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So, 07:00 Uhr
14.11.2021
Angefragt und?

Die Belehrung eines Stadtrates

All jene, die im Jahr 2019 ihr Kreuz hinter einem Namen oder einer Partei für den Nordhäuser Stadtrat "anbrachten", hatten dabei eine gewisse Erwartungshaltung. Zum Beispiel, dass sich die Personen auch um die Sorgen und Probleme der Menschen in dieser Stadt kümmern. Doch in Nordhausen gehen sie in dieser Annahme fehl...

So sah es Mitte September an der Salza aus (Foto: nnz-Archiv) So sah es Mitte September an der Salza aus (Foto: nnz-Archiv)
Während der September-Sitzung des Nordhäuser Stadtrates hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Steffen Iffland eine Anfrage gestellt, die sich unter anderem auf den Vandalismus in der Stadt allgemein und die Zerstörung von Informationstafeln an der Salzaquelle konkret bezog.

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Rund fünf Wochen später erhielt Iffland sodann Antwort von Frau Krauth. Sie ist die Bürgermeisterin dieser Stadt und damit auch für die Ordnung in diesem Gemeinwesen zuständig. Doch statt einer konkreten Antwort bekam Iffland eine Art von Rechtsbelehrung zugeschickt. Die ersten fünf Abschnitte können für den Laien so zusammengefasst werden: Der Stadtrat habe eigentlich in diesen Fragen überhaupt keinerlei Zuständigkeit.

Steffen Iffland zur nnz: "Auf meine Stadtratsanfrage 'Was denn die Stadtverwaltung gegen den Vandalismus künftig tun möchte, und ob eine Videoüberwachung an Brennpunkten nicht ratsam wäre', bekam ich ein Antwortschreiben . Mit diesem wird mir keine Lösung vorgeschlagen, sondern viel mehr erklärt, dass mich - also den Stadträten und damit dem Bürger - das alles gar nichts angehe."

Das haut dem CDU-Fraktionsvorsitzenden nun fast um. Im Gespräch mit der nnz sagte er, dass er sich nun vielleicht vor dem Stellen einer Anfrage bei der Bürgermeisterin Krauth dahingehend entschuldigen müsse, überhaupt eine Frage gestellt zu haben. Wie anders sei denn die Passage zu deuten? "Der Stadtrat ist demnach für ordnungsrechtliche Maßnahmen nicht zuständig. Der Stadtrat hat keinerlei Einflussmöglichkeiten, ihm stehen selbst Informationsansprüche nicht zu." Kommunikation made in Nordhausen.

Für den Beobachter der politischen Szenerie in der Rolandstadt fügt sich dieser Schriftwechsel als ein weiteres Steinchen in das aktuelle Mosaik der Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Stadtverwaltung ein. Das scheint massiv zerstört, das wird kein fertiges Bild mehr, das Ganze, also der Blick auf die Stadt und ihre Menschen geht verloren.

Und Iffland konstatiert: "Das zeigt wie wichtig die kommende Bürgermeisterwahl aber auch die des Oberbürgermeisters in zwei Jahren ist. In dieser Stadt steht alles still, man schaut weg und nimmt den Vandalismus einfach hin. Da ist es gut, dass man wenigstens die Gesetze kennt, hinter denen man seine Untätigkeit verstecken kann."

Und konkret auf die kommende Neuwahl des Bürgermeisteramtes weisend meint Steffen Iffland: "Dieser Brief, unterzeichnet von Frau Krauth zeigt, dass es Zeit wird, dass diese Frau endlich geht"!
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
A.kriecher
14.11.2021, 07:13 Uhr
Naja
Für mich ist das,wie immer, nur Stimmungsmache. Am besten wäre es, man hat ordentlich vorgesorgt und kann dieses Schmierentheater verlassen.
Jäger53
14.11.2021, 08:17 Uhr
Politik
So ist eben Politik im großen wie im kleinen. Erst mal sich wählen lassen und dann alle viere gerade sein lassen. Auf deutsch nichts tun.
Gudrun1974
14.11.2021, 09:45 Uhr
Gruß an alle Buchmann Wähler.
Ein weiteres Mal. Da kümmern sich Leute ehrenamtlich um ihre Stadt, ärgern sich, wenn das, Geschaffene zerstört wird und als Dank gibt's einen Tritt in den Hintern aus dem Rathaus. Man darf noch nicht mal mehr fragen?!
Marino50
14.11.2021, 10:13 Uhr
Unsere Stadtverwaltung...
...hat ja schließlich im "HomeOffice " gearbeitet während Corona. Aber Corona ist ja noch nicht vorbei. Da ist das alles sehr schwierig, überhaupt was auf die Reihe zu bringen. Ich sage nur unser "Bürger"amt. Oder läuft es dort schon wieder ohne Termin? Vielleicht habe ich da was verschlafen. Die Stadtverwaltung ist sicher weiterhin im Corona-Tiefschlaf. Wir hatten da immer ein Sprichwort: "Lieber ein gesunder Büroschlaf, als nutzlos herum sitzen"
Echter-Nordhaeuser
14.11.2021, 10:24 Uhr
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Rainer H.
14.11.2021, 10:41 Uhr
Totalversagen der Rathausspitze Buchmann und Krauth
Das ist ja wirklich Hohn und Spott. Es zeigt die Hilflosigkeit aber auch Unfähigkeit der Verwaltung. Wenn man schon selbst die Probleme nicht erkennt, sollte man doch wenigstens im Nachgang den Willen haben etwas positives zu bewirken.

Es zeigt sich in der Promenade, die Anwohner dort haben sich seit Jahren über den Vandalismus beschwert. Geändert hat sich nichts. Am besten man ersetzt den Oberbürgermeister gleich mit.
Kitty Kat
14.11.2021, 12:18 Uhr
Bürgermeister
An so eine Stelle gehört jemand mit a) der richtigen Verwaltungsqualifikation UND b) jemand von hier, dessen Herzblut hier in unserer Stadt fließt und nicht in Mannheim oder sonst wo in der Ferne. Eben jemand, für den nicht der dolle Posten zählt sondern die Interessen der Menschen hier! Das wird ganz schön schwierig.
bigg.y
14.11.2021, 13:53 Uhr
Erschreckend
Mit einem CDU Bürgermeister hätten wir den Überwachungsstaat zurück! Auch in den Orten außerhalb der Kreisstadt gibt es Vandalismus dort hat noch kein CDU oder SPD Verwalter Kameras installiert. Buchmanns Vorgänger Zeh und Rinke ebenso wenig, oder Herr Iffland?
Tamara Jagellovsk
14.11.2021, 13:53 Uhr
Es fehlt leider die Möglichkeit
einer Abwahl.
Jeder Angestellte / Arbeiter kann von seinem Arbeitgeber ( hier die Bürger ) gekündigt werden.
Der Bürger muss leider die Amtszeit in kauf nehmen, eine entsprechende Gesetzesänderung wäre angebracht.

Tamara Jagellovsk GSD
Alex Gösel
14.11.2021, 14:15 Uhr
Iffland ist doch lange genug im politischen Geschäft
damit müsste er doch wissen, dass so ein vorgehen schon IMMER an der Tagesordnung war, oder?

Also bitte (nach der Wahl) keine Stimmungsmache und Polemik mehr! Vielleicht sollte Herr Iffland, als selbsternannter "Bürgermeister von Salza" sich einfach mal mehr um den sog. "kleinen Bürger" kümmern, oder?

Im Moment haben wir wirklich dringendere Probleme, als das bisschen Vandalismus, den ich natürlich auch nicht gutheiße. Aber wie siehts denn mit vernünftigen Corona-Maßnahmen aus?

Auch wenn sich Herr Iffland ab- und zu an der Salzaquelle blicken lassen hat, gebracht hat es wenig,oder? Da heißt es einfach noch mehr für die Salzaquelle tun, oder? Da bringt auch eine Kameraüberwachung nichts - zumal ich so ein Vorschlag/Vorgehen Datenschutzrechtlich sehr kritisch sehe!

Herr Iffland, ich bin mir sicher Sie schaffen das! Frau Krauths Tage sind ja offensichtlich sowieso in Nordhausen gezählt, oder?

Ihr

ottO treberT
Müller
14.11.2021, 15:03 Uhr
Staatssicherheit der DDR wäre richtig neidisch?
Wir brauchen keine Videüberwachung . Die Staasi war da nix dagegen oder? Heute Zensus wo über die Bürger zwangsweise Auskunft gegeben werden muss und Videoüberwachung. Nagut die Wirtschaft wird ja teilweise schon an China verkauft und so manches deutsche Unternehmen kaputtgeregelt bis es der Chinese kaufen kann. Dann haben wir dann schon die Infrastruktur für chinesische .............
HeiKev
14.11.2021, 16:15 Uhr
Auf Ifflands Totalüberwachung kann ich auch gerne verzichten
Warum ist der Mann eigentlich noch in der CDU? Ist die CDU jetzt das Ausführungsorgan für totalitäre Regime wie von Xi Ping oder Lukaschenko?

Wegen Vandalismus die gesamte Bevölkerung zu überwachen kann nur einem außerhalb der CDU stehenden Vereinsmitglied der sogenannten "Werte CDU" einfallen. Die CDU stand bisher für Freiheit und hat sich bisher gegen totalitäre Überwachungsstaaten eingesetzt. Der Mann ist doch in der falschen Partei.

Ich sehe aus diesem Blickwinkel die Antwort der Bürgermeisterin. Es kann nicht zugelassen werden, dass so ein Stadtrat die Bürger mit Totalüberwachung bedroht!
Gudrun1974
14.11.2021, 16:41 Uhr
Rathausschreiben zeigt folgendes:
Ich habe mir das Schreiben an Hr. Iffland noch mal im ganzen durchgelesen. Dabei zeigt sich eins: Da steckt nicht nur eine Person dahinter (Krauht) sondern der gesamte Geist dieser gesamten Verwaltung und der RathausFührung. Für diesen Brief haben mehrere Personen (Juristen etc.) zugearbeitet und sind tief in Paragrafen usw. eingestiegen um gegen die Bürger und die Transparenz ihnen gegenüber anzukämpfen.

Es ist also die Kultur dieser Stadtverwaltung das eigentliche Problem. Und wir alle wissen, wo der Fisch anfängt zu riechen - nämlich am Kopf. Das wird auch die nächsten drei Jahre so bleiben oder man geht endlich die Abwahl an, um noch mehr Schaden von unserer Stadt abzuwenden. Natürlich währe es ehrenvoller wenn, Kai Buchmann selbst die Einsicht hätte, daß er auf diesem Posten falsch ist.
Alex Gösel
14.11.2021, 17:13 Uhr
Alles schön und gut @Gelassenheit
Aber sitzt Herr Iffland nicht selber auch im Stadtrat? Also hilft doch nur eines - den ganzen Stadtrat austauschen und neue Menschen ranlassen, oder?

Sie schreiben: "Da steckt nicht nur eine Person dahinter (Krauht) sondern der gesamte Geist dieser gesamten Verwaltung und der RathausFührung." Außerdem schreiben Sie: "der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken", und Herr Iffland ist, als Vorsitzender der CDU-Fraktion einer, der ganz vorne sitzt, oder?

Aber keine Angst: mein Tipp geht an alle Personen und Parteien in diesem Gremium, nicht nur an die CDU und Herrn Iffland!

Ihr

ottO treberT
Schmidtie
14.11.2021, 17:24 Uhr
Was für ein Mimimi!
Herr Ifland benimmt sich wie ein Kind (oder soll ich sagen: Hobbypolitiker), dem man dem Lutscher weggenommen hat. Im Antwortschreiben werden doch mehrere Ding klargemacht:

1. Der Vorgang liegt nicht im Wirkungsbereichs des Stadtrates und zwar nicht weil es der ach so böse Herr Buchmann oder diese renitente Stadtverwaltung so will, sondern weil es die Thüringer Kommunalordnung so festschreibt. Auch diese hat sich Herr Buchmann nicht ausgedacht, sondern wurde auf Landesebene erlassen.

2. Hat man dem Stadtrat bereits 3 mal mitgeteilt, dass man aus verschiedenen Gründen keine detaillierten Angaben zu ordnungsrechtlichen oder polizeilichen Maßnahmen machen kann.

3. Man hat Herrn Ifland erklärt, dass für den Straftatsbestand der Sachbeschädigung die Polizei und nicht das Ordnungsamt (und damit die Stadtverwaltung) zuständig ist.

4. Man hat aufgezeigt, dass das bestehende Personal der städtischen Ordnungshüter bereits im Schichtdienst bis spät Abends eingesetzt wird, an den bekannten Problemstellen. Hier wird wohl jeder seine ganz eigene Definition von Problemstellen haben, aber die Salzaquelle wird mit Sicherheit nicht ganz oben auf der Liste erscheinen. Den Aufschrei im Stadtrat möchte ich nicht mitbekommen, wenn dafür extra Personal eingesetzt wird. Alternativ kann sich ja der Stadtrat in die Aufstockung der städtischen Ordnungshüter und die Finanzierung dieser Stellen einbringen.

5. Anscheinend wurde von Herrn Iffland eine Videoüberwachung gefordert oder angefragt. Hier hat man ihm ebenfalls umfänglich geantwortet. Unabhängig davon könnte man wahrscheinlich 20x neue Schilder aufstellen, bis man die Kosten für eine Videoüberwachung überschreitet. Eine Videoüberwachung für die man eine Stromversorgung und einen Internetzugang bereitstellen muss. Dann muss man das ganze auch noch so errichten , dass es selber nicht dem Vandalismus zum Opfer fällt.

Für mich und auch andere Leser erweckt dieser Artikel von Herrn Ifland, bzw. von Herrn Greiner nicht mal im Ansatz den Anschein, dass es den beiden Herren um die Sorgen und Probleme der Menschen in dieser Stadt geht. Hier will man wieder billige Polemik machen, ohne sich mal auch nur genauer mit Antwortschreiben befasst zu haben.
Graukopf55 NDH
14.11.2021, 18:17 Uhr
ich bin ein wenig verwirrt
liegt es an meinem Alter oder daran das es jene gibt die nicht achten können... Zuerst die, welche die Arbeit und Mühen der Anderen nicht achten wollen. Danach die, welche eine Sachbeschädigung als Wahlkampf betrachten. Kamera- und Polizeiüberwachung?! Wer will da das Recht auf das eigene Bild und die Freiheit der Gedanken missachten? Meiner Meinung nach verstecken sich hinter diesem Gedankengut zu viele die es missachten. Und zum Schluss, was passiert mit denen die bei einer Sachbeschädigung oder ähnlichen festgestellt werden?! ... na nichts! Müssten die unter den Augen der Öffentlichkeit den angerichteten Schaden reparieren ... das wäre beschämend. Steht aber nicht im Sinn der aktuellen "Rechtsprechung". Was ist mit denen, die nicht zahlungsfähig sind??? ... ganz schön verwirrend dieses Desaster. Da ist es wirklich einfacher über eine Misswahl und eine neue Wahl zu schreiben und zu streiten. Neue Bürgermeister/innen werden dann auch nichts ändern und da spielt auch nicht die Herkunftspartei eine Rolle.
Honsteiner
15.11.2021, 00:19 Uhr
Rathaus weis nur wie es nicht geht
In den letzten Jahren wird aus dem Rathaus nur verhindert und verzögert. Man hat sich darauf eingearbeitet den Bürgern mitzuteilen, wie es nicht geht. Manche Themen wie z.B. "Grüne Welle" werden irgendwie nie umgesetzt. Anfragen von Bürgern wirken wie Angriffe auf den Oberbürgermeister. Ich denke er liest vermutlich wieder heimlich und verkrampft die Kommentare, obwohl er ja keine NNZ mehr liest.
Wie vollmundig war Herr Buchmann in seinem Wahlkampf. "Industriegebiet sagte er "Nicht reden sondern machen" "Steuern senken etc". Ich weiß gar nicht was er überhaupt bisher geleistet hat. Feuerwehr und Theater wurden ja schon vor seiner Amtszeit geplant und in die Wege geleitet.
Und Frau Krauth wird wohl im Januar die Bühne verlassen?!

In den letzten Jahren war ich viel mit meiner Frau und den Kindern an der Salzaquelle. Es hat sich viel getan! Herzlichen Dank dafür Herr Iffland und ihren Mitgliedern vom Heimatverein.
Alex Gösel
15.11.2021, 11:38 Uhr
Werte NNZ-Redaktion
mich würde schon interessieren, was Graukopf55 NDH, noch ist der Kommentar ja nicht gesperrt...
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Anm. d. Red.: Jetzt ist er freigeschaltet. War nur übersehen worden. Danke!
herjemiene
21.11.2021, 20:59 Uhr
Salzaquelle
Es ist sowas von gut , daß es leute wie Iffland gibt. Solche wie Iffland sollte man vielleicht noch mehr im Heimat oder Geschichtsunterricht einstellen, damit die Kinder und Jugendlichen ein besseres Heimatwertgefühl mitbekommen als jenes heut gelehrt wird. Eine Frau Krauht in jungen Jahren sollte in solcher Klasse aber keine Klassensprecherin sein , sonder nur in der ersten Reihe sitzen und gut zuhören was der Herr Iffland geschichtlich zu berichten hat.
Hab letztes Jahr ein Geologenehepaar (Professoren) an der Salzaquelle fotographieren müssen. Sie waren extra über 600 km angereist, mit mehreren Übernachtungen nur wegen der Quelle und beglückwünschten mich unserer schönen Gegend.
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