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Do, 07:30 Uhr
02.09.2021
Die Direktkandidaten zur Bundestagswahl im nnz-Check (3)

Bundestags-Urgestein Manfred Grund

Am letzten Septembersonntag wird ein neuer Bundestag gewählt. Im Nordthüringer Wahlkreis haben sich elf Direktkandidaten für ein Bundestagsmandat beworben. Wir haben allen Aspiranten identische Fragen gestellt und werden bis zur Wahl in alphabetischer Reihenfolge hier die Antworten veröffentlichen. Heute: Manfred Grund (Christlich Demokratische Union Deutschlands)...

Der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund  (Foto: M.Grund) Der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund (Foto: M.Grund)

Angaben zur Person: Manfred Grund
  • Alter: 66
  • Familienstand: verheiratet
  • Kinder: 4
  • Erlernter Beruf: Elektro-Ingenieur (Diplom)
  • Politisch aktiv seit: 1989
  • In der Partei seit: 1990
  • Hobbys: Geschichte, Literatur, Kochen
  • Lieblings-Urlaubsland: Deutschland


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nnz: Welche sind die drei größten Defizite, die in Nordthüringen in der nächsten Legislaturperiode behoben werden sollten?
Manfred Grund:
- Ausbau B 4
- Elektrifizierung Bahnstrecke Gotha-Leinefelde
- Erhalt historischer Bausubstanz

In welchem Fachgebiet sind Sie zu Hause und in welchem Ausschuss möchten Sie im Bundestag gern tätig werden?
Außen- und Sicherheitspolitik

Mit welchen politischen Mitteln bzw. Instrumenten wollen Sie zu einer Verbesserung der Lebensumstände der Nordthüringer beitragen?
Durch Sachpolitik und fraktionsübergreifende Zusammenarbeit.

Welchen der drei Bewerber um das Kanzleramt würden Sie persönlich favorisieren?
Armin Laschet

Welcher Koalitionspartner wäre Ihnen am liebsten, wenn Ihre Partei die stärkste Fraktion stellen würde?
Deutschland-Koalition: schwarz-rot-gelb

Wie wollen Sie als Bundestagsabgeordneter der weiteren Spaltung der deutschen Gesellschaft entgegenwirken?
Die Unterschiede zwischen Stadt (Großstadt) und den ländlichen Regionen einebnen und nicht vertiefen.

Welche drei Hauptaufgaben sehen Sie für die erste Bundesregierung der Nach-Merkel -Ära?
- Leistung muss sich wieder lohnen.
- Pflege und Rente bezahlbar und zukunftssicher.
- Konsequenter Vollzug der Asylgesetze.

Kurz und knapp geantwortet:

Sind Sie für vorgezogene Neuwahlen in Thüringen?

Ja.

Befürworten Sie Volksbefragungen als ein probates Mittel direkter Demokratie?
Ja.

Sind Sie dafür, dass Deutschland noch mehr politische Kompetenzen an die EU überträgt?
Nein.

Sind Sie für eine weitere Erhöhung der CO2-Steuer in den nächsten Jahren?
Nein, nicht über das schon beschlossene Maß hinaus.
[Dieser Nachsatz ist wichtig!]

Glauben Sie, dass es im Winter einen weiteren Corona-Lockdown geben wird?
Nein.
Autor: osch

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Kommentare
Leser X
02.09.2021, 10:48 Uhr
Wo bleibt der Generationenwechsel?
Fakt ist, dass langjähriges Berufspolitikertum junge Nachwuchspolitiker verhindert. Die wiederholte Kandidatur von Herrn Grund blockiert somit den demokratischen Grundsatz der Erneuerung und des Wandels.

Dann aber bitte nicht mehr auf Nordkorea oder China schimpfen, dort klebt man auch an den Sesseln der Macht.
icke58
02.09.2021, 11:31 Uhr
Genau das trifft es!!
Am Sessel kleben und das Sie Herrn Lasche vorziehen ist ja wohl nix neues.. Jetzt schießt Mann in der CDU gegen Scholz mit den Linken weil mann selbst kein Wahlprogramm hat und übrigens bin ich der Meinung mit der Anhängsel Partei hätte die CDU noch weniger Stimmen.. Frau Merkel 16.Jahre CDU das reicht. Wir werden bald wieder überschwemmt von Afghanen Österreich macht richtig Grenzen dicht.. Mit freundlichen Grüßen!!!!
Eckenblitz
02.09.2021, 11:33 Uhr
Pflege und Rente bezahlbar und zukunftssicher.
Werden nicht gerade unter CDU- Regierung die Pflegeheime immer teurer? Was ist mit den Renten, werden sie nicht immer geringer, durch immer höheres Renteneintrittsalter und und? Leserx im diesen Fall, stehe ich hinter Ihnen, ich betone in diesen Fall.
Trüffelschokolade
02.09.2021, 11:49 Uhr
Widerspruch
Zum Einen sagt Herr Grund, es sei wichtig "[d]ie Unterschiede zwischen Stadt (Großstadt) und den ländlichen Regionen einebnen und nicht [zu] vertiefen."

Als größtes Defizit sieht er aber den (fehlenden) Ausbau der B4.

Statt sich an einer Bundesstraße festzuhalten, wäre es nutzbringender die Infrastruktur vor Ort besser auszubauen und den Leuten und Unternehmen gutes Internet zu ermöglichen.
Junge Leute und Unternehmen ziehen nicht weg, weil die B4 nicht ideal ist. Leute ziehen hier weg oder gar nicht erst hin, weil mittlerweile notwendige Sachen wie funktionierendes Internet zum Teil immer noch schlecht sind vor Ort. Nicht wenige würden eigentlich sogar gerne in der Region bleiben, brauchen dafür aber auch die notwendige Infrastruktur.

Das Denken Herr Grund erscheint mir rückwärtsgewandt. Man wünschte sich, er würde mehr in die Zukunft schauen. Aber für die Union ist das Internet und derartiges leider immer noch "Neuland".
Fönix
02.09.2021, 13:35 Uhr
Eigentlich liest sich das ja durchaus smart,
was der Herr Grund hier zum Besten gibt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vorturnern hier in dieser Reihe findet man kaum einen Fehler. Was man von einem gestandenen Parlamentarier ja auch erwarten durfte.

An einer Stelle muss ich dann aber doch einhaken: die Vorstellung, dass die immer tiefer reichende Spaltung der Gesellschaft dadurch behoben werden kann, dass man dem Ländlichen Raum und der Landbevölkerung wieder einen angemessenen Stellenwert einräumt, ist ein fataler Trugschluss. Die eigentlichen Probleme liegen viel tiefer. Die Spaltung zwischen Ost und West (=), Arm und Reich, zwischen Jung und Alt und vor allen Dingen die Spaltung zwischen Politikern, Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst auf der einen und den Arbeitern und Angestellten in der freien Wirtschaft auf der anderen Seite ist das viel größere Problem. Schlaraffenland auf der einen und immer größere, in vielen Fällen kaum noch zu bewältigende Herausforderungen auf der anderen Seite haben das Zusammengehörigkeitsgefühl nahezu vollständig zerstört. Hartz4, Mindestlohn auf Sozialhilfeniveau, Niedriglohnregion Ost (basierend auf den aktuell veröffentlichten Zahlen haben meine Frau und ich als Dank für die Tatsache, dass wir unserer Familie und unserer Heimat 1989 nicht den Rücken gekehrt haben, ein Defizit von rund 750.000,00 Euro eingefahren!!), steigendes Renteneintrittsalter, Minirenten (die auch noch zunehmend mit Steuern und Abgaben belastet werden!) und so weiter, und so fort, das sind die entscheidenden Knackpunkte, die die Spaltung der Gesellschaft immer weiter vorantreiben. Das aber greift Herr Grund wohlweislich nicht auf, schließlich hätte die CDU als führende Regierungspartei in den letzten 12 Jahren Hochkonjunktur all diese Probleme lösen können.

Warum die CDU diese Chance nicht genutzt hat, Deutschland insgesamt weiter voranzubringen, sondern vielmehr die übermäßig bedient hat, die eh schon genug haben, liegt in der grundsätzlichen Ausrichtung dieser Partei.

Deshalb habe ich in den letzten 20 Jahren weder bei Landtags- noch bei Bundestagswahlen die CDU gewählt. Mein Gerechtigkeitsgefühl lässt es einfach nicht zu, auch wenn ich Herrn Grund persönlich durchaus schätze.
pseudonym
02.09.2021, 22:01 Uhr
Solche Politiker sind der Grund
warum aus meiner Sicht zwingend eine Begrenzung der Mandatszeiten in sämtlichen öffentlichen politischen Ämtern auf max. 2 Amtsperioden eingeführt werden sollte!
Selle war auch so ein Kandidat. Und damit es beim letzten Mal 2017 nicht so auffällt, tauschte man bissl durch die Wahlkreise.
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