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Mo, 11:22 Uhr
27.12.2021
Polizei sucht nach Großbrand in der Altstadt Zeugen

„Ermittlungen in alle Richtungen“

Auch knapp zwei Tage nach dem verheerenden Feuer in Mecklenburgs Hof können die Ermittler von Feuerwehr und Kriminalpolizei noch nichts zu den Brandursachen sagen. „Die Ermittlungen gehen momentan in alle Richtungen“, sagte Kriminalhauptkommissar Hartmut Speiser der nnz auf Nachfrage …

Die Kameraden der eingesetzten Feuerwehren avancierten am ersten Feiertag wieder einmal zu wahren Helden. (Foto: Sören Stöbe) Die Kameraden der eingesetzten Feuerwehren avancierten am ersten Feiertag wieder einmal zu wahren Helden. (Foto: Sören Stöbe)

Unterdessen läuft die Suche nach Zeugen, die etwas für den Brand möglicherweise Relevantes vor der Explosion gesehen haben, auf Hochtouren. Die Landespolizeiinspektion bittet alle Anwohner oder Gäste des Quartiers, die außergewöhnliche Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.

Aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse in den letzten Tagen konnten die Ermittler noch keine brauchbaren Erkenntnisse zur Brandursache gewinnen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Kriminalhauptkommissar Speiser, „und können derzeit eine mögliche Brandstiftung ebenso wenig ausschließen wie einen technischen Defekt.“

Insbesondere werden Zeugenhinweise gesucht, die Angaben oder Bilder zum oder kurz vor Brandausbruch gegen 12.45 Uhr machen können. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Nordhausen unter 03631/960 entgegen. Wer eventuell in der genannten Zeit privat Bilder gemacht hat, die mit dem Brand in Zusammenhang stehen könnten, kann diese per Mail an pressestelle.lpindh@polizei.thueringen.de senden.

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Für die Bewohner die durch das Feuer ihr Zuhause verloren haben, sind inzwischen private Hilfsaktionen angelaufen, über die wir Sie hier in Kürze unterrichten werden. „Wenn jeder, der gestern und heute unbedingt versuchen musste, ein Foto vom Leid zu knipsen, um es irgendwo zu posten nur zwei Euro spendet, dann wird es was! DANKE an alle Gewerke, die ALLES gegeben haben, um noch Schlimmeres zu vermeiden! Es sind meine stillen Helden, die so Großes geleistet haben!“, schrieb eine Anwohnerin gestern auf Facebook und fügte noch an: „Ich durfte gestern Abend und auch heute in unsere Wohnung, um Sachen zu holen. Dann steht man da und ist nur dankbar, wenn man dann aber aus dem Fenster sieht, dann sieht man das Leid von gegenüber.“
Autor: osch

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Kommentare
Kitty Kat
27.12.2021, 12:33 Uhr
Wenn etwas Schlimmes passiert...
...zeigt sich die fortschreitende Verblödung der Gesellschaft, indem Leute nichts eiligeres zu tun haben als mit dem Sch...handy draufzuhalten. Genau wie auf der Autobahn. Ekelhaft.
iisan11
27.12.2021, 13:04 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Fischkopp66
27.12.2021, 16:11 Uhr
Warum draufgehalten
@kittykat ,wo kommen die ganzen Bilder aus den Geschichtsbüchern ,den Archiven und ähnliches her,weil jemand „draufgehalten“hat. Später werden die Stadthistoriker dankbar sein für jedes Bild dieser Katastrophe. Nicht jeder der was bildlich festhält ist ein Gaffer. Recht gebe ich ihnen bei Fotos auf der Autobahn bzw. bei Unfällen jeder Art.
sima
27.12.2021, 16:49 Uhr
Ich glaube ganz so einfach, wie es hier von einer Kommentatorin...
und Ansatzweise oben im Text dargestellt wird, ist die Sache nicht. Zu schnell werden wieder verbale Entgleisungen und Pauschalurteile über andere Menschen gefällt. Wie kann man nur Fotos und Gaffer die von "Publikum" bei Unfällen im Straßenverkehr gemacht werden mit Fotos durch Passanten von einem abgebrannten Bauwerk vergleichen?
Bei dem Brandunglück in der Nordhäuser Altstadt sind erst einmal zum Glück keine Personen zu Schaden gekommen. Die Gefahr, dass also zu körperlichen Schaden gekommene Menschen abgebildet werden, stellt sich überhaupt nicht. Ein Bauwerk, hier noch dazu ein historisches, wie die alte Bergbrauerei von Bideau (seit 1995 Mecklenburgs Hof), ist Teil des kollektiven Gedächtnisses einer Stadt und der in ihr lebenden Menschen und steht schon daher im öffentlichen Interesse. Den Meisten - auch den fotografierenden Personen, wird dieses Brandunglück wohl sehr nahe gegangen sein und wird die Probleme, die sich für Immobilieneigentümer und Mieter aus den Schäden ergeben, durchaus bewusst sein. Wenn jemand nun von so einem versehrten Bauwerk ein Foto macht, so kann dies verschiedene Gründe haben. Vielleicht sind es persönliche Erinnerungen, die jemand mit dem Ort/Bauwerk verbindet und der nun indirekt durch die Vernichtung der Örtlichkeit auch einen "Verlust" erlittet hat, vielleicht sind es auch dokumentarische Beweggründe, die zur Kamera oder Handy greifen lassen. Wie könnten sich die Menschen später über ortsgebundene Katastrophen ein reales Bild machen ohne zeitnahe Aufnahmen von den Unglücksorten?
Ich erinnere hier nur mal an die schrecklichen Bilder in diesem Jahr aus dem Ahrtal. Sind es nicht erst diese Bilder, die zu der oben gewünschten Spendenmentalität führen? Oder die Fotografien, die 1945 vom zerbombten Nordhausen entstanden und uns heute vermitteln, was Krieg bedeutet.
Ich bezweifle, dass die meisten durch Passanten entstandenen Fotos einem niederen Zweck dienen, um sie Beispielsweise gleich in irgendeinem sozialen Netzwerk hochzuladen, um sich daran aufzugeilen.
Darüber hinaus ist ein Gebäude Teil des öffentlichen Raumes, da es in der Regel mit der Fassade oder der Dachlandschaft auf den s
sima
27.12.2021, 17:01 Uhr
Fortsetzung ... Darüber hinaus ist ein Gebäude Teil des öffentlichen Raumes,
da es in der Regel mit der Fassade oder der Dachlandschaft auf den städtischen Raum Einfluss nimmt und diesen mit prägt. Fotos werden und wurden gemacht, wenn Gebäude entstehen und sie entstehen auch wenn sie untergehen. Sie sind Teil unserer Geschichte und die halten Menschen nun mal im Bild fest.
Und wer legt fest, welche Fotos legitim sind? Die örtliche Presse ist voll davon. Entscheidet die Urheberschaft darüber, ob ein Foto korrekt ist? Gibt es überhaupt ein legitimes Foto von einem Unglück? Leider wird man heute schnell von einem schockierten oder berührten Passant zum „Gaffer“ gebrandmarkt. Das passt irgendwie in unsere hysterische Zeit.
Fänden wir es besser wenn, bei einer Katastrophe Alle wegschauten – Teilnahmslos vorbei gingen, so als ob nichts wäre? Was wäre das für eine Gesellschaft…? Die käme mir vor, wie die der Elois im Roman von H. G. Wells „Die Zeitmaschine“.
Halssteckenbleib
27.12.2021, 19:50 Uhr
Ermittlungen in alle Richtungen
ist schon mal ein guter Ansatz.Aber wer braucht Fotos um Erinnerungen zu haben?Was es aber auch für Erklärungen gibt wenn Gaffer ihr Fotoapparat zücken.Da fotografiert jemand ein Unfall um für später eine Erinnerung an diesen zu besitzen.So auch der Brand wie in der Altstadt in NDH.Da werden Bilder gemacht für alles mögliche.Braucht wirklich kein Mensch.Schon schlimm genug wenn sowas passiert...Schade daß ich bei diesen Spektakel nicht dabei war.Hätte gerne ein Erinnerungsfoto gehabt ..
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