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Sa, 12:28 Uhr
27.11.2021
Projekt im Museum Schloss Heringen:

Gut gebaut ist halb gebacken

Acht lange Wochen mussten die Kinder in Heringen abwarten um aus ihrem selbstgebauten Lehmbackofen frisch gebackene Brötchen essen zu können. Dafür schmeckten die nun um so besser...

Backprojekt im Heringer Schloss (Foto: S.Kamprad) Backprojekt im Heringer Schloss (Foto: S.Kamprad)

In den Sommerferien wurde das Projekt „Wie wird ein Lehmbackofen gebaut?“ mit Hilfe der Thüringer Staatskanzlei und dem Museumsverband Thüringen im Museum Schloss Heringen realisiert. Nach der langen Zeit des Stillstandes wurde Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wieder an außerschulischen Bildungsangeboten teilzunehmen. Die Förderung ermöglichte allen Kindern die kostenfreie Teilnahme an der Projektwoche.

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Fünf Tage lang waren insgesamt acht Kinder am Bau des Ofens beteiligt. Täglich gab es eine kurze Lagebesprechung und anschließend begann die Gruppe mit der praktischen Arbeit. Schon in den ersten Tagen bildeten sich feste Arbeitsabläufe heraus und die Kinder erkannten schnell ihre Stärken und Interessen. Durch die entstandenen Strukturen ließen sich beizeiten Fortschritte erkennen. Aber auch kleinere Rückschläge gab es und die Kinder erkannten, dass der Bau logistische Herausforderungen mit sich brachte. Am Ende der Woche konnten die Kinder mit Stolz einen fertig gebauten Ofen mit reichlich Verzierung präsentieren.

Nun begann das Warten, denn keiner wusste genau, wie viel Zeit es brauchte bis der Ofen durchgetrocknet war. Um diesen Vorgang zu beschleunigen wurden zum Beispiel Teelichter in den Ofen gestellt um auch von Innen etwas Wärme zu erzeugen. Das Museumspersonal heizte den Ofen schrittweise ein, um die Bildung von Rissen zu vermeiden. Zuerst nur bis 50 Grad, dann bis 200 Grad und schließlich kam der Härtetest und eine Temperatur von 400 Grad wurde erreicht. Kleine Risse hat der Ofen letztendlich bekommen, einsatzbereit war er trotz allem.

Am letzten Tag des Projektes traf sich die Gruppe also wieder im Schloss und heizte zuerst gemeinsam den Ofen an. Um auch etwas backen zu können wurde im Anschluss ein Hefeteig angesetzt und Kräuterbutter hergestellt. In der Zwischenzeit beschäftigten sich die Kinder mit den unterschiedlichen Getreidesorten, dem Mehlmahlen von der Steinzeit bis heute und versuchten selbst aus Weizenkörnern auf einem Mahlstein Mehl herzustellen.

Aus dem Teig formten die Kinder zahlreiche Brötchen in den verschiedensten Formen. Während des Backvorgangs hat der Ofen die Temperatur von circa 200 Grad gut gehalten und den Teigwaren eine gleichmäßige Bräunung gegeben. Die Feuertaufe hat der Ofen sehr gut überstanden und ist ab sofort fester Bestandteil des museumspädagogische Angebotes im Museum Schloss Heringen.
Autor: red

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