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Sa, 09:20 Uhr
22.10.2005

Einmalig

Nordhausen (nnz). Eine Premiere und gleichzeitig die letzte Vorstellung erlebten gestern Abend die Zuschauer im Nordhäuser Theater. Das Klientel, dass gestern minutenlang Beifall spendete war genauso einmalig wie es das Motto des Abends und die Akteure auf der Bühne zum Teil waren. Die nnz erlebte – wie geschrieben – einen einmaligen Abend.

Einmalig (Foto: nnz) Einmalig (Foto: nnz)

„Der Ball ist rund“ – wer von den Fußball-Philosophen diesen deutungsschweren Satz auch immer geprägt haben mag – an diesem Abend traf der Ausspruch den bekannten Nagel auf den Kopf. Der bekennende Wacker Nordhausen- und Eintracht Frankfurt-Fan Kerstin Weiß hatte schon im vergangenen Jahr eine wunderbare Idee. Und da die Oberspielleiterin im Nordhäuser Theater einen fußballverliebten Chef hat, konnte sie Lars Tietje dazu überreden, der Wacker-Fußballgemeinde ein ganz besonderes Geschenk zu bereiten: Die Wacker-Revue zum 100. Geburtstag des Vereins.

Und in dieser Revue hatte das Duo Weiß-Tietje nicht nur die Moderation übernommen, sondern präsentierte sich auch in den Klamotten, die jeweils in dem entsprechenden Jahrzehnt angesagt waren. Das kam an beim Publikum, Beifall bei jedem Act, wie man so schön neudeutsch sagt. Und das musikalische Programm war so rund wie das Leder, hinter dem 22 Mann 90 Minuten (manchmal mehr) hinterher rennen. Da stand selbstverständlich der Theodor im Fußballtor, da wurde eben diese Kugel besungen (Dein ist mein ganzes Herz) und da trat der Torjägerchor auf. Spaß war auf der Bühne, war aber auch im gut gefüllten Zuschauerraum zu spüren.

Etwas peinlich wirkte da der Auftritt eines Interview-Partners. Herbert Beykirch sollte über sich und über Wacker erzählen. Doch weder antwortete der 80jährige auf die Fragen der Moderatoren, noch hatte er wirklich etwas Wissenswertes mitzuteilen, außer: Als er in der IFA das Sagen hatte, da war bei Wacker eben alles anders.

Das wandelnde Wacker-Statistik-Lexikon Günter Beck machte anschließend schon eine andere Figur, eine bessere. Der hat zwar nie aktiv bei Wacker Fußball gespielt, doch der kennt sich aus. In Tabellen, in Torschützenlisten, in Spielszenen. Und Beck plauderte unter anderem über entscheidende Tore, die einst Aufstieg und Abstieg für Nordhausen besiegelten.

Auf der Bühne standen neben den Künstlern die erste Männermannschaft, die erfolgreiche E-Jugend und eine Torwand. Das Schießen auf die Löcher in selbiger endete 1:1. Das Unentschieden war letztlich symbolisch für einen Abend, der eine einzigartige Partner- und Freundschaft dokumentierte. Der Lust auf mehr machte und den sich die Führungsspitzen des Nordhäuser Rathauses und des Landratsamtes durchaus auch mal hätten gönnen können. Denn wie eingangs geschrieben: Diesen Abend wird es so nicht noch mal geben. Er war schlicht und ergreifend – einmalig.
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Wacker Heimspiel im Theater (Foto: Wiethoff)
Fußball im Theater (Foto: )
Fußball im Theater (Foto: )
Fußball im Theater (Foto: )
Autor: nnz

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