Fr, 09:00 Uhr
05.11.2021
Lichtblick zum Wochenende
Wie man in den Wald hineinruft
Welche Menschen sind Ihnen heute schon begegnet? Überlegen Sie kurz: Wie waren diese Menschen so gestimmt? Froh und zuversichtlich? Gehetzt oder genervt? Diese Fragen stellt sich auch Pfarrerin Katharina Freudenberg im Lichtblick...
Und wie sind diese Menschen Ihnen begegnet – mit einem offenen Blick und einem Lächeln? Skeptisch oder ablehnend mit verschränkten Armen?
Und noch eine Frage an Sie selbst: Wie sind Sie in diese Begegnungen gegangen – wie waren Sie selbst gestimmt und welche Körperhaltung haben Sie eingenommen? Lassen Sie die Begegnungen in Ruhe noch einmal vor Ihrem inneren Auge vorbeiziehen. Zu diesem Thema gibt es eine alte Geschichte: Ein alter Mann saß vor den Toren einer Stadt. Alle Menschen, die in die Stadt gingen, kamen an ihm vorbei.
Da blieb ein Fremder stehen und wandte sich höflich an den Mann: Du kannst mir sicher sagen, wie die Menschen in dieser Stadt sind? Der Alte sah ihn lächelnd an: Wie waren sie dort, wo du herkommst?
Freundlich, hilfsbereit und großzügig. Sehr angenehme Menschen, antwortete der Fremde.
Genau so sind sie auch in dieser Stadt! Das freute den Fremden und mit einem Lächeln passierte er das Stadttor.
Wenig später trat ein anderer zu dem Mann und fragte ihn schroff: Sag mir, Alter, wie sind die Menschen in dieser Stadt? Der Alte fragte auch ihn: Wie waren sie dort, wo du zuletzt warst?
Furchtbar! Unfreundlich und arrogant.
Der alte Mann antwortete: Ich fürchte, so sind sie auch in dieser Stadt.
Haben Sie die Geschichte schon einmal gehört? Oder das Sprichwort: Wie man in den Wald hineinruft, so schalt es heraus.
Gewiss, die Geschichte und das Sprichwort stimmen nicht immer mit der Realität überein. Manchmal bekommt man auf eine freundliche Ansprache eine patzige Antwort.
Und doch macht es einen großen Unterschied, in welcher Weise wir den Menschen in unserem Umfeld oder am Arbeitsplatz begegnen. Über ein gutes Wort ist jeder Mensch froh – es gibt Kraft und vielleicht einen Lichtblick in einem sonst tristen Alltag. Ich lade Sie heute dazu ein, darauf einmal besonders zu achten in Ihren Begegnungen.
Vielleicht werden Sie schon mit einer kleinen Geste oder einem guten Wort zum Segen für einen anderen Menschen. Und vielleicht bekommen auch Sie selbst eine dankbare Reaktion geschenkt.
Bleiben Sie behütet!
Pfarrerin Katharina Freudenberg
Autor: redUnd wie sind diese Menschen Ihnen begegnet – mit einem offenen Blick und einem Lächeln? Skeptisch oder ablehnend mit verschränkten Armen?
Und noch eine Frage an Sie selbst: Wie sind Sie in diese Begegnungen gegangen – wie waren Sie selbst gestimmt und welche Körperhaltung haben Sie eingenommen? Lassen Sie die Begegnungen in Ruhe noch einmal vor Ihrem inneren Auge vorbeiziehen. Zu diesem Thema gibt es eine alte Geschichte: Ein alter Mann saß vor den Toren einer Stadt. Alle Menschen, die in die Stadt gingen, kamen an ihm vorbei.
Da blieb ein Fremder stehen und wandte sich höflich an den Mann: Du kannst mir sicher sagen, wie die Menschen in dieser Stadt sind? Der Alte sah ihn lächelnd an: Wie waren sie dort, wo du herkommst?
Freundlich, hilfsbereit und großzügig. Sehr angenehme Menschen, antwortete der Fremde.
Genau so sind sie auch in dieser Stadt! Das freute den Fremden und mit einem Lächeln passierte er das Stadttor.
Wenig später trat ein anderer zu dem Mann und fragte ihn schroff: Sag mir, Alter, wie sind die Menschen in dieser Stadt? Der Alte fragte auch ihn: Wie waren sie dort, wo du zuletzt warst?
Furchtbar! Unfreundlich und arrogant.
Der alte Mann antwortete: Ich fürchte, so sind sie auch in dieser Stadt.
Haben Sie die Geschichte schon einmal gehört? Oder das Sprichwort: Wie man in den Wald hineinruft, so schalt es heraus.
Gewiss, die Geschichte und das Sprichwort stimmen nicht immer mit der Realität überein. Manchmal bekommt man auf eine freundliche Ansprache eine patzige Antwort.
Und doch macht es einen großen Unterschied, in welcher Weise wir den Menschen in unserem Umfeld oder am Arbeitsplatz begegnen. Über ein gutes Wort ist jeder Mensch froh – es gibt Kraft und vielleicht einen Lichtblick in einem sonst tristen Alltag. Ich lade Sie heute dazu ein, darauf einmal besonders zu achten in Ihren Begegnungen.
Vielleicht werden Sie schon mit einer kleinen Geste oder einem guten Wort zum Segen für einen anderen Menschen. Und vielleicht bekommen auch Sie selbst eine dankbare Reaktion geschenkt.
Bleiben Sie behütet!
Pfarrerin Katharina Freudenberg

