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Sa, 15:19 Uhr
02.10.2021
Zum Tag der Deutschen Einheit

Ostdeutsche Interessen als gesamtdeutsche verstehen

Anlässlich des morgigen 31. Jahrestags der Deutschen Einheit erinnert Steffen Dittes, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, an den verfassungsrechtlichen und politischen Auftrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im gesamten Bundesgebiet...

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„Die politischen Fehler und strukturellen Versäumnisse des Einigungsprozesses vor 31 Jahren wirken bis heute nach. Anstatt in den Aufbau einer sich selbst entwickelnden und tragenden Wirtschaftsstruktur mit einer vielfältigen Eigentümer:innenstruktur zu setzen, wurde gesellschaftlicher Reichtum privatisiert und Betriebe und damit verbundenes Eigentum verwertet. Für die Menschen in den neuen Bundesländern folgten durchbrochene Erwerbsbiografien mit Zeiten langer Arbeitslosigkeit und Beschäftigung in Niedriglohnbereichen. Geringe Löhne wurden zum Teil jahrelang zum Standortfaktor Ost erklärt. Die Folgen sind heute für viele Menschen spürbar: eine im Schnitt ältere Bevölkerung als Folge jahrelanger Abwanderungsbewegung, bis heute im Vergleich geringerer Löhne bei längeren Wochenarbeitszeiten, eine gegenüber den alten Bundesländern höhere Armutsquote insbesondere im Alter.

Die sich nach der Bundestagswahl bildende Bundesregierung muss die Angleichung der Lebensverhältnisse als Ziel der Struktur- und Wirtschaftspolitik und ihrer Entscheidungen zum Erhalt einer flächendeckenden Sicherstellung von Aufgaben der Daseinsvorsorge machen. Diese Schlussfolgerung aus den Fehlern der deutschen Einheit gilt es bundesweit umzusetzen.

Das gemeinsame und gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen in einem Land ist aber nicht allein eine ökonomische Frage. Die Anerkennung von Lebensleistungen und Lebenserfahrungen legt die Grundlage für ein gemeinsames Verständnis und die Akzeptanz gesellschaftlicher Entwicklungen. Die andauernde Benachteiligung vieler Gruppen, bspw. die der in der DDR geschiedenen Frauen, bei der Rentenüberleitung, ist ein beschämender Ausdruck dieser fehlenden Anerkennung. Die Feststellung, dass spezifisch ostdeutsche Erfahrungen weder in politischen Entscheidungen noch bei der Besetzung von Funktionen in administrativen Bereichen einbezogen wurden, bestärkt eine Wahrnehmung der Vernachlässigung und Benachteiligung der Interessen der in den neuen Bundesländern lebenden Menschen.

Bei der Anerkennung von Lebensleistungen und Lebenserfahrungen geht es aber längst nicht mehr allein um die von vor 1989. Die spezifischen Erfahrungen gerade seit 1990, die hohe Bereitschaft und das Engagement vieler Menschen die mit der deutschen Einheit 1990 verbundene andauernde gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Transformation zu gestalten und trotz aller Benachteiligungen Perspektiven zu entwickeln, verdient Respekt. Diesen Respekt zum Ausdruck zu bringen und ostdeutsche Interessen als gesamtdeutsche Interessen zu verstehen, ist die Grundlage dafür, gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen.“
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
02.10.2021, 15:44 Uhr
gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen
Haben die Linken in Thüringen sicher nur bei Ramelow geschafft, der mehr als den Mindestlohn haben dürfte.
Heuchlerisch.
henry12
02.10.2021, 16:19 Uhr
Ostdeutsche Interessen.........
Schöner Text, aber der könnte auch vom 18., 23., oder 29. Tag der Deutschen Einheit stammen.
Der Westen hat uns weitestgehend alimentiert, aber nicht integriert.
Zu falschen Versprechen kamen aber auch unrealistische Erwartungen des Ostens.
`89 war für die Menschen bei den Demos nicht klar, ob geschossen wird b.z.w. alle unversehrt nach Hause kommen. Die Idee war gut, die Durchführung war gut, aber auf der Siegerehrung gab es nur einen Trostpreis.
Frank Paarmann
02.10.2021, 16:55 Uhr
Traurig
das sich gerade die Erben der Mauerschützen Partei zu Wort melden, welche für das vierzig Jahre währende Unrechtssystem der ehemaligen DDR die Hauptverantwortung tragen.
Am Tag der Einheit tragt ihr keinerlei Verdienst !!! Gedenkt lieber der Opfer !!!
Leser X
02.10.2021, 17:28 Uhr
Immer dieses Gejammere
Die Leute haben mit aufrechtem Gang den Kapitalismus als ihre künftige Gesellschaftsform gewählt. Und als gut gebildete DDR-Bürger wussten sie mehrheitlich, was das bedeutet.

Also - dieses permanente Gejammere nervt langsam. Macht das beste draus. Geht auf's Amt, sammelt Pfandflaschen und übt Euch ansonsten in Demut...
geloescht.20250302
02.10.2021, 18:30 Uhr
Schwierig Leser X...
...mit dem Pfandflaschen sammeln...

Zumindest im Leipzig, wenn Genossin Nagel Demos anmeldet und ihr radikales Gefolge, das sie angeblich gar nicht zu Randalen und Gewalt gegen Polizei, Autos unbescholtener Anwohner, ein Studentenwohheim und Mordaufrufen eingeladen hat, Mülltonnen und -eimer, die 8- bis25-Cent-Pfandflaschen beinhalten, abgefackelt werden.
Eckenblitz
02.10.2021, 19:42 Uhr
Linkspopulismus
Gerade die die Thüringer LINKEN (Roten) müssen so ein Unsinn von sich geben. Ist Thüringen nicht das Land mit den niedrigsten Löhnen und den Teuersten Preisen ? Ich weiß das bilde ich mir nur ein, oder? Das geschwafle von den linksgrünen Gewäsch kann man schon nicht mehr hören. Man verspricht und verspricht, aber nur in die eigene Tasche.
Ich kannte LINKE Genossen, aus dem Landtag. Denen interessierte nur der Sitz im Landtag und das dazu gehörige Geld und andere Annähmlichkeiten. Das NIEDRIGE Volk war und ist ihnen völlig gleichgültig, Den Pöbel benötigt man nur zur Wahl und in der Zeit verspricht, (um nicht zu sagen belüg man ihn nach Strich und Faden. Wer nicht spurt den schickt man die ANTIFA so heißt es, ich überlasse es den Leser ob er das glaubt oder auch nicht?
sputnik
02.10.2021, 21:02 Uhr
ostdeutsche Interessen und Niedriglöhne
Hier wird viel gejammert und auch rumgefaselt.
Aber das mit den Niedriglöhnen entspringt nicht R2G. Nein, damals hat Vogel , CDU, doch alle versucht anzulocken und Geschäfte und Riesenprofite zu machen mit den Niedriglöhnen in Thüringen und das auf dem Rücken der Menschen in Thüringen. Althaus, ebenfalls CDU hat daran ja auch nichts ändern wollen. Also mal hübsch realistisch und bei den Wahrheiten bleiben. Wie geht es weiter? Auf Grund diese "fantastischen" Niedriglöhne treibt das die Thüringer jetzt und demnächst auch noch mit den Niedrig-renten in die Altersarmut. Aber das kann ja Vogel und Althaus egal sein, die brauchen sich um ihre (Renten) Pensionejn ja keine Sorgen zu machen.
geloescht.20240214
02.10.2021, 21:34 Uhr
Es ist leider passiert...
Mit 4,9 Prozent bundesweit sitzen sie im Bundestag. Dank...... Also die alte Riege ist 4 Jahre gut alimentiert. Personell! Man braucht Ziehpferde in der ersten Reihe. Siehe Gysi oder Wagenknecht. Mehr fällt mit derzeit nicht ein. In der zweiten Reihe kann ja die Programmik gemacht werden. Da sind die durchaus relativ gut platziert. Und wenn die Ostpartei sein wollen, was veranstalten die für ein Zinnober? Der Ossi ist diese ungezügelte Macht anderer Nationalität nicht gewöhnt. Nun hat er das Asylrecht mit der DM auch bekommen. Ist ja so auch okay. Und dann sieht er die Realität. Gesetzmäßi wird sein Bußgeld über den Staat eingeholt. Aber Gesetzmäßi wird nicht der nicht berechtigt Asylbewerber zirückgeführt. Und Ramelow und Konsorten verabschieden Abschiedestopps ohne ENDE. Gesetzeswiedrig. Wohingegen wir uns täglich dran halten müssen.
Jäger53
03.10.2021, 08:08 Uhr
Thema Regierung
Es wird auch bei der nächsten Regierung wieder so sein das kein einziger echter Ostdeutsche ein
Amt bekommen wird. Eher wird die Regierung bunter. Die neuen Bundesländer braucht man nur
einmal alle 4 Jahre. Man setzt uns sogar in den Landesregierungen Wessis vor die Nase, siehe
Thüringen. Die neuen Bundesländer sind auf ewig das fünfte Rad am Wagen.
diskobolos
03.10.2021, 09:33 Uhr
Ach Sigmund,
"Ist Thüringen nicht das Land mit den niedrigsten Löhnen und den Teuersten Preisen ?"
Sigmund, Sie wollen aber nicht wirklich, dass die Landesregierung Löhne und Preise festsetzt? Hatten wir schon. Und nun sagen Sie mal, wie SIE das ändern würden...

"Ich kannte LINKE Genossen, aus dem Landtag. Denen interessierte nur der Sitz im Landtag und das dazu gehörige Geld und andere Annähmlichkeiten. Das NIEDRIGE Volk war und ist ihnen völlig gleichgültig, Den Pöbel benötigt man nur zur Wahl"
Wenn Sie das nicht mit Namen und Zitaten belegen können (was ich nicht glaube) bleibt es hohles Gewäsch.
harzwj
03.10.2021, 10:42 Uhr
Tag der Deutschen "Einheit"...
nicht im "Zorn" zurück schauen. Das bringt sowieso nichts (mehr), diese "Messen" sind schon lange gesungen. Viel wichtiger erscheint mir aus Fehlern zu lernen. Die Politik, egal ob amtierend, oder frisch gewählt sollte sich um die echten Sorgen der Bürger***innen kümmern. Ein aktuelles Beispiel von (fast) unzähligen. Die Preise bei Erdöl, Gas und EL sind dabei zu "explodieren". Wann will die Politik hier eingreifen? Sie kann und darf das, siehe auch hier (wieder) unser befreundetes Nachbarland Frankreich. Hier wurden aktuell Entscheidungen im Interesse der Industrie und den Franzosen getroffen. Ministerpräsident Ramelow übernimmt für ein Jahr den Vorsitz im Bundesrat. In dieser zweit wichtigsten Funktion nach dem Bundespräsidenten, wird er ja wohl pragmatische Entscheidungen anstreben, weitere Belastungen vom Deutschen Volk abzuwenden. Ich bin gespannt und nicht nur wegen den zu erwartenden Preisentwicklungen bei der Entwicklung der Mietnebenkosten für die Bevölkerung und den entsprechenden Kosten bei der Industrie und Wirtschaft. Und noch eins, die Ursachen für die Preisexplosionen beim "Russen" zu suchen, wäre zu einfach. Meine Empfehlung andieser Stelle:
"Vor der eigenen Haustür kehren"!
Ihnen allen einen angenehmen 31. Tag der "Deutschen Einheit"
W. Jörgens
H.Buntfuß
03.10.2021, 11:02 Uhr
@sputnik
Nur eine Frage, hat RRG auch nur das geringste an dieser Lage geändert? Ich glaube nicht, dass ist Gegenteil ist doch eher der Fall. Es ist ganau wie im Bund hier wird nur behauptet die Rot Grünen seien Schuld, sie haben Hartz IV, Minijobs usw eingeführt. Aber geändert wird auch hier nichts.
Merken Sie und ein gewisser @diskobolos denn überhaupt nicht, das es nur ein Ziel für die Regierenden gibt. Das Volk zu verblöden, aber so etwas halten Sie anscheinend für richtig und gerecht, nicht wahr?
Es gibt Menschen vor denen habe ich ACHTUNG und RESPEKT und es gibt die ANDEREN.
geloescht.20220103
03.10.2021, 12:12 Uhr
@H. Buntfuß
Sie haben Recht. Die Regierenden unter Ramelow schwingen nur Populistische REDEN, aber geändert haben sie nichts, im Gegenteil. Wenn sie etwas änder sollen, dann heißt es immer das können wir nicht, dass ist Sache der Bundesregierung. Da muss man sich die Frage stellen, warum gibt es dann eine Thüringer Landesregierung, sie doch völlig Nutzlos? Wobei sie ja nur durch Scheinheiligkeit noch an der Macht ist. Ramelow und seine Handlanger, haben Angst vor einer Neuwahl. Sie befürchten und das zu Recht, dass sie vom Wähler in die Wüste geschickt werden, oder? Daran können auch @diskobolos und @sputnik mit ihrer ROTEN Propaganda nichts ändern.
Schönen Tag noch.
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