Fr, 19:27 Uhr
20.10.2000
Deusa-Übernahme geplatzt - Geschäftsführer sieht keine Konkursgefahr
Bleicherode/Kassel (nnz). Eine Übernahme der wirtschaftlich angeschlagenen Deusa Solbergwerke- und Aufbereitungs GmbH in Bleicherode durch die Kali+Salz GmbH in Kassel ist vorerst geplatzt. "Wir haben ein Angebot gemacht, das Unternehmen zu kaufen", sagte Ulrich Göbel von K+S am Freitag. Die Deusa-Geschäftsführung habe jedoch jetzt mitgeteilt, dass sie der Übernahmevereinbarung nicht zustimmen werde.
Die Verhandlungen waren nach Angaben von Göbel auf Vermittlung des Bundeskanzleramtes zu Stande gekommen. Nach Protesten der Belegschaft, die um ihre Arbeitsplätze fürchtet, hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder bei seiner Sommerreise in Nordhausen Unterstützung zugesagt. Kali+Salz sei bereit gewesen, sich auch im Interesse der rund 100 Arbeitsplätze unternehmerisch bei der Deusa zu engagieren. Trotz der Absage beziehe das Kasseler Unternehmen weiter Kalisalz aus Bleicherode, sagte Göbel. Das Salz wird von der Deusa mit einem Sole-Verfahren quasi aus dem Berg gespült.
Deusa-Geschäftsführer Jürgen Krumbein sagte zu der Absage an Kassel: "Wenn wir in der Form unterschreiben, sind wir gegenüber anderen potenziellen Investoren handlungsunfähig." Aus seiner Sicht ist das Unternehmen nicht gefährdet. Der Geschäftsführer verwies auf zwei potentielle Investoren, mit denen gegenwärtig verhandelt wird. Gegen den möglichen Einstieg einer Risikokapital-Gesellschaft hatte sich der Betriebsrat gewandt. Deusa ist nach eigenen Angaben der letzte eigenständige Kali-Produzent in der Südharzregion.
Autor: nnzDie Verhandlungen waren nach Angaben von Göbel auf Vermittlung des Bundeskanzleramtes zu Stande gekommen. Nach Protesten der Belegschaft, die um ihre Arbeitsplätze fürchtet, hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder bei seiner Sommerreise in Nordhausen Unterstützung zugesagt. Kali+Salz sei bereit gewesen, sich auch im Interesse der rund 100 Arbeitsplätze unternehmerisch bei der Deusa zu engagieren. Trotz der Absage beziehe das Kasseler Unternehmen weiter Kalisalz aus Bleicherode, sagte Göbel. Das Salz wird von der Deusa mit einem Sole-Verfahren quasi aus dem Berg gespült.
Deusa-Geschäftsführer Jürgen Krumbein sagte zu der Absage an Kassel: "Wenn wir in der Form unterschreiben, sind wir gegenüber anderen potenziellen Investoren handlungsunfähig." Aus seiner Sicht ist das Unternehmen nicht gefährdet. Der Geschäftsführer verwies auf zwei potentielle Investoren, mit denen gegenwärtig verhandelt wird. Gegen den möglichen Einstieg einer Risikokapital-Gesellschaft hatte sich der Betriebsrat gewandt. Deusa ist nach eigenen Angaben der letzte eigenständige Kali-Produzent in der Südharzregion.



