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Di, 10:48 Uhr
18.10.2005

Primas fordert mehr Akzeptanz

Nordhausen (nnz). In den zurückliegenden Tagen und Wochen war Egon Primas viel im Landkreis unterwegs. Schließlich kümmert sich der CDU-Landtagsabgeordnete intensiv um die Bauern. Nicht nur in seinem Wahlkreis, sondern auch im gesamten Freistaat...


In Auswertung der in den vergangenen zwei Wochen stattgefundenen Erntedankfeste sowie anlässlich der Festveranstaltung zur Gründung des Kreisbauernverbandes Nordhausen e.V. vor 15 Jahren fordert der agrarpolitische Sprecher der Thüringer CDU-Fraktion Rahmenbedingungen, unter denen die Agrar- und Ernährungswirtschaft wieder als wichtiger Wirtschaftsfaktor akzeptiert wird.

„Wenn der Herbst kommt, dann werden auch die vielen Früchte im Garten und auf dem Feld geerntet. Für viele Menschen, die in Städten wohnen und keinen eigenen Garten haben, ist dies heute gar nicht mehr zu sehen. Sie gehen in den Supermarkt und kaufen alles ein, was sie brauchen. Trotz widriger Witterungsbedingungen im Sommer 2005 haben die Landwirte doch noch die Ernte einfahren können, in dem sie mit hoher Motivation jede Stunde für den Ernteeinsatz genutzt haben. Hierfür gilt es, ihnen einen besonderen Dank und Anerkennung auszusprechen“, so Primas gegenüber der nnz.

Primas erhofft sich von der neu gewählten schwarz-roten Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen, mit einer Planungssicherheit für die nächsten 5 bis 10 Jahre, die durch eine stringente – gleichermaßen auf die Belange der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie des Verbraucherschutzes orientierte Politik gekennzeichnet sind. Mehr als 4 Millionen Beschäftigte in diesem Bereich und ein Anteil von über 8 % am Bruttoinlandsprodukt sind wichtige Argumente dafür, dass dieser Sektor wieder in den Focus der deutschen Wirtschaftspolitik rücken muss. Hierzu müssen vergleichbare Wettbewerbsbedingungen innerhalb und zwischen den Mitgliedsstaaten durch eine weitgehende 1:1 Umsetzung des EU-Rechts ohne nationale Alleingänge geregelt werden.

„Um langfristig das Einkommen und die Beschäftigung der Landwirte zu sichern, müssen wir uns der Märkte bedienen, egal ob regional, national oder einen verstärkten Export auch international. Die Thüringer Agrarpolitik, welche hier vorausschauend den Weg für eine Etablierung der stofflichen und energetischen Verwertung von Nachwachsenden Rohstoffen geebnet hat, kann hier Vorreiter für Deutschland sein“, meint der Politiker.

Mittlerweile nimmt Thüringen mit einem Anteil der erneuerbaren Energien von 7,2 % am gesamten Primärenergieverbrauch – der überwiegende Anteil aus Biomasse – in Deutschland einen Spitzenplatz ein. In der Bioenergieerzeugung und der Erschließung des dahinter stehenden Wertschöpfungspotentials sieht Primas eine wichtige Chance für die Einkommenssicherung der Thüringer Landwirte und insbesondere der Region Nordthüringen. Hier ist das technische und wissenschaftliche Potential für den Bau von Biogasanlagen vorhanden und wird bereits in ein „Netzwerk – Biogas“ gebündelt und der Region zugänglich gemacht. In Thüringen existieren bereits 51 Biogasanlagen und Fachexperten rechnen in den nächsten Jahren mit einem Zuwachs von über 100 Anlagen.

„Die Leistungen unserer Landwirte für Lebensmittelqualität und –sicherheit, gute Behandlung der anvertrauten Tiere und für den Umweltschutz sollten zur Kenntnis genommen und entsprechend in die Öffentlichkeit transportiert werden. Unsere Landwirte müssen sich mit ihrer Ausbildung, ihrer Leistung und ihrem Verantwortungsbewusstsein für Tier- und Umweltschutz hinter niemanden verstecken, sie haben Anspruch darauf, dass dies entsprechend honoriert wird“, ist sich der CDU-Mann sicher.
Autor: nnz

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