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Di, 08:20 Uhr
01.11.2005

Richter Kropp: Öl-Spur

Nordhausen/Sondershausen (nnz). Öl wird in unserer Zeit gerne als „schwarzes Gold“ bezeichnet. Für viele, die mit Aktien und ähnlichem zu tun haben, ist dies erfreulich, für Autofahrer und Hauseigentümer stellen steigende Ölpreise ein immer größeres Ärgernis dar. So häufen sich auch vor den Gerichten die Fälle des Schwarztankens...


Gemeint sind dabei solche Zeitgenossen, die an einer Tankstelle ihren Wagen voll tanken und dann, ohne zu bezahlen, davonfahren. Betrug nennt das der Gesetzgeber. Eine andere Variante im Zusammenhang mit dem schwarzen Gold kann man jetzt im Kyffhäuserkreis beobachten. Dort lebt Klaus K. (40, Name geändert) in Steinthaleben. Auch Klaus K. benötigt wie wir alle Öl. Das veranlaßte ihn mit einem Freund zu einem Grundstück zugehen und dort ein Brett der Grundstückshofumfriedung abzuhebeln. Von dort begaben sich die Täter zu einem unverschlossenen Schuppen und füllten dort mit einer Pumpe 600 Liter Heizöl aus einem Tank in einen anderen Behälter. Dieser wurde dann nach Hause transportiert und verbraucht. Der Schaden belief sich auf 290 €.

Von Klaus K. hatte die Justiz zunächst keine Kenntnis. Aufgefallen war den ermittelnden Polizeibeamten nur der Mittäter, zu dessen Wohnung quer durch Steinthaleben eine große Ölspur verlief. Erst in dem Prozeß gegen diesen fiel erstmals der Name des Klaus K. Das Amtsgericht Sondershausen hat nun gegen K. einen Strafbefehl in Höhe von 1000 € erlassen, der auch rechtskräftig geworden ist. Da das Amtsgericht Sondershausen K. wegen Nötigung und Körperverletzung bereits zu einer Freiheitsstrafe zur Bewährung verurteilte, darf dieser sich weitere Eskapaden künftig nicht mehr leisten.

Damit hat das Sondershäuser Amtsgericht die aktuellen Fälle des Öldiebstahls abgearbeitet. Es bleibt abzuwarten, ob bei steigenden Ölpreisen weitere Verfahren anstehen.
Autor: nnz

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