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So, 06:52 Uhr
26.12.2021
ADAC

Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit

2020 kam fast die Hälfte der tödlich verunglückten Fußgänger (48,4 Prozent) im Straßenverkehr bei Dämmerung oder in der Dunkelheit ums Leben. Innerorts lag der Anteil bei 38,9 Prozent, außerorts (mit Autobahnen) sogar bei fast drei Viertel (74,3 Prozent)...

Vor dem Hintergrund dieser Daten des statistischen Bundesamtes weist der ADAC darauf hin, dass Fußgänger ab der Dämmerung schlechter wahrgenommen werden. Das gilt insbesondere, wenn sie unauffällig bekleidet sind. Eine dunkel gekleidete Person ist nach Angaben des ADAC für Autofahrer bei schlechten Lichtverhältnissen frühestens aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen.

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Für sie kann also im Ernstfall der Bremsweg, rund 28 Meter bei 50 km/h, bereits zu lang sein. Trägt ein Fußgänger Kleidung mit reflektierendem Material, verbessert sich die Sichtbarkeit auf eine Entfernung bis zu 140 Meter.

Bei schlechten Lichtverhältnissen minimiert sich zudem die Sehschärfe: Diese beträgt selbst bei Personen mit normalem Sehvermögen höchstens noch die Hälfte der Sehschärfe, die bei Tage erreicht wird. Wenn beim Autofahrer Störungen des Sehvermögens vorliegen, kann die Sehschärfe sogar noch deutlich schlechter sein. Dadurch steigt das Risiko für Fußgänger, zu spät gesehen zu werden, weiter an.

Der ADAC empfiehlt Fußgängern, bei Dunkelheit helle Kleidung im Straßenverkehr zu tragen. Damit wird man bereits aus 80 Metern erkannt. Da viele Jacken, gerade im Winter, eher dunkle Farben haben, sollte auf jeden Fall auf integriertes Reflexmaterial geachtet werden. Auch eine über der Kleidung getragene Sicherheitsweste, zusätzliche Reflektorstreifen oder Reflektoranhänger erhöhen die Sichtbarkeit deutlich.

Kinder sind bei schlechten Lichtverhältnissen besonders gefährdet, weil sie allein aufgrund ihrer Größe leichter übersehen werden. Daher sollten Eltern beim Kauf eines Schulranzens darauf achten, dass dieser die Norm DIN 58124 erfüllt. Damit ist sichergestellt, dass die Kinder schon von Weitem auffallen.

Die Fahrzeughersteller können die Gefahren mittels moderner Notbremsassistenten reduzieren: Diese können mittlerweile Fußgänger in der Dunkelheit erkennen und einen Kreuzungsunfall bei einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h vermeiden. Auch hier gilt: Die kamerabasierten Systeme erkennen Fußgänger mit Reflektormaterial an der Kleidung noch besser und früher.

Wichtig ist, dass Fußgänger und Autofahrer gerade im Winter die Gefahren in Dämmerung und Dunkelheit kennen und aufeinander achten. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen und vorausschauend fahren. Durch saubere Frontscheiben und Scheinwerfer sowie funktionsfähige Wischerblätter können die Sichtverhältnisse ebenfalls deutlich verbessert werden.
Autor: red

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Kommentare
Kobold2
26.12.2021, 09:33 Uhr
Da sind sie wieder
Die "hilfreichen Tips" unseres Lobby Verbands für die Automobilindustrie.....
Man setzt auf Assistenzsysteme ohne hier auf ihre Defizite hinzuweisen und darauf, daß die "Anderen" sich entsprechend kleiden, aber nur nicht darauf, daß Autofahrer sich regelmäßig gesundheitlich checken lassen sollen. Der entsprechende Arzt erkennt nachlassende Sehfähigkeit schneller als man es selbst wahrhaben will und der entsprechende Eintrag im Führerschein für die nötige Brille, wäre der konsequente Anfang, erst mal selbst seinen Teil beizutragen.
So, ist es nur eine weitere Anleitung das Gehirn abzuschalten und das Problem anderen zuzuschieben.
Echter-Nordhaeuser
26.12.2021, 15:19 Uhr
"Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit"
Die Bekleidung und Sichtbarkeit ist nicht nur allein durch Fußgänger auch durch Radfahrer zu gewährleisten. Gerade auch hier in Nordhausen gibt es Zeitgenossen die ohne Beleuchtung an ihren Rädern umher fahren.
Dieses sollte auch durch höhere Bußgelder bestraft werden oder gleich ein Mängelschein ausgestellt werden. Hier sind die Strafen viel zu lasch.
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