wow, ich muss mich gesünder ernähren", sondern wegen "verdammt, ich hab diese Doku über die Zustände in der Massentierhaltung gesehen".

Und ich muss gestehen: müsste ich die Tiere, die ich esse, selbst schlachten, wäre ich stattdessen auch sofort Vegetarier. Ich weiß, das ist heuchlerisch und verlogen von mir, und auch ich selbst greife natürlich eher zum "ja!"-Fleisch als zum teuren vom heimischen Fleischer: auch das, muss ich selbstkritisch zugeben, ist eigentlich opportunistisch von mir. Ich habe noch nicht die Selbstbeherrschung gefunden, nachdem ich im Hochsommer auf der Autobahn einen Tiertransporter überholt habe zu sagen, "ich tue das den Tieren auch nicht mehr an." Aber ich habe für jeden Vegetarier Verständnis, der aus den genannten Gründen kein Fleisch mehr essen will.

Dann gibt es noch die Esotherik-Vegetarier, auch die kenne ich aus meinem eigenen Umfeld, aber zu bzw. über die sage ich lieber nichts...
Jörg Lippold
30.01.2022, 22:16 Uhr
Fleischlos
Die Schöpfung und die Evolution hat den Menschen zum Allesfresser gemacht. Dabei wurde der Mensch nicht dazu bestimmt, aus Besserwisserei schwerwiegende, zerstörerische oder irreparable Veränderungen durchzuführen. Dieses hat der Mensch schon so oft getan mit allen seinen uns bekannten Folgen. Den Menschen jetzt zum Pflanzenfresser umzuwandeln, ist ebenso eine Veränderung. Die Argumente der (teils fanatischen) Befürworter sind sehr einseitig in Fakten und Zahlen. "Tierproduktion erzeugt Treibhausgase" Wenn wir nicht mehr 20% von Fleisch und Wurst wegwerfen, dann werden 20% weniger Masttiere benötigt und entsprechend weniger THG erzeugt. Haltungsformen in Richtung Natürlichkeit zu ändern hilft auch sehr viel. Ein Weiderind produziert nur soviel THG, wie von der Natur bestimmt. Ein Silagemastrind dagegen ein vielfaches. Essen Sie mal jeden Tag in Massen Sauerkraut und beobachten dann, wieviel THG Ihr Körper zusätzlich erzeugt. Ich bin Nebenerwerbslandwirt und vermarkte mein Gemüse, Obst, meine Eier, Hühner Enten und Gänse direkt. Wenn mir dann so mancher Kunde erklären will, daß eine vegane Ernährung besser für Klima und Umwelt ist und gleichzeitig sagt, daß er ganzjährig nur frisches Obst und Gemüse, Soja- und Tofuprodukte isst, dann hat dieser Kunde eine sehr einseitige Denkweise. Riesige Monokulturen, frische Äpfel aus Neuseeland, Birnen aus Chile, Brandrodungen im Amazonasgebiet zur Erhöhung der Sojaproduktion, Transporte um die ganze Welt (CO2!!), chemisch hergestellte Nahrungsergänzungsmttel (um die vom Körper benötigten tierischen Nährstoffe zu ersetzen), das ist ein weltzerstörerischer Preis für unnatürlichen menschlichen Veganismus. Deshalb zurück zur Natur und Nein zum unnatürlichen wie menschlichen Veganismus, Gentechnik, Massentierhaltung etc.. Übrigens, 1kg natürlich gewachsenes Fleisch wiegt auch nach dem Braten noch ein kg und nicht nur die Hälfte wie Schnellmastfleisch. Wenn dann der Verbraucher nicht mehr zwei kg kauft, sondern nur ein kg weil er nach der Zubereitung immer noch ein kg hat, dann ändert sich auch äquivalent die Anzahl der gehaltenen Tiere.

Grüße aus Heldrungen,
Jörg Lippold
Echter-Nordhaeuser
31.01.2022, 06:57 Uhr
"Umwelt????"
Will man uns hier nur wieder ein schlechtes Gewissen einreden, 60 Prozent der Tierhaltung ist für die gesamte Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Aber was ist mit den Tieren die gehalten werden und dann in andere Länder exportiert werden? So etwas wird immer schnell vergessen oder gar nicht mit aufgeführt das hier noch tonnenweise Fiehzeug verklappt wird.
ottilie
31.01.2022, 09:11 Uhr
Fleischlos ins Jahr - Kommentar von Jörg Lippold
Hallo Herr Lippold, ich stimme Ihrem Kommentar voll zu.
Wie Recht Sie haben. Ich bin nun schon sehr alt und habe mich von Fleisch, Wurst, Eiern, Gemüse ernährt und es gab weniger Krankheiten als heute. Man sagt, die Menschen werden immer älter, das sind wir alten, die noch normal aßen und tranken, gesund lebten und Sport hatten wir ebenfalls auf den Wiesen und Feldern.
Alles will man besser machen , dann ist die Umwelt geschädigt und man kehrt zum Alten zurück. Ich denke da an diese vielen Plastikdinge, wir gingen mit Netzen, Gläsern usw. zum Einkauf. Essen musste man nicht zurückrufen, was man heute fast täglich liest. Das war noch eine gesunde Welt. Es wurden keine Giftstoffe auf den Feldern mit Flugzeugen verstreut.
Jeder weiß heute immer was Neues, dann stellt sich nach Jahren heraus, dass dies der Umwelt schadet. Glauben Sie mir, meine Familie ernährt sich noch so wie früher - gesund.
Heute haben doch viele Menschen schon einen Wahn, müssen dürr sein und dann kosten diese meistens der Krankenkasse Geld.
Also bleibt gesund durch der Bauern-Ware!
Halssteckenbleib
31.01.2022, 11:39 Uhr
Wenn ich nur
Grünzeug essen würde dann bekommt man auch irgendwelche Mangelerscheinungen.Nahrungsergänzungsmittel wären die Folge.Das sagt natürlich keiner.Das man fett wird wenn man aufhört mit rauchen sagt auch keiner.Ich lebe so wie ich es für richtig halte.Fleisch essen wir übrigens mit viel Respekt und es wird auch nichts weggeschmissen.Schließlich musste ein Tier für das Fleisch sein Leben hergeben.
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