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Di, 10:59 Uhr
20.07.2021
Landwirtschaftszählung 2020 in Thüringen:

Rückläufige Pachtflächen, steigende Pachtpreise

Nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 bewirtschafteten 3 708 Betriebe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 774 830 Hektar. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, waren davon 176 795 Hektar eigene Flächen, 590 462 Hektar Pachtflächen und 7 573 Hektar unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhaltene Flächen...

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71,7Prozent der Thüringer Landwirtschaftsbetriebe bewirtschafteten Pachtflächen, darunter 668 Betriebe ausschließlich fremden Grund und Boden. Der Pachtflächenanteil von 76,2 Prozent war um 1,4 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 2016 (77,6 Prozent). Entsprechend stieg der Anteil eigener selbstbewirtschafteter Flächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche von 21,3 Prozent im Jahr 2016 auf 22,8 Prozent im Jahr 2020.

Das durchschnittliche Jahrespachtentgelt für einen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche lag im Jahr 2020 bei 183 Euro. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2016 (166 Euro pro Hektar/Jahr) entspricht das einem Anstieg um 17 Euro bzw. 10,2 Prozent. Für einen Hektar Ackerland waren durchschnittlich 210 Euro (2016: 190 Euro, +10,5 Prozent) und für einen Hektar Dauergrünland 93 Euro (2016: 83 Euro, +12,0 Prozent) Jahrespacht zu entrichten.

Bundesweit lag der Pachtflächenanteil bei 60,1 Prozent. Das durchschnittlich zu zahlende Jah- respachtentgelt für einen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche lag bei 329 Euro, bei Ackerland lag der Wert bei 375 Euro je Hektar und bei Dauergrünland bei 198 Euro je Hektar.
Weiterführende Informationen zu dem Thema „Wem gehört die Landwirtschaft?“ in Form einer StoryMap finden Sie im gemeinsamen Statistikportal des Bundes und der Länder LZ2020.statistikportal.de sowie als Statistische Berichte im Internetangebot des TLS unter statistik.thueringen.de.

Da die Berichtszeiträume und Erhebungsstichtage für die einzelnen Merkmalskomplexe der Land- wirtschaftszählung 2020 am 1. März 2020 oder früher lagen, kann aus diesen Ergebnissen kein Bezug zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Bereiche wie z. B. die fehlenden Erntehel- fer oder den sogenannten „Schweinestau“ aufgrund der Kapazitätsengpässe in den Schlachthöfen hergestellt werden.
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