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Sa, 14:41 Uhr
28.08.2021
Ein Blick in die Statistik

Thüringer Schlachthäuser hatten weniger zu tun

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden im 1. Halbjahr 2021 in Thüringen 137 403 als tauglich beurteilte Tiere geschlachtet. Differenziert nach Tierarten waren das 47 663 Rinder, 86 372 Schweine, 2 959 Schafe, 399 Ziegen und 10 Pferde...

Insgesamt wurden in der ersten Jahreshälfte knapp ein Drittel (-62 650 Tiere bzw. -31,3 Prozent) weniger geschlachtet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 2020. Die Zahl der geschlachteten Schweine sank gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 um 66 348 Tiere bzw. 43,4 Prozent. Die Reduktion von Schlachtkapazitäten in Thüringen aus dem 1. Quartal 2020 wirkt hier statistisch nach.

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Die Anzahl der geschlachteten Rinder stieg dagegen um insgesamt 3 821 Tiere bzw. 8,7 Prozent an. Bei den Schafschlachtungen war ein Rückgang um 139 Tiere bzw. 4,5 Prozent zu verzeichnen. Der Anteil der Schlachtungen von Lämmern betrug dabei 50,2 Prozent. Die Zahl der geschlachteten Zie- gen erhöhte sich im 1. Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Tiere bzw. 5,3 Prozent, die Pferdeschlachtungen verringerten sich um 4 Tiere bzw. 28,6 Prozent.

Aus den geschlachteten Tieren wurden im 1. Halbjahr dieses Jahres 23 478 Tonnen Fleisch erzeugt. Aufgrund der reduzierten Schlachtmenge bei den Schweinen lag diese um 5 177 Tonnen bzw. 18,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2020.

Auf die einzelnen Fleischarten entfielen im 1. Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreshalbjahr:

  • 4 980 Tonnen Rindfleisch (+1 103 Tonnen bzw. +7,9 Prozent), darunter 63 Tonnen Kalbfleisch (+5 Tonnen bzw. +8,5 Prozent),
  • 8 421 Tonnen Schweinefleisch (-6 274 Tonnen bzw. -42,7 Prozent),
  • 66 Tonnen Schaffleisch (-4 Tonnen bzw. -6,3 Prozent),
  • 7 Tonnen Ziegenfleisch (entspricht der Fleischerzeugung des 1. Halbjahres 2020)
  • drei Tonnen Pferdefleisch (-1 Tonne bzw. -28,6 Prozent)
Autor: red

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Kommentare
Leser X
28.08.2021, 19:56 Uhr
Was für ein Massaker...
... und die Thüringer werden immer dicker.
Quallensammler
28.08.2021, 20:41 Uhr
Weniger zu tun, doch immer noch zu viel...
Laut agrar-presseportal vom Thüringer Landesamt für Statistik ist für das gesamte Jahr 2021 eine Getreideernte von 2,4 Tonnen zu erhoffen. Dem gegenüber stehen laut dem Artikel hier fast 23,5 Tonnen Fleisch und Wurst. Und da fehlen noch die vielen Federtiere und die Fische und das Wild. Sagenhafte Wurst- und Fleischberge!

Wenn man bedenkt, dass es massenhaft aus mieser Billighaltung kommende Erzeugnisse sind und die Tiere neben allerlei Medizin als Mastförderer und Geschmacksübertüncher ja mehrheitlich mit aufgehübschtem Getreide (oder noch billiger, mit Soja) gemästet werden, bin ich froh, dass noch etwas Mehl für meine Brötchen übrig bleibt.
Andi Macht
28.08.2021, 23:59 Uhr
@ Quallensammler
Ich bitte doch darum, bevor man einen Kommentar abgibt, sich wenigstens im Geringsten etwas mit dem Thema auseinander zu setzen oder auszukennen.

2,4 Tonnen Getreide von was? Wenn es pro Hektar ist, dann ist es kaum wert mit dem Mähdrescher darüber zu fahren.

Seit wann ist Medizin eigentlich ein Mastförderer?

Wo kaufen Sie denn bitte Sojaextraktionsschrot ein, der billiger ist als Getreideschrot?

Auf eine Beantwortung dieser Fragen bin ich gespannt. Vielleicht kann ich noch etwas dazu lernen, um noch billiger zu produzieren.
nur_mal_so
29.08.2021, 08:01 Uhr
@Quallensammler
SIe haben da, nicht ganz unwesentlich, ein paar Stellen in der Tonnen-Angabe unterschlagen.
Nicht 2,4 Tonnen, sondern 2446399 Tonnen.

Dass mit der Angabe "2,4 Tonnen Getreideertrag für ganz Thüringen" etwas nicht stimmen kann, müsste man doch eigentlich im Gefühl haben. Das wären gerade mal 2400 Kilo, und da bekommen Sie nicht mal 1900 Packungen Mehl heraus, und damit (jetzt treibe ich die Rechnerei auf die Spitze), ernähren Sie durchschnittlich nur 70 Menschen ein Jahr lang.
grobschmied56
29.08.2021, 11:57 Uhr
Möglicherweise ist er ja ...
... ein richtig guter Quallensammler. Beim Sammeln, Verarbeiten und Auswerten von Informationen scheint er aber noch Verbesserungsbedarf zu haben. Nix für ungut.
Quallensammler
29.08.2021, 21:47 Uhr
Mehr Fleisch muss es werden,
wir Thüringer sind zu dürre und verbrauchen viel Energie, da wir nur zu Fuß unterwegs sind und schwere körperliche Arbeit verrichten. Spaß...

Schon recht, 2,4 t sind der Durchschnitt aller beim TLS erfassten Getreidesorten pro Hektar. Glück gehabt, muss sich niemand zum Frühstück schon ein Eisbein geben.

Medizin zur Gesundung von Tieren ist i. O.. Wobei man beachten muss, dass sich Krankheiten dank Massentierhaltung ausbreiten, bzw. begünstigt werden. Antibiotika werden ganz selbstverständlich als Mastförderer eingesetzt. FPL ist da ein typisches Beispiel. Verständlich, der Erzeuger will schnell und billig produzieren – der Kunde nur ein Minimum für sein Tierteil zahlen. Gibt auf beiden Seiten lobenswerte Ausnahmen.

Rapsschrot ist natürlich billiger, als Sojaschrot. Es scheint gute Gründe zu geben, warum D das in Südamerika ebenfalls begehrte Material in Größenordnungen importiert. Teure Leckerlis für Schwein und Co. verteilen Erzeuger sicher nicht mal so.

Kaum ein Stall heute noch ohne Produkte von Symrise. Dazu hormonelle Zusätze, Tiermehl, als Kraftfuttermischung bezeichneter Futterersatz, Antibiotika, Mastförderer, eng an eng gequetschtes Vieh – das sorgt für billiges Fleisch. Erzeuger haben nichts zu verschenken. Wir Verbraucher sind zufrieden. Dass in NDH, Berka, oder Greussen gerne elender Gestank in der Luft liegt und über mit Gülle beschüttete Felder weht, was solls? Hier ein Skandal im Schlachtbetrieb, dort verendete Tiere in Stallungen, willige Tierärzte und Lobbyisten – liest man. Und vergisst es gleich wieder.

Zum Glück gibt es noch ein paar Bauern. Menschen, die eine händelbare Anzahl an Tieren aufziehen. Ihre Tiere nach deren Bedürfnissen versorgen. Futter teils selbst anbauen. Natürliche Einstreu in den Stallungen nutzen. Geschützte Bereiche und Auslauf bieten. Die Tiere nicht zum Schlachten jenseits deutscher Grenzen karren. Leider ist ihr Anteil an den Schlachtmengen (für mich zu) klein. Ich mag „meine“ 2 bäuerlichen Unternehmen in der Region, die Fleisch nicht erzeugen, sondern Tiere mit Respekt und Engagement halten und stressarm schlachten. Auf Wunsch kann man sich die Haltung ansehen und mit den Leuten reden. Da schmecken dann Fleisch, Wurst und Schinken!
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