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Do, 12:25 Uhr
17.11.2005

Das siebte Jahr

Nordhausen (nnz). Eigentlich verheißt das siebte Jahr einer Verbindung nicht gerade die Sicherheit der gewünschten Glückseligkeit. Doch im Fall des Planungsverbandes für das Industriegebiet in der Goldenen Aue ist das anders. Die nnz weiteren Einzelheiten, vor allem für die kommenden Jahre.

Das siebte Jahr (Foto: nnz) Das siebte Jahr (Foto: nnz)

Die Leser der nnz wussten es schon vor einigen Tagen: Der Bebauungsplan für das 100 Hektar große Industriegebiet ist abgesegnet, allerdings mit einer Nebenbestimmung, die sich dem Hochwasserschutz widmet und nun in Angriff genommen werden soll. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), Verbandsvorsitzender Wolfgang Heim sowie Baudezernent Dietrich Beyse (CDU) präsentierten heute nicht nur die „amtliche Urkunde“, sondern auch die weiteren Schritte.

Klar, auch die Historie spielte eine Rolle: Der Krummbach in den verschiedensten Varianten, all die Frösche, Hamster und Schmetterlinge, die plötzlich entdeckt wurden und auch das Jahrhunderthochwasser – in einer wahnsinnigen Bürokratie spielen sie eine nicht zu unterschätzende Rolle. Stellungnahmen, Gutachten, Beweise – all das warf den Verband zeitlich zurück. Es war aber auch die Qualität der Planungsarbeiten, die zu wünschen übrige ließ und deren Mangelhaftigkeit der nnz mehrfach bestätigt worden war. Und da waren auch noch Mitarbeiter in den diversen Genehmigungsbehörden, die einen Bebauungsplan bearbeiten sollten, gegen dessen Ziel als Umweltschützer sie im Innersten selbst waren.

Doch das sollte heute keine Rolle mehr spielen. Es ist geschafft. Jetzt wird das Heft des Handelns mehr und mehr zur Landesentwicklungsgesellschaft übergehen. Die LEG soll die Vermarktung der Fläche übernehmen. Dazu gehört im Vorfeld der Ankauf der Grundstücke. Zwei Drittel der Grundstückseigentümer sollen laut Verband bereits ihre Verkaufsbereitschaft signalisiert haben.

Investoren, die sich in der Goldenen Aue künftig ansiedeln wollen, die haben es nicht nur mit einer hervorragenden Infrastruktur zu tun, sie müssen auch mit Krummbach vorlieb nehmen. Der teilt die riesige Fläche, kann aber mittels Brücken überbaut oder integriert werden.

Die alles entscheidende Frage, wann die ersten Arbeitsplätze geschaffen werden, die konnte im Nordhäuser Rathaus heute nicht beantwortet werden. Jetzt muß noch der Hochwasserschutz „bearbeitet“ werden, wenn alles gut geht, dann könnte sich der erste Investor vielleicht im Jahr 2007 ansiedeln. Und dieses Jahr könnte im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Jubeljahr der Region avancieren: Dann soll die Autobahn fertig sein, Arbeitsplätze sollen entstehen und in Nordhausen wird 500 Jahre Kornbrennerei gefeiert. Trotz aller heutigen Euphorie: Gesetzt allerdings ist nur das letzte Jubiläum...
Autor: nnz

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