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Mo, 20:45 Uhr
02.08.2021
Wackers neuer Trainer Lars Greschke im nnz-Interview

„Am Ende stehen wir über dem Strich“

Am nächsten Sonntag, dem 15. August steigt der FSV Wacker 90 Nordhausen in die neue Oberligasaison ein und hat mit Inter Leipzig gleich einen starken Gegner im Albert-Kuntz-Sportpark zu Gast. Wir hatten die Gelegenheit mit dem neuen Wacker-Trainer Lars Greschke über Ziele und Wünsche für die nächsten zehn Monate zu sprechen

Der Coach stand drei Jahre lang für die Nordhäuser zwischen den Pfosten und absolvierte acht Spielzeiten als Aktiver beim BSV Eintracht Sondershausen. Sein Engagement bei Wacker ist seine erste Trainerstation im Männerbereich. In einer durch die Coronawirren außergewöhnlichen Saison kann es bis zu sechs Abstecher aus der Oberliga geben. Warum Wacker nicht unter diesen Vereinen ist, wollten wir von Lars Greschke wissen.

Typisch Lars Greschke: Engagiert und lautstark an der Seitenlinie  (Foto: C.Keil) Typisch Lars Greschke: Engagiert und lautstark an der Seitenlinie (Foto: C.Keil)

Herr Greschke, wie sind Sie von der Mannschaft und dem ganzen Verein allgemein aufgenommen worden?
Völlig problemlos. Meine Vergangenheit war bei den Verhandlungen kein Thema und ich selbst habe auch kein Problem damit, zu einem ehemaligen Konkurrenten zu wechseln. Das habe ich während meiner Karriere mehrfach getan.

Wie hat Ihr eigenes Umfeld auf das Engagement bei Wacker reagiert?
Die Familie hat es schon etwas länger gewusst und abgesegnet, andernfalls hätte ich nicht bei Wacker zusagen können, gemessen an dem hohen Aufwand, den ich betreibe. Und die Kollegen haben schon gestaunt und mich immer wieder mal darauf angesprochen.

Wie soll sich die Zusammenarbeit mit dem neuen Sportdirektor und Ihrem Vorgänger im Traineramt gestalten?
Philipp Seeland wird sich um die organisatorischen Dinge kümmern und um die Kaderzusammenstellung. Er organisiert ja auch den Spielbetrieb der A-Jugend in der Regionalliga. Ich freue mich seine Expertise nutzen zu können und spreche mich regelmäßig mit ihm ab. Aber sportlich entscheide ich, was mit der ersten Mannschaft geschieht und wie sie aufgestellt ist.

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Ist das ein Handicap für Sie, dass der Ex-Trainer und Ihr Vorgänger jetzt quasi Ihr Vorgesetzter ist?
Damit habe ich überhaupt kein Problem.

In welchem Zustand ist die Mannschaft jetzt, wie würde sie die Leistungsfähigkeit derzeit in Prozent einschätzen?
Körperlich sind die Jungs voll im Saft, an der Verständigung zu meiner Spielphilosophie arbeiten wir und machen dabei gute Fortschritte. In Northeim (3:0-Testsieg, Anm. d. Red.) haben wir das zum ersten Mal richtig gesehen, da hatte der Gegner nur eine richtige Torchance. In Prozent ausgedrückt sehe ich uns Stand heute bei 80 Prozent.

Wie zufrieden sind Sie mit der Saisonvorbereitung?
Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Anfänglich gab es noch Verständigungsprobleme, aber jetzt ist die Steigerung von Spiel zu Spiel deutlich zu sehen.

Woran muss noch gearbeitet werden bis zum ersten Ligaspiel?
An der Chancenverwertung. Nachdem jetzt die Defensive anfängt zu funktionieren, müssen wir uns verstärkt der Offensive widmen. Aber wir haben auch noch knapp zwei Wochen Zeit.

Wird es noch Neuzugänge für das Oberligateam geben?
Stand heute: nein. Wir haben jetzt 21 Spieler im Kader und ich könnte mir schon noch einen 1,90 Meter großen und 90 Kilogramm schweren Brecher in der Sturmspitze vorstellen oder einen begabten Linksfuß. Letztlich nehmen wir es aber, wie es kommt und werden mit unserem Kader auskommen.

Wie schätzen Sie Wackers Chancen in der kommenden Saison ein?
Mit unserer jungen Mannschaft kann es in der kommenden Spielzeit nur um den Klassenerhalt gehen. Ich erwarte sieben bis acht Mannschaften, die so etwa unsere Kragenweite haben. Wichtig wird es sein, gleich gut zu starten. Schon die erste vier Spiele haben es in sich. Zum Auftakt gegen die Wundertüte Inter Leipzig, dann zum motivierten Aufsteiger Wernigerode und anschließend gegen Jena II und Krieschow. Das ist schon ein Brett.

Wer ist für Sie der Toppfavorit der Liga?
Der VfB Krieschow. Die haben sich ordentlich verstärkt. Wie weit Rot-Weiß Erfurt schon ist, kann ich derzeit schlecht einschätzen, aber das werden wir im Saisonverlauf sehen.

Wo landet Wacker am Ende der Saison?
Auf jeden Fall über dem Strich. Das bedeutet, dass wir um ganz sicher zu gehen, den 13. von 19 Plätzen einnehmen müssen. Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Das Gespräch mit Lars Greschke führte Olaf Schulze
Autor: osch

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