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Do, 11:45 Uhr
27.10.2005

nnz-Leser wissen es schon lange

Nordhausen (nnz). Während man in Berlin noch um die Koalitionsvereinbarung der künftigen großen Koalition ringt, beschäftigt sich der SPD-Kreisverband Nordhausen schon mit den Bürgermeister- und Landratswahlen im Mai nächsten Jahres. Und wirbt für eine besondere Koalition...


Die nnz hatte bereits mehrfach über eine rot-rote Partnerschaft im kommenden Jahr berichtet, jetzt wird es offiziell: „Wir werden hier auch in einer Art großen Koalition antreten, nur im Südharz bedeutet dies Rot-Rot und nicht Schwarz-Rot wie in Berlin“, machte die SPD-Kreisvorsitzende Dagmar Becker deutlich. Schon im Frühjahr diesen Jahres waren die Absichten von SPD und PDS durch die nnz bekannt geworden, sich auf gemeinsame Kandidatenvorschläge für den Landratsposten und OB-Posten in Nordhausen zu einigen. Die Gespräche zwischen den Sozialdemokraten und Sozialisten waren dann nur aufgrund der neu angesetzten Bundestagswahl ausgesetzt worden, weil es schließlich bei den Bundesthemen keine Gemeinsamkeiten gab.

Jetzt hat nun erneut der SPD-Kreisvorstand den Vorschlag für die gemeinsame Kandidatenunterstützung einstimmig beschlossen. „Da brauchte ich gar keine Überzeugungsarbeit zu leisten“, meinte Becker zur letzten Kreisvorstandssitzung. Jetzt liegt es nur noch an Linke.PDS, das Angebot der Sozialdemokraten formell zu bestätigen. Positive öffentliche Bekundungen für diese Absprache gibt es bereits aus führenden PDS Kreisen, offiziell wird die Partei wohl dann Ende November ihre Entscheidung treffen. Wobei deren Ausgang nicht so klar wie bei den Sozis sein wird.

Klar ist jedenfalls, dass die SPD wieder Barbara Rinke für das Oberbürgermeisteramt in Nordhausen nominieren wird. „In Nordhausen sind wir mit Barbara Rinke sehr gut aufgestellt“, freut sich Becker über den guten Ruf ihrer Parteikollegin. Rinke soll in zwei Wochen offiziell vom Ortsverein nominiert werden.

Für die Landratswahl wären somit die Sozialisten dran, einen Namensvorschlag auf den Tisch zu legen. „Wir wollen einen Wechsel an der Spitze des Landratsamtes und da müssen wir uns nicht gegenseitig die Wähler wegnehmen“, machte Becker die Strategie der beiden Parteien klar. Ein Name ist im vertrauten Kreis beider Parteien bereits im Spiel: Birgit Keller, die Vorsitzende des Nordhäuser Kreistages.

Schon seit Jahren arbeiten die Sozialdemokraten im Nordhäuser Kreistag mit den Sozialisten zusammen, wodurch es offenbar auch ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen den politisch Agierenden gibt. „Dies ist nicht überall in Thüringen so, aber bei uns klappt es“, erklärte Dagmar Becker, die auch für eine solches Bündnis im Landtag mehrfach geworben hat.
Autor: nnz

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