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Di, 09:04 Uhr
17.08.2021
ifo Dresden:

Wenig Fortschritt bei Gleichstellung von Frauen

Die Lücke in der Arbeitsmarktbeteiligung zwischen Frauen und Männern hat sich mehr als halbiert. Sie ist seit 1999 geschrumpft, von 15,5 auf 8,7 Prozentpunkte. Das geht aus einer Studie der ifo Niederlassung Dresden hervor, die vor dem Gleichstellungstag am 26. August veröffentlicht wurde...

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Lag die Arbeitsmarktbeteiligung der Frauen 1999 noch bei 67,8 Prozent, so stieg sie bis 2020 auf 80,7 Prozent an. Bei den Männern wuchs sie von 83,4 Prozent auf 87,6 Prozent.

Allerdings arbeiten Frauen immer noch deutlich mehr in Teilzeit als Männer. Die “Teilzeitlücke“ verringerte sich nur um knapp eine Wochenarbeitsstunde. Männer arbeiteten 2020 durchschnittlich 39,4 Stunden pro Woche, Frauen 31,8 Stunden. Im Jahr 1999 waren es noch 41,5 bzw. 32,7 Stunden. Die Lücke schrumpfte nur von 8,8 auf 7,6 Stunden.

„Deutschland ist auch heute noch weit entfernt von einer Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt“, sagt Studienautorin Katharina Heisig. „Ein Grund dafür ist wohl auch, dass die Teilzeitlücke zwischen 1999 und 2005 sogar noch größer wurde. Erst im Jahr 2013 kamen wir dann wieder auf dem Niveau von 1999 an.“ Die Studie basiert auf Informationen von 25- bis 64-jährigen Frauen und Männern in Deutschland.

Als Ursachen für diese noch immer großen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt vermuten andere Studien die sich nur langsam verändernden Rollenbilder der Geschlechter und ein unzureichend ausgebautes Kinderbetreuungsangebot. Auch der Unterschied zwischen den Frauen in Ost- und Westdeutschland bei der Wochenarbeitszeit hat sich in über 20 Jahren nur um 1,5 Stunden verringert. „Traditionelle Geschlechterrollen halten sich im Westen stärker, und das Betreuungsangebot ist schlechter ausgebaut als im Osten“, sagt Heisig weiter „Westdeutsche Frauen arbeiten mit 30,2 Stunden immer noch über 4 Stunden pro Woche weniger in bezahlter Arbeit als ostdeutsche Frauen, die auf 34,4 Stunden kommen.“
Autor: red

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Kommentare
Kritiker2010
17.08.2021, 16:06 Uhr
Wenig Fortschritte bei der Gleichmacherei!
Zuweilen scheint mir die persönliche Situation der Studienverfasser als ideologischer Tellerrand zu dienen.

Für eine junge Frau mit wenigen familiären Verpflichtungen ist der Wunsch nach Karriere, einer 40 Stunden-Woche und einem möglichst hohen Gehalt nachvollziehbar. Ebenso nachvollziehbar finde ich aber den Wunsch einiger Frauen, zumindest zweitweise weniger zu arbeiten und mehr Zeit für Kinder und Familie zu haben.

Ja, ja, früher ... Früher hat niemand erwartet, dass Mama die Blagen jeden Tag zu einer anderen Bespaßung durch den Landkreis kutschiert (Reitstunden, Sportverein, Musikschule, Freunde in anderen Orten).

Möglicherweise hat man bei aller Gleichmacherei vergessen, die Betroffenen zu fragen. Ich will nicht bestreiten, dass es sicher genügend Menschinnen gibt, die unter der „Gender-Pay-Gap“ (Gehaltsunterschied zwischen Männlein und Weiblein im gleichen Job) oder fehlenden Kinder-Betreuungsangeboten leiden.

Gleiche Chancen führen aber nicht zwangsläufig zur gleichen Wahrnehmung derselben. Und vielleicht bilden die sich kaum ändernden Zahlen im Großen und Ganzen einfach das gesellschaftliche Gleichgewicht ab.
diskobolos
17.08.2021, 19:38 Uhr
Lesen Sie doch noch einmal, Kritiker,
An welcher Stelle haben Sie denn die persönliche Situation der Studienautoren herausgelesen?
Eine Benachteiligung von Frauen zu tolerieren fällt einem Mann offenbar nicht schwer. Die Betreuung der Kinder sollte heute die Aufgabe beider Eltern sein (und ist es oft auch).
Wenn man lesen kann, erfährt man aber auch, dass sich die Zahlen durchaus geändert haben.
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