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Di, 15:12 Uhr
19.10.2021
Zwei Rennsiege für Julius Rammelt

Jubel in Oschersleben

Am vergangenen Wochenende fand auf der Kartbahn in Oschersleben der finale Meisterschaftslauf des Nord- und Ostdeutschen ADAC-Kartcups statt. Nach spannenden Rennen konnte ein junger Südharzer dort am Ende zwei Rennsiege feiern...

JuliusRammelt in seinem Kartwagen (Foto: K.Rammelt) JuliusRammelt in seinem Kartwagen (Foto: K.Rammelt)

Bei trockenen Bedingungen und kalten Temperaturen mussten die knapp 80 Kartsportler der nord- und ostdeutschen ADAC-Regionalserien am zurückliegenden Wochenende noch einmal in diesem Jahr ihre Rennmaschinen rüsten, um in der Magdeburger Börde ihren Finallauf auszutragen. Die direkt neben der Grand-Prix Strecke Oschersleben gelegene 1018 Meter lange Kartbahn ist bekannt für sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten und dramatische Windschattenduelle.

Julius Rammelt (Rennklasse Rotax Mini - verplombte Rotax Einheits-Zweitaktmotoren mit 125 Kubikzentimeter Hubraum und rund 15 PS) war das erste Mal in Oschersleben am Start und traf hier auf starke Wettbewerber aus vier Bundesländern. Umso wichtiger war der Trainingssamstag für den elfjährigen Gymnasiasten aus Rothesütte, diente dieser Trainingstag doch dem Kennenlernen der Strecke unter Rennbedingungen.

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Dass die Eingewöhnung und Abstimmungsarbeit der Topfahrer gelungen waren, zeigte sich dann am Sonntagmorgen. Beim Zeittraining lagen dort die ersten vier Fahrer innerhalb von nur 2/10 Sekunden. Sich Runde für Runde steigernd, gelang Julius in der letzten Runde vor Ablauf der Qualifikationsfrist, die schnellste Rundenzeit und er verdrängte damit seine Hauptkonkurrenten Erik Radtke (Falkensee), Marius Broncoseil (Rangsdorf) und Edin Topic (Berlin) auf die Plätze. Die Reihenfolge aus dem Zeittraining bildete die Startaufstellung für das erste Rennen.

Das knappe Ergebnis des Zeittrainings sollte einen Vorgeschmack auf das erste Rennen liefern, dass an Spannung und Positionskämpfen einiges zu bieten hatte, allerdings ohne Marius, da dieser zum Rennen wegen Unregelmäßigkeiten im Kraftstoffgemisch nicht starten durfte. Bereits am Start wurde es eng, dennoch konnte Julius die Führung vor Erik und Edin behaupten. Danach ordnete sich Phillip Helmchen aus Oranienburg ein. Dieses Viererpaket setzte sich dann zügig vom restlichen 12-köpfigen Feld ab und bot attraktiven und packenden Rennsport. Ständige Angriffe und gegenseitige Überholversuche zogen die anwesenden Zuschauer in ihren Bann. In Runde 4 verlor Julius dann die Führung an Erik. Dieser konnte sich aber vom Südharzer nicht lösen und verlor bereits zwei Runden später wieder den ersten Platz, als Julius ihn geschickt ausbremste und zurücküberholte.

Phillip konnte nach einem Dreher die Pace der anderen drei Fahrer nicht mehr mitgehen und sortierte sich auf Platz vier ein, den er bis zum Schluss behielt. Der D-Zug um Edin, Erik und Julius fuhr unterdessen in packenden Windschattenduellen mit Geschwindigkeiten von jenseits der 100 km/h dem Rennende entgegen. In der Zielkurve, nach 15 Rennrunden, erwischte Erik den Kurvenausgang jedoch etwas besser und konnte sich im Windschatten auf der Zielgeraden an Julius heransaugen. Allerdings reichte es für ihn nicht und Julius verteidigte die Führung erfolgreich mit hauchdünnen 0,055 Sekunden Vorsprung.

Das zweite Rennen des Tages stand dem ersten in nichts nach. Zum Start zog Edin an Erik und Julius vorbei, um in Führung zu gehen. Doch die beiden und Philip konnten Edin problemlos folgen. In der vierten Runde nutzte Julius einen Fehler Edins in der Schikane beherzt aus und setzte sich am Kurvenausgang neben ihn. In der darauffolgenden Rechtskurve war Julius in der besseren Position und übernahm die Führung in diesem Rennen zurück. Der weitere Rennverlauf war auch diesmal gekennzeichnet durch harte aber faire Positionskämpfe und nie mehr als eine Sekunde Abstand zwischen den vier Fahrern. In der letzten Runde des Rennens sicherte sich Julius noch die schnellste Zeit und überquerte den Zielstrich erneut als Sieger vor Erik, Edin und Philip. Alle vier Fahrer blieben dabei innerhalb von 6/10 Sekunden! Damit sicherte sich Julius auch den Tagessieg in Oschersleben, der sich als Gesamtwertung der beiden einzelnen Rennläufe ergibt.

Am kommenden Wochenende steht für Julius das letzte Rennen dieser Saison in Rathenow an. Auf der nur 680 Meter langen, aber sehr schnellen Strecke im Havelland findet der Finallauf der Deutschen Kartchallenge statt. Als Meisterschaftsführender der Klasse Rotax Mini, geht er mit 4 Punkten Vorsprung vor 2 seiner Konkurrenten ins Rennen. Aber bei noch 50 zu vergebenen Punkten für den Sieg, können theoretisch sogar fünf Fahrer Meister werden. Dementsprechend spannend verspricht dieses Finale zu werden.
Kai Rammelt
Autor: red

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