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Do, 10:08 Uhr
19.08.2021
Gewerkschaft will Branche wieder attraktiver machen

„Viel Potential auf dem Bau“

Das neue Ausbildungsjahr startet – doch viele Firmen suchen weiterhin Nachwuchs: In den Nordthüringer Landkreisen (NDH, KYF und UH) sind von insgesamt rund 1340 gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell noch 620 Plätze zu vergeben. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit...

Hoch hinaus: Eine Ausbildung auf dem Bau ist gut bezahlt und bietet viele Karrieremöglichkeiten, so die IG BAU. Allerdings müsse die Branche für Fachleute noch attraktiver werden – gerade in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (Foto: IG BAU) Hoch hinaus: Eine Ausbildung auf dem Bau ist gut bezahlt und bietet viele Karrieremöglichkeiten, so die IG BAU. Allerdings müsse die Branche für Fachleute noch attraktiver werden – gerade in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (Foto: IG BAU)

Die IG BAU beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Die IG BAU Nordthüringen warnt vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels, sollte ein Großteil der Stellen unbesetzt bleiben – und ruft Berufsstarter dazu auf, sich insbesondere in der Baubranche umzusehen. Laut Arbeitsagentur sind bei Hoch- und Tiefbauunternehmen in Thüringen derzeit noch rund 210 Plätze frei. Das entspricht etwa der Hälfte aller gemeldeten Ausbildungsstellen in der Branche.
„Die Corona-Pandemie ist insgesamt am heimischen Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbeigegangen. Teils bieten Firmen weniger Plätze an oder fahren die Lehre ganz zurück. Auch der Berufsschulunterricht kann nicht überall wie gewohnt stattfinden. In vielen Bereichen bewerben sich aber auch deutlich weniger Schulabgänger“, sagt Harald Buntfuß, der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Nordthüringen.

Doch jeder Azubi, der jetzt fehle, sei in drei Jahren eine dringend gebrauchte Fachkraft weniger. Besonders das Baugewerbe müsse angesichts der anhaltend hohen Auftragslage – vom Wohnungs- bis zum Gleis- und Straßenbau – noch mehr Berufsanfänger für sich gewinnen.

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Dabei stünden Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Ein angehender Maurer kommt demnach im ersten Ausbildungsjahr auf 805 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr liegt die Vergütung bei 1.000 Euro, im dritten sind es 1.210 Euro. Im Anschluss an den Gesellenbrief können sich Beschäftigte fortbilden und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen.

Viele Fachleute verließen jedoch nach der Ausbildung ihren Baubetrieb, so die Gewerkschaft – vor allem wegen harter Arbeitsbedingungen und den oft langen, aber unbezahlten Fahrzeiten zu den Baustellen. „Es kommt darauf an, den Bau auch nach der Ausbildung attraktiver zu machen. Gerade die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier wichtig“, betont Carsten Burckhardt vom IG BAU-Bundesvorstand.
Deshalb fordert die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde für die Branche eine Entschädigung der Wegezeiten, 5,3 Prozent mehr Einkommen und den Angleich der Ost- an die Westlöhne. Die Arbeitgeber hätten in den Tarifverhandlungen bis Ende September die Chance, die Branche für die Zukunft aufzustellen. „Ohne höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen wird es kaum gelingen, die enorme Nachfrage nach neuen Wohnungen, sanierten Straßen und energetischen Gebäudesanierungen in den kommenden Jahren zu bewältigen“, so Burckhardt.

Informationen rund um die Bau-Ausbildung und freie Plätze vor Ort gibt es bei den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) online unter: https://www.bau-stellen.de/
Autor: red

Kommentare
Kobold2
19.08.2021, 10.55 Uhr
Nichts , wie ran
Das ist doch die Gelegenheit für all die Jammerer, die nicht wollen, das hier noch mehr Ausländer ins Land kommen......
Bei der Feldarbeit und im Transport und Logistikbereich, ist auch noch reichlich Bedarf....
Kama99
19.08.2021, 11.24 Uhr
@Kobold2
Als wenn die Ausländer zum arbeiten hierher kommen.
Kobold2
19.08.2021, 11.52 Uhr
Schön,
Das sie zugeben, nicht zu wissen, wie es in den genannten Baranchen zu geht.
Das wird auch nicht besser, wenn man seinen Provinzzaun noch höher zieht und weiter rumpoltert.
nur_mal_so
19.08.2021, 13.25 Uhr
@Kama99
Der Inhalt des Artikels plus Ihr Kommentar ergibt zusammengenommen, dass in Deutschland eigentlich überhaupt niemand mehr arbeitet.
Wie Bitte
19.08.2021, 16.05 Uhr
Sachliche Antwort an Kama:
tatsächlich ist es so, dass viele Bereiche im Bau von Ausländern übernommen werden: die Eisenflechterei z.B. ist bereits seit Jahren fest in türkischer Hand. Zum Mauern werden gern Engländer engagiert.

Wenn wir über den Artikel hinaus weitere Kreise ziehen, was Ausländer in Berufen angeht, dann sind wir ganz schnell beim Schlachten, Obst- und Gemüseernten sowie im gesamten Pflege- und Dienstleistungssektor wie z.B. Hotel- und Gastrogewerbe.

Pauschal abwertend zu sagen "als wenn die Ausländer zum Arbeiten herkämen" ist eine Nullnummer, über die Sie vielleicht nochmal nachdenken, wenn Sie preiswerte Erdbeeren und und Spargel aus dem Sonderangebot essen, es sich bei einer Übernachtung gemütlich machen und vorher in der Gaststätte nochmal zu Discountpreisen speisen, oder sich in ein paar Jahren im Bett den Hintern abwischen lassen müssen. Herr Höcke wird das bestimmt nicht bei Ihnen tun.
Kama99
19.08.2021, 17.11 Uhr
@Wie Bitte
Gut ich verbessere mal meine Aussage. Ich meine damit die Ausländer die seit 2015 in Massen in's Land kommen. Da wird die Prozentzahl an arbeitenden Personen gering sein. Ein gang durch die Nordhäuser Bahnhofstraße, ob früh, mittags, nachmittags und abends, man sieht immer die gleichen Gesichter.
Kobold2
19.08.2021, 19.46 Uhr
Wenn
ein Gang durch die Nordhäuser Bahnhofsstraße repräsentativ für ihrer Kommentare ist, dann weis man jetzt das es mehr um Vorurteile, als um Wissen geht. Vor Kurzem hat hier jemand recht gut erklärt, warum und wie lange es dauert, bis jemand in Deutschland arbeiten darf.
Gleichermaßen könnte man sich hier auch zu vorurteilsbestimmten Kommentaren hinreißen lassen, wenn man früh mittags und abends Zeit hat das von ihnen Vorgegebene zu beobachten.
Ich empfehle eher mal sich in Betrieben, auf Feldern, Krankenhäusern und Baustellen umzusehen.
Wenn sie mehrfach in der Woche, trotz deutscher Firmenwerbung auf dem Auto und deutschem Kennzeichen angesprochen werden, ob sie polnisch, russisch, oder etwas englisch sprechen, dann muss man über den Anteil der ausländischen Arbeitkräfte nicht weiter diskutieren .
Das Erstaunen ist oft um so größer, wenn man dann auf deutsch antwortet.
Echter-Nordhaeuser
20.08.2021, 00.07 Uhr
@nur_mal_so
Nur mal so am Rande, ja so wird es auch bald kommen wenn man mal schaut was jetzt ab geht. Sehr viele gehen in Rente auch in den nächsten Jahre wo sollen die ganzen Nachfolger denn noch her kommen. Zum Teil gibt es viele Kinderlose oder haben eins bzw wenn's hoch kommt zwei Kinder. Wenn vielleicht davon eins was auf der Kirsche hat geht es Studieren und das andere bricht die Lehre ab und dann wo sind die Arbeitskräfte. Zu unseren Zeiten(DDR) gab es zwei bis vier Kinder die haben zum größten Teil alle eine Lehre gemacht oder der kleine Teil hat Studiert aber es waren Arbeitskräfte da. Wer hat denn an der ganzen Misere Schuld, man könnte ja mal bei der Politik Nachfrage was sie falsch machen.
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