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Mo, 15:38 Uhr
10.10.2005

Eine erste Bilanz

Nordhausen (nnz). Vor mehr als einem Jahr, am 15. September 2004, war die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen feierlich gegründet worden. Vielleicht die passende Zeit für einen ersten verhaltenen Rückblick.


Zu diesem Zeitpunkt – im September des vergangenen Jahres - war für die Beteiligten – die Nordhäuser Arbeitsagentur und das Landratsamt Nordhausen - zwar der politische Wille klar, doch noch konnte niemand den realen Aufwand absehen, welcher für die Menschen die künftig auf Hilfe angewiesen sein werden, zu erbringen sein wird.

In einer ersten damaligen Bestandsaufnahme wurde für den Landkreis Nordhausen von 5.500 Bedarfgemeinschaften mit darin 8.200 befindlichen Personen ausgegangen. Tatsächlich kümmern sich die Mitarbeiter um ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller aber um aktuell 6.970 Bedarfsgemeinschaften mit 12.400 Personen. Davon wiederum sind 9.700 derzeit als so genannte „erwerbsfähige Hilfebedürftige“ eingestuft. Prognostiziert waren einst 6.800.

Der Start der ARGE war in den ersten Tagen nach ihrer offiziellen Gründung mit rund 30 Mitarbeitern vollzogen worden, die dann auch die ersten Eingaben in eine Software erledigten, die heute noch nicht als vollkommen eingestuft werden kann. Zum 1. Januar hatte Müller die Verantwortung für 99 Frauen und Männer, aktuell sind es 115.

Oberstes Organ ist nach wie vor die Trägerversammlung, die sich aus dem Landrat des Landkreises Nordhausen, Joachim Claus, und der Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Nordhausen, Dr. Simone Simon, zusammensetzt. Der Landrat hat zwischenzeitlich das Mehrheitsrecht erworben. Diesem Gremium und dem ARGE-Geschäftsführer ist ein Beirat zur Seite gestellt, der sich aus acht Mitgliedern zusammensetzt. Dem Geschäftsführer unmittelbar zugeordnet ist auch eine Einigungsstelle. Hier entscheiden ein Jurist und zwei Amtsärzte im Streitfall über die Erwerbsfähigkeit eines Hilfebedürftigen.

Dass diese Einigungsstelle noch nie in Anspruch genommen werden musste gehört ebenso zur einjährigen Bilanz wie die Tatsache, dass es für die Mitarbeiter der ARGE keine „Kunden“, sondern „hilfebedürftige Menschen“ gibt.
Autor: nnz

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