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Di, 19:50 Uhr
24.08.2021
Fachkräftegewinnung in Thüringen

Pendler- und Rückkehrertag

Am heutigen Vormittag trafen sich Ländrätin Antje Hochwind-Schneider und Andreas Knurr vom der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung im Landratsamt Sondershausen, um über den Pendler-und Rückkehrertag zu berichten...

v.l. Landrätin Antje Hochwind-Schneider; Andreas Knuhr Teamleiter -Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (Foto: Eva Maria Wiegand) v.l. Landrätin Antje Hochwind-Schneider; Andreas Knuhr Teamleiter -Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (Foto: Eva Maria Wiegand)


Die Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) ist als landesweite Einrichtung und die zentrale Anlaufstelle für alle, die gern in Thüringen arbeiten und leben möchten sowie für Thüringer Unternehmen, die Unterstützung bei der Fachkräftebindung benötigen. Die ThAFF wird gefördert durch den Freistaat Thüringen.

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Angesichts der guten Entwicklung der Thüringer Wirtschaft haben sich interessante Berufs- und Karrierechancen aufgetan. Wer wieder in Thüringen arbeiten und leben möchte, kann an digitalen Pendler- und Rückkehrertagen teilnehmen und sich über seine beruflichen Möglichkeiten informieren. Schon jetzt pendeln viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus dem Kyffhäuserkreis in die umliegenden Regionen. Von 27.612 Beschäftigten in Landkreis pendeln 12.801 (46,4 Prozent) in einen anderen Landkreis.

Im Gegenzug zu den Auspendlern, gibt es 4.382 (22,8 Prozent) Einpendler in den Kyffhäuserkreis.

Aber nicht nur Pendler aus Thüringen werden benötigt, sondern auch Fachkräfte aus anderen Bundesländern. Dies kann den Interessenten nur schmackhaft gemacht werden, wenn die Rahmenbedingen für einen Neustart oder eine Rückkehr gegeben sind. Nicht nur günstiger Wohnraum, sondern auch arbeitsnahe Kitas und Schulen sowie eine gute Freizeitangebote müssen vorhanden sein. Der nächste Pendler-und Rückkehrertag im Kyffhäuserkreis findet am 27. August von 15:00 bis 20:00 Uhr statt.

Individuellen Beratungstermine müssen im Vorfeld vereinbart werden. Weitere informationen erhalten Sie über www.thaff-thueringen.de
Eva Maria Wiegand


Autor: emw

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Kommentare
Micha123
24.08.2021, 21:02 Uhr
Rückkehrertag
Ich kenne unzählig viele Familien, Bekannte, Kumpels, Freunde, Verwandte, welche es seit den 90er Jahren hier wegzog.
Aber es gibt kaum Menschen, welche rückkehrten.

Von 100% bleiben 95% zurück und kommen nicht in die Heimat.

Und Pendler wird es immer geben, da kann man Statistiken erstellen wie man will.
Vielleicht wäre es besser, wenn man sich darum kümmert und die Verkehrsanbindungen ausbaut.
Kobold2
24.08.2021, 22:05 Uhr
Zustimmung
In über 2 Jahrzehnten habe ich unzählige Leute getroffen, die in den 90er ihrer Heimat verlassen mussten, um Geld zu verdienen.
Niemand von denen wollte zurück. Nicht nur wegen dem besseren Verdienst, sondern hauptsächlich wegen dem Umgang und der Arbeitskultur. Mich hat man damals nirgends gewollt, weil ich aus ungekündigter Stellung nicht die Ünterstützung vom Arbeitsamt mitbrachte.
Einige der Firmen, bei den ich mich damals bewarb, gibt es zu Glück nicht mehr. Nur mit staatlich erschlichenen Leistungen, gibts keinen soliden Arbeitsmarkt. Auf diese Weise hat man reichlich Leute unwiderbringlich vertrieben.
Die fragwürdige Arbeitskultur vertreibt auch weiterhin Berufseinsteiger nach der Ausbildung.
Das fast die Hälfte der Arbeitnehmer das Kreisgebiet zum arbeiten verlassen, sollte zu denken geben und hier muss man erst mal ansetzten.
Wo nichts ist, kommt auch keiner hin.
Kritiker86
25.08.2021, 07:28 Uhr
Bessere
Arbeitsbedingungen, Besseres Gehalt, nettere Arbeitskollegen. Hätte man das in Thüringen, müsste man nicht mehr in den Westen fahren zum arbeiten. Billiglohnland Thüringen hatten die Dauerregierenden der CDU hier eingeführt. So ist es bis heute geblieben. Möchte man am längsten arbeiten und am wenigsten Geld verdienen ist man herzlich Willkommen bei uns in Thüringen, da wo die Menschen immer in bester Laune sind, und die Spritpreise am höchsten. Wen kann man es verübeln der hier abhaut und nicht wieder kommt? Ich damals, als noch junger Arbeitnehmer...kann davon ein Lied singen, wie man in Thüringen behandelt wird, wenn man von der Schule in die Arbeitswelt Schockgefrostet wird. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, das viele Arbeitgeber keinen Nachwuchs mehr bekommen. Respekt und Anstand kann nur von beiden Seiten erfolgreich sein.
Gehard Gösebrecht
25.08.2021, 09:57 Uhr
Hier kommt nur zurück
Wer selbst im Westen nix mehr bekommt oder Rentner geworden ist.
Ansonsten kommt hier keiner mehr.
Selbst Fachkräfte (Neubundesbürger) zieht es nach Westen, weil es in Thüringen so "schön " ist.
Leser X
25.08.2021, 11:02 Uhr
Nette Aktion, aber...
... letztlich auch wieder nur ein Feigenblatt mehr bzw. eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für eine Agentur.

Ich gebe meinen Vorkommentatoren weitgehend recht. Ich habe es zum Glück bald hinter mir und musste - nochmal Glück - nicht auswandern.

Aber wenn ich die Arbeitswelt hier mit der in Vorwende-Zeiten vergleiche, dann muss ich immer an die Olympischen Spiele denken: Schneller, höher, weiter - und immer mehr.

Nur: es gibt keine Medaillen...
der Andere
25.08.2021, 11:30 Uhr
sehr , sehr blauäugig und weg von der Realität
Was erwartet einen , wenn man nach Thüringen zurückkehrt ? Für mich stünde z.B. Maximator auf der Wunschliste - vor etwas mehr als 20 Jahren mir als absolute Top - Firma in Erinnerung geblieben . Alle anderen Firmen,in denen ich gearbeitet habe,will ich hier nun nicht öffentlich beleidigen.Als ich mich für das Pendeln entschied , mußte ich meinen ausstehenden nichtgezahlten Monatslohn vor dem Arbeitsgericht erfolgreich einklagen. Vor ca. 20 Jahren um die 6 € Brutto in 3 Schichten in einer berüchtigten Kunststoffbude in Nordhausen. Das hat man mir im Westen übrigens erst geglaubt,als ich den maximal unseriösen Arbeitsknebelvertrag vorlegte - soweit zur Arbeitgeberseite ... Was hindert eigentlich unsere superreichen Immobilienmakler oder Baufirmen oder großen Autohäuser , Westlöhne zu zahlen ? Wohnraum , Autos usw. sind nahezu gleich teuer , wie im Westen . Es ist bestimmt nicht die Raffgier der Unternehmen , die die Löhne unten hält. Ironie aus . Ich arbeite schon lange im Westen und habe mir damit viel Neid in der Nachbarschaft erarbeitet - man sagt aber , das ist kein Neid , sondern Anerkennung.Das sind die kleinen Nebenwirkungen , die man beachten sollte . Und ich tanke nahezu nur im Westen - gestern z.B. 1.289 € der Liter Diesel.
Also : Ab in den Westen ! Wer es nicht macht , ist selbst schuld .Versprochen ! Niemand spricht über sein Einkommen,außer wenn es eben negativ ausfällt .Ich konnte in den vergangenen Arbeitsjahren auch noch einige wertvolle Rentenpunkte erwirtschaften , was viele gar nicht bedacht haben oder bedenken . Alles in allem habe ich es nie bereut und werde noch ein paar Jahre durchhalten , ich komme definitiv nicht zurück . Ich mache mir aber trotzdem einige Sorgen . Während hier die Löhne im Keller gehalten werden,stopfen sich die Reichen heimlich die Taschen mit Immobilien voll und treiben somit weiter die Lebenshaltungskosten in die Höhe.Normal sterblicher Verdiener kann sich nur noch sehr,sehr lange verschulden,um sich angemessenen Wohnraum kaufen zu können . Da haben unsere Schwereichen die Gunst der Stunde genutzt - damit ist der Zeitraum der Billiglöhne gemeint - um sich mit Immobilien voll zu saugen , und diese dann wieder gewinnbringend zu vermarkten.
der Andere
25.08.2021, 12:07 Uhr
Fachkräfte bekommen wir bald .....
Es kommt mir so vor , als ob hier immer mehr, immer schlechter gebildete Fachkräfte benötigt werden . Bitte nicht falsch verstehen , aber ein dummer , unkritischer , niemals hinterfragender Arbeitnehmer - das ist das, was offensichtlich gesucht wird.Die Pendler, die im Westen schon länger arbeiten, haben das schon längst mitbekommen , sonst würden die dort nicht arbeiten und erst recht nicht zurück kommen. Scheinbar letztes Mittel soll nun sein : Zuwanderung - Anspruchslose , sozial abhängige Arbeitskräfte , damit das Kapital der Arbeitnehmerseite noch mehr wachsen kann.
Der Vorschlag Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre sagt auch schon einiges aus . Natürlich werden die wenigsten bis 70 arbeiten - so ist das auch gar nicht gewollt - du sollst als Arbeitnehmer schon dann vorzeitig mit 67 in Rente gehen , aber eben mit Rentenabschlägen - man darf es auch als Rentenverlust bezeichnen . Das ist der Plan des Verbandes der Wirtschaft und da drunter stecken unsere superreichen , supergierigen Firmenchefs. Da geht es hin , noch mehr in die Hände des Kapitals . Das rächt sich früher oder später. Die Schere zwischen arm und reich spreizt sich nach wie vor unaufhaltsam weiter .
Ich will hier keinen Dampf ablassen , weil ich etwa unzufrieden bin , aber mich kotzt dieses Gelüge und Geheuchle maßlos an.
Am Monatsende ist wieder Zahltag - Westlohn - und die Welt ist für mich in Ordnung , weil ich mit meinem Lohn zufrieden bin und es vollkommen ausreicht.
Geht in den Westen - sucht euch dort ein gutes Unternehmen oder Firma , bewerbt euch und ihr seht , was ihr bisher verpasst habt in den vergangenen Jahren. Wer es nicht macht , ist selbst schuld und muß sich weiterhin die Taschen vollpacken lassen , wie schlecht es doch der armen Firma geht und mehr Lohn können wir doch leider nicht zahlen und solche Märchen ....... Ich muß mir heute vorwerfen lassen , warum ich bei dem Lohn erst so spät mit pendeln angefangen habe . Soviel dazu . Man kann aber noch weiter 30 Jahre auf die Ost-Westangleichung warten , steht jedem frei.Ich hatte leider auch zu lange gezögert , aber noch die Kurve gekriegt..... Macht es einfach !!!
Bewerbt Euch im Westen !!! Die kochen auch nur mit Wasser .
aradmer
25.08.2021, 12:44 Uhr
Fachkräfte sind Unterwegs
Der Fachkräfte Mangel war bereits schon vor vielen Jahren.
Dann kamen ja die Fachkräfte aus der ganzen Welt . Jetzt fehlen die Fachkräfte immer noch. Vielleicht haben wir Glück das wenigsten ein paar Fachkräfte aus Afganistan dann dabei sind. Außerdem wer will in einen Bundesland arbeiten wo es Hungerlöhne gibt . Das ist doch logisch das dann in besser bezahlten Bundesländern gearbeitet würd.
Gerade Thüringen liegt Im Einkommen unten , kein wunder!
DDR-Facharbeiter
25.08.2021, 13:16 Uhr
Rückkehrer kommen nur zu erfolgreich geförderten Firmen
Gute Facharbeiter gewinnt man durch gute Arbeitsplätze in aussichtsreichen Firmen. Die gutzahlenden Firmen im Westen , in Leipzig , in Dresden oder Jena sind nicht tüchtiger als die Thüringer Firmen.
Aber sie wurden und werden nach meiner Erfahrung besser unterstützt von den Landesregierungen, von den lokalen Bürgermeistern und den gewählten Orts-Räten. Ich habe miterlebt, wie sich im Westen ein Ortsbürgermeister und seine Gemeinderäte den A...h aufgerissen haben, damit sich ein grösserer Arbeitgeber im Städtchen niederlässt. Vom eigenen Bahnanschluss bis zur Bereitstellung von Boden für Belegschaftswohnungen und Fabrik-Erweiterungen war alles drin...In anderen Orten gab es kompetente Wirtschaftsförderer, die auch selber mal mit angepackt haben, z.B. beim Spielplatz für eine Kita. Freibäder, Hallenbäder, Veranstaltungszentren mit Bühne, Realschule + Gymnasium- machen den Fabriklern und ihren Familien das Leben interessant. Die Kinder der ersten Generation sind fast alle nach der Ausbildung in die Heimat zurückgekehrt...
Kobold2
25.08.2021, 13:23 Uhr
Noch ein paar
Punkte, die anderswo schon lange nicht mehr akzeptiert werden
Wenn man einen halbwegs brauchbaren Betrag am Monatsende haben möchte kommt man oft um Schichtarbeit nicht drum herum. Dazu gehört auch, das der schon lange abgeschaffte Samstag, als Werktag, bei sehr vielen Firmen wieder eingeführt und zum festen Geschäftsmodell gehört. Urlaub beschränkt sich meist auf das Mindestmaß, auch für langjährig Beschäftigte und 3 Wochen zusammenhängender Jahresurlaub ist eher die Ausnahme, als die Regel. Brückentage funktionieren meist nur in der Verwaltung.
Die Beschäftigten der hiesigen Niederlassungen sind oft die Fußabtreter der Stammfirmen und man erlaubt sich hier Dinge, im Umgang, die man dort nicht mal ansatzweise versuchen braucht. Befristete Einstellungen, oder solche über Leiharbeitsfirmen lassen keine gesichterte Perspektive, oder Familienplanung zu. Hier wird zu viel Schindluder getrieben. Wer lässt sich schon gern nach "Gebrauch" wieder ins Regal, oder in die Reihe der Weitersuchenden stellen ?
Mich würde ja mal interessieren, welchen Erfolg die vorangegangenen Veranstaltungen hatten.
Kobold2
26.08.2021, 11:28 Uhr
Liebe Unternehmer
die sich hier ganz anonym mit ihren Daumen äußern, sucht schön weiter.
Es wird aber so auch nicht besser, weder für euch, noch für die Gesellschaft und schon gar nicht für die Region.
Die beste Investition ist nicht der Dienstwagen, sondern gutes Personal
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