Do, 20:58 Uhr
03.11.2005
60 Jahre in einer Chronik festgehalten
Nordhausen (nnz). Am 24. Oktober 2005 jährte sich der Gründungstag der Volkssolidarität zum 60. Mal. Die Geschichte des Kreisverbandes Nordhausen, von den Anfängen bis zur Gegenwart, wurde in einer Chronik festgehalten. Näheres dazu mit einem Klick auf MEHR.
Am 24. Oktober 1945 formulierten erstmals Delegierte auf der 2. Landeskonferenz der KPD Sachsens in Dresden die Aufgaben bei der Überwindung der Nachkriegsnot und gründeten die Volkssolidarität. Durch die ins Leben gerufene Massenorganisation entstand eine Initialwirkung, die kurz darauf in weiteren Teilen Mitteldeutschlands Hilfsorganisationen entstehen ließen, so u. a. im November 1945 die Thüringen-Aktion gegen Not - in Nordhausen organisierte sich unter Leitung des Pfarrers Reißland der Kreisausschuss Thüringen-Aktion gegen Not mit Sitz in der Grimmelallee 37.
Eine ihrer Hauptaufgaben war die stärkere Einbeziehung der Rentner in das gesellschaftliche Leben und ihre Betreuung durch politisch-kulturelle Arbeit und den Aufbau von Veteranenklubs. Daran hat sich - auch 60 Jahre später nichts geändert. Hauswirtschaftshilfe, Essen auf Rädern, zwei Begegnungsstätten sowie drei Beratungsstellen und ein Seniorenreiseclub gehören heute zu den Angeboten der Volkssolidarität. Geändert hat sich allerdings die Anzahl der Mitglieder. Waren es 1980 exakt 13.806 so gab es Ende 2004 nur noch 841 Mitglieder im Landkreis Nordhausen. Kreisvorsitzende Ilona Kleemann würdigte auf der Festveranstaltung besonders die schwierige Arbeit nach der Wiedervereinigung, als aus der einstigen Massenorganisation eine leistungsstarker Dienstleister wurde.
Die Entwicklung der Volkssolidarität in allgemeinen und des Kreisverbandes Nordhausen im besonderen ist in einer umfangreichen Chronik nachzulesen, die von einem Team erarbeitet wurde. In dem ansprechend gestalteten 255-seitigen Buch lassen die Autoren die schweren Jahre des Neubeginns vor dem geistigen Auge Revue passieren, sie erinnern an den Aufbau und die Konsolidierung der Massenorganisation in der Zeit von 1946 bis 1956, widmen sich dem Prozess der Umstrukturierung der Volkssolidarität in den folgenden acht Jahren und arbeiten die Bedeutung der Volkssolidarität für die älteren Bürgerinnen und Bürger heraus. Ein Kapitel über die Arbeit der Organisation nach der politischen Wende, ein perspektivischer Ausblick sowie ein geschichtlicher Überblick und umfangreiche statistische Angaben schließen das interessante Werk ab. Viele Fotos, Dokumente und Zeitzeugenberichte ergänzen und richte bereichern das Buch, das im Verlag Steffen Iffland, Nordhausen, erschienen ist. Als Autoren zeichnen Iris Großmann, Katrin Hornung und Jürgen Nagel, alle Ein-Euro-Jobber, verantwortlich. Auch ihnen ein kompliment für diese Arbeit.
Die bemerkenswerte Chronik, ISBN 3-9808937-7-4, ist in allen Buchhandlungen des Landkreises zum Preis von 14,80 Euro zu haben.
Autor: rhAm 24. Oktober 1945 formulierten erstmals Delegierte auf der 2. Landeskonferenz der KPD Sachsens in Dresden die Aufgaben bei der Überwindung der Nachkriegsnot und gründeten die Volkssolidarität. Durch die ins Leben gerufene Massenorganisation entstand eine Initialwirkung, die kurz darauf in weiteren Teilen Mitteldeutschlands Hilfsorganisationen entstehen ließen, so u. a. im November 1945 die Thüringen-Aktion gegen Not - in Nordhausen organisierte sich unter Leitung des Pfarrers Reißland der Kreisausschuss Thüringen-Aktion gegen Not mit Sitz in der Grimmelallee 37.
Eine ihrer Hauptaufgaben war die stärkere Einbeziehung der Rentner in das gesellschaftliche Leben und ihre Betreuung durch politisch-kulturelle Arbeit und den Aufbau von Veteranenklubs. Daran hat sich - auch 60 Jahre später nichts geändert. Hauswirtschaftshilfe, Essen auf Rädern, zwei Begegnungsstätten sowie drei Beratungsstellen und ein Seniorenreiseclub gehören heute zu den Angeboten der Volkssolidarität. Geändert hat sich allerdings die Anzahl der Mitglieder. Waren es 1980 exakt 13.806 so gab es Ende 2004 nur noch 841 Mitglieder im Landkreis Nordhausen. Kreisvorsitzende Ilona Kleemann würdigte auf der Festveranstaltung besonders die schwierige Arbeit nach der Wiedervereinigung, als aus der einstigen Massenorganisation eine leistungsstarker Dienstleister wurde.
Die Entwicklung der Volkssolidarität in allgemeinen und des Kreisverbandes Nordhausen im besonderen ist in einer umfangreichen Chronik nachzulesen, die von einem Team erarbeitet wurde. In dem ansprechend gestalteten 255-seitigen Buch lassen die Autoren die schweren Jahre des Neubeginns vor dem geistigen Auge Revue passieren, sie erinnern an den Aufbau und die Konsolidierung der Massenorganisation in der Zeit von 1946 bis 1956, widmen sich dem Prozess der Umstrukturierung der Volkssolidarität in den folgenden acht Jahren und arbeiten die Bedeutung der Volkssolidarität für die älteren Bürgerinnen und Bürger heraus. Ein Kapitel über die Arbeit der Organisation nach der politischen Wende, ein perspektivischer Ausblick sowie ein geschichtlicher Überblick und umfangreiche statistische Angaben schließen das interessante Werk ab. Viele Fotos, Dokumente und Zeitzeugenberichte ergänzen und richte bereichern das Buch, das im Verlag Steffen Iffland, Nordhausen, erschienen ist. Als Autoren zeichnen Iris Großmann, Katrin Hornung und Jürgen Nagel, alle Ein-Euro-Jobber, verantwortlich. Auch ihnen ein kompliment für diese Arbeit.
Die bemerkenswerte Chronik, ISBN 3-9808937-7-4, ist in allen Buchhandlungen des Landkreises zum Preis von 14,80 Euro zu haben.

