eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 15:00 Uhr
13.12.2021
Der Corona-Wochen Rückblick

Licht und Schatten in Nordthüringen

In Nordthüringen geht die Corona-Pandemie für den Moment unterschiedliche Wege. Während es in Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis zumindest kleine Lichtblicke gibt, sind im Eichsfeld und dem Unstrut-Hainich-Kreis weiterhin steigende Zahlen zu beobachten...

SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert Koch-Institut: SurvStat@RKI 2.0) SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert Koch-Institut: SurvStat@RKI 2.0)


Kleiner Lichtblick für den Kreis Nordhausen
Drei Messwerte werden zur Beurteilung der pandemisichen Lage in Thüringen herangezogen: die Fall-Inzidenz sowie die Zahlen der Krankenhauseinweisungen vor Ort und im gesamten Freistaat. Für den Landkreis Nordhausen zeigt sich ein kleiner Lichtblick: die zwei Messpunkte für die Region sind innerhalb der letzten sieben Tage leicht gesunken. Die Inzidenz bleibt zwar auf hohem Niveau, geht aber von 772,5 Fällen pro 100.000 Einwohner auf 719,2 zurück. Die Hospitalisierungsrate unter den Einwohnern des Kreises, die vor einer Woche noch bei 15,8 lag, sinkt auf den Wert 8,5 und ist damit das erste mal seit einem guten Monat nicht mehr durchgängig „rot“.

Anzeige Refinery (lang)
Die konkrete Fallzahl über die Woche liegt bei 593 (Vorwoche: 637), wobei sieben Personen in diesem Zeitraum hospitalisiert werden mussten (Vorwoche: 13). In den letzten sieben Tagen sind zudem drei weitere Einwohner des Kreises verstorben was die Zahl der Corona-Opfer in Nordhausen auf 78 bringt. Das DIVI-Intensivregister vermeldet dass aktuell elf von 38 Intensivbetten im Kreis frei sind. Neun Corona-Patienten befinden sich demnach in intensivmedizinischer Behandlung, wobei vier beatmet werden müssen.

Kyffhäuserkreis wieder unter 1.000
Auch im Kyffhäuserkreis ist die Inzidenzlage etwas leichter als in der vergangenen Woche und liegt mit einem Wert von 903,1 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner wieder unter der 1000er Marke (Vorwoche 1100,4). Die Rate der Krankenhauseinweisungen ist ungebrochen hoch und liegt weiter bei 35,4. Laut Intensivregister ist eines der eines der sechs Intensivbetten im Kreis aktuell unbelegt, wobei zwei Patienten mit Corona zu kämpfen haben, aber nicht beatmet werden müssen. Im Laufe der vergangenen Woche sind vier weitere Einwohner des Kreises verstorben was die Gesamtzahl der Todesfälle seit Pandemiebeginn auf 162 bringt.

Leichter Anstieg im Eichsfeld
Im Eichsfeld zählt man aktuell 1.461 aktive Fälle (Vorwoche: 1.409) und damit einen Inzidenzwerkt von 590,2. Die Zahl der Eichsfelder Corona-Patienten sinkt allerdings von 33 auf 18 wobei sieben Einwohner mit schweren Verläufen zu kämpfen haben. Fünf Personen sind im Verlauf der Woche verstorben, seit Beginn der Pandemie hat Corona damit den Daten des RKI zufolge im Eichsfeld 274 Opfer gefordert. Das DIVI-Intensivregister meldet zwei freie Betten von insgesamt 17. Von den sieben Corona-Patienten müssen drei beatmet werden.

Alle Ampelfarben im Unstrut-Hainich-Kreis
Im Unstrut-Hainich-Kreis zeigen die Inzidenzwerte deutlich nach oben und steigen von 827 zum Nikolaustag auf aktuell 969,5. Die Zahl der Hospitalisierungen unterlag im Wochenverlauf starken Schwankungen und war kurzzeitig mit einem Wert von nur zwei sogar im grünen Bereich. Inzwischen hat sich die Lage in den Krankenhäusern des Kreises wieder gedreht, die Zahl der Einweisungen pro 100.000 Einwohner liegt nun bei 25,6 und ist damit deutlich höher als noch vor einer Woche (Wert 13,8). Von den 15 Intensivbetten der Region sind zwei unbelegt. Insgesamt acht Patienten müssen intensivmedizinisch behandelt werden, wobei zwei Personen an die Beatmungsgeräte angeschlossen werden mussten. Im Laufe der Woche hatte man 13 weitere Todesfälle zu beklagen, die Zahl der Verstorbenen seit Pandemiebeginn liegt damit nun bei 329.

Der Blick zu den Nachbarn
Im Landkreis Göttingen zählt man heute 1.564 aktive Infektionen, was unsere westlichen Landesnachbarn auf eine Inzidenz von 194,5 bringt (Vorwoche 1.693 Infektionen, Inzidenz 234). Von 111 Intensivbetten sind acht frei. In den Göttinger Krankenhäusern werden 22 schwere Corona-Fälle betreut, 17 müssen beatmet werden.

Bei den östlichen Nachbarn im Kreis Mansfeld-Südharz erreichte die Inzidenz vor einer Woche ihren bisherigen Höhepunkt mit einem Wert von 1519,9 und ist seitdem auf 1023,3 gesunken. Die Hospitalisierung auf 100.000 Einwohner liegt bei 26,1. Das Intensivregister meldet 24 Betten von denen drei frei sind. Dreizehn schwere Verläufe werden aktuell im Kreis behandelt, sieben müssen beatmet werden.

Die hier zusammengetragenen Zahlen basieren auf den Meldungen der Landkreise, Daten des Thüringer Gesundheitsministeriums und des DIVI-Intensivregisters.
Angelo Glashagel
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
moschek
13.12.2021, 16:19 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema/Wir sind hier auf FB
Kritiker2010
14.12.2021, 20:13 Uhr
Hoffnungen ruhen auf Omikron
Die offiziellen Zahlen müssen für manche Zeitgenossen wahrlich erschreckend aussehen. Schließlich waren diverse Farbskalen schon bei Blutrot angelangt und mussten dann doch nach oben erweitert werden. Auch die Quadrate im Bericht für den Landkreis Nordhausen müssten sich schon deutlich überlappen, würden sie nicht nachjustiert.

Was so erschreckend aussieht, beschreibt sogar nur einen Ausschnitt der Realität. Denn die große Anzahl an Infektionen unter Geimpften wird aktuell, mangels regelmäßiger Testung, nur sehr begrenzt erfasst.

Die Pandemie endet leider erst, wenn ein Großteil der Menschen in kurzer Zeit einmal infiziert war und damit eine natürliche, breit angelegte Grundimmunität erreicht wird, das so genannte ENDEMISCHE GLEICHGEWICHT. Das kann man so lange leugnen, bis es passiert und damit die innerhalb von zwei Jahren weg moralisierten Fakten zurückbringt.

Wenn sich die ersten Beobachtungen bezüglich Omikron bewahrheiten sollten (stärker ansteckend aber deutlich weniger gefährlich, Impfschutz noch schwächer), dürfen wir hoffen, dass die Durchseuchung mit dieser Mutante im Hintergrund Fahrt aufnimmt, weniger Schaden anrichtet und somit weitere Angstszenarien als Grundlage allen Handelns verhindert.

Ob und wann Politik, Pharmakonzerne und Medizinindustrie das Volk aber wieder aus dem praktischen Klammergriff entlassen, steht auf einem anderen Blatt. Denn die Skalen der Angst kann man auch wieder zurückdrehen, sodass sie selbst dann noch Alarm zeigen, wenn die Zahlen es nicht mehr hergeben.
grobschmied56
14.12.2021, 21:23 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verzichten Sie offensichtlich falsche Tatsachenbehauptungen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)