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Do, 12:19 Uhr
27.10.2005

Hier liegt man richtig

Nordhausen (nnz). Jede Woche präsentiert die nnz eine neue Umfrage. Nach vielem in diesem Nordhausen und in dieser Welt haben wir Sie befragt. Nur nicht nach dem Friedhof. Das machte eine Studentin. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.


Die Nordhäuser stellen ihren Friedhöfen ein gutes Zeugnis aus. Das ist das Ergebnis einer Erhebung unter 260 Nordhäuser Bürgerinnen und Bürger von Fachhochschul-Praktikantin Alexandra Gärtner im Auftrag der Stadtverwaltung und einer kommunalen Vereinigung. Die meisten Stimmabgaben - rund 70 Prozent der Befragten – bezogen sich dabei auf den Nordhäuser Hauptfriedhof, ablesbar aus den Antworten auf die Frage „Welchen Friedhof besuchen Sie am häufigsten.“ Mit rund 9 Prozent folgt der Friedhof in Salza. Zu den Friedhöfen in den Ortsteilen konnten oft nur 1-2 Personen befragt werden.

Sowohl auf die Frage nach dem gärtnerischen Zustand als auch nach der Sauberkeit gab es für die insgesamt 11 städtischen Friedhöfe jeweils die Durchschnittsnote 2,1 auf der 5er Skala. Die Spannweite reicht dabei von der 3 als schlechtester Note bis zur 1, 5 als bester Bewertung. Insgesamt haben die Friedhöfe für die Befragten einen hohen Stellenwert. 36 Prozent der Interview-Partner stuften sie als „sehr wichtig“ ein, weitere 45 Prozent als „wichtig“. Nur für 3 Prozent sind die Friedhöfe „unwichtig“.

Auf den Fragebögen gab es die Möglichkeit, Vorschläge zur Verbesserung der Friedhöfe zu unterbreiten. Der Hauptforderung für den Nordhäuser Hauptfriedhof wird bereits nachgekommen: Die Ausbesserung der Haupt- und Nebenwege. Sie seien vor allem bei schlechtem Wetter kaum passierbar, so die Befragten. Die insgesamt mehr als drei Kilometer langen Hauptwege sowie die Nebenwege des Hauptfriedhofes werden seit Jahresbeginn ausgebessert und befestigt. Bis zum Jahresende werden 80 Prozent der Arbeiten abgeschlossen sein. Der Rest wird 2006 erledigt.

Zweites Hauptproblem für die Befragten auf dem Hauptfriedhof: Der Diebstahl von Grabschmuck. Dieses Problem kennt auch Sabine Dautz, Sachgebietsleiterin Friedhöfe bei der Stadtverwaltung: Die meisten Diebe kämen keinesfalls heimlich bzw. nachts - sondern tagsüber. Und der Blumen-Schmuck vom fremden Grab werde in den meisten Fällen für die eigene Grabstelle „benötigt“. Solche Diebstähle zu ahnden sei schwierig – nicht nur wegen der Größe des Friedhofes sondern auch wegen der Beweisbarkeit. „Es geht selbst den Angehörigen so: Sie kommen zu mir und sagen: Ich weiß genau, auf welchem Grab mein Blumenschmuck jetzt liegt. Nur nachweisen kann ich den Diebstahl nicht.“ Es bleibe damit nur der Appell an die Ethik der Friedhofsbesucher.

Auch das von den Befragten nachgefragte Ausleihen von Gartengeräten habe man vor Jahren angeboten. „Allerdings haben die Gräte zu oft `Beine bekommen´ und sind nie wieder zurückgekommen“, so Frau Dautz. Inzwischen biete allerdings der Blumenladen am Eingang zum Hauptfriedhof die Ausleihe solcher Geräte an. Weiteren Anregungen – zum Beispiel das Hunde- und Radfahrverbot - wird mit dem Entwurf der neuen Friedhofssatzung nachgekommen, die den Stadträten noch in diesem Jahr zur Entscheidung vorgelegt wird.

Die Fragebögen für die Umfrage standen zum einen im Internet zum Ausfüllen bereit, darüber hinaus wurden die Besucher direkt an den Friedhöfen befragt. Fragebögen gingen zugleich u.a. zur Volkssolidarität, zum Seniorenbegegnungszentrum, dem Seniorenbeirat und den Anwohnern der Friedhöfe und lagen im Bürgerservice im „Neuen Rathaus“ aus.
Autor: nnz

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