Mo, 18:30 Uhr
05.11.2001
Hohe Temperaturen gegen Krebs
Ilfeld (nnz). In den hochentwickelten Industrieländern erkrankt statistisch gesehen jeder dritte Mensch an Krebs. Mit einer neuen Therapie soll das Wachstum der Metastasen eingedämmt werden. In der Neanderklinik in Ilfeld ist das erste Hyperthermie-Zentrum in den neuen Bundesländern entstanden.
Der erste Patient, ein Mann aus Herne, wurde in der GfH Tagesklinik für Hyperthermie Ilfeld GmbH im September behandelt. Hyperthermie, eine von Manfred von Ardenne entwickelte Krebstherapie, setzt auf die kontrollierte Überhitzung des Körpers. Dabei werden unter Narkose Temperaturen zwischen 41,5 und 42,3 Grad Celsius erzeugt. Krebszellen, die sehr wärmeempfindlich sind, vertragen derartige Umgebungstemperaturen sehr schlecht.
Ulrike Gothe vom Gemeinnützigen Verein für Hyperthermieforschung e.V. zur nnz: Die Therapie ermöglicht zwar keine Heilung des Krebsleidens, sie hält jedoch das Wachstum der Metastasen auf, kann es zum Stillstand bringen. Dem Verein, dem unter anderen Dr. Udo Sieg vom Tumorzentrum Südharz e.V. oder der bekannte Schauspieler Andreas Schmidt Schaller angehören, ist es wichtig, die bisherigen Ergebnisse und Erfolge der Therapie in wissenschaftliche Studien einfließen zu lassen. Diese Studien sollen dann den Krankenkassen als Nachweise dienen. Erfolge müssen bewiesen werden, so Gothe. Eine Anerkennung dieser Therapie soll in spätestens fünf Jahren Realität sein. Dann würden die Krankenkassen auch die Kosten übernehmen. Bislang muß für eine Behandlung die stolze Summe von 20.000 Mark hingeblättert werden.
Erfahrungen mit der Hyperthermie haben Ärzte in Bochum bereits seit sieben Jahren gesammelt. In mehr als zwei Drittel aller Behandlungen konnte eine Besserung der Krankheit nachgewiesen werden. Daraufhin erstatteten die Krankenkassen den Patienten die entstandenen Kosten. In Ilfeld werden die Patienten in der Tagesklinik von Freitag bis Sonntag behandelt. Dazu gehören Voruntersuchungen und die eigentliche sechs Stunden dauernde Behandlung. Erfolge gibt es bislang nicht bei allen Krebsarten, auch ist der Zeitpunkt der Behandlung entscheidend für einen Erfolg. Je eher desto besser, sagen die Experten. Die Ilfelder Tagesklinik für Hyperthermie hat sich zum Ziel gestellt, zwei Patienten pro Woche zu behandeln. Mehr geht nicht. Die Therapie sei nicht nur für den Patienten anstrengend, sondern auch für das Team aus Ärzten, Schwestern und Betreuern. Die sind dann mitunter bis zu 26 Stunden auf Achse.
Die Hyperthermie, die auch in Verbindung mit der Sauerstofftherapie oder der Chemotherapie angewendet wird, gibt es seit vielen Jahren bereits in den USA oder in Japan. Mehrere Zentren existieren in Deutschland, so unter anderem an der Berliner Charité. Die erste Tagesklinik in den neuen Ländern gibt es nun in Ilfeld. Mehr Informationen zur Therapie gibt es im Internet. Wer sich ausführlich über den gemeinnützigen Verein informieren will, der kann das mit diesem KLICK tun. Auskünfte gibt es auch telefonisch in der Neanderklinik in Ilfeld, Tel: 036331/350.
Autor: nnzDer erste Patient, ein Mann aus Herne, wurde in der GfH Tagesklinik für Hyperthermie Ilfeld GmbH im September behandelt. Hyperthermie, eine von Manfred von Ardenne entwickelte Krebstherapie, setzt auf die kontrollierte Überhitzung des Körpers. Dabei werden unter Narkose Temperaturen zwischen 41,5 und 42,3 Grad Celsius erzeugt. Krebszellen, die sehr wärmeempfindlich sind, vertragen derartige Umgebungstemperaturen sehr schlecht.
Ulrike Gothe vom Gemeinnützigen Verein für Hyperthermieforschung e.V. zur nnz: Die Therapie ermöglicht zwar keine Heilung des Krebsleidens, sie hält jedoch das Wachstum der Metastasen auf, kann es zum Stillstand bringen. Dem Verein, dem unter anderen Dr. Udo Sieg vom Tumorzentrum Südharz e.V. oder der bekannte Schauspieler Andreas Schmidt Schaller angehören, ist es wichtig, die bisherigen Ergebnisse und Erfolge der Therapie in wissenschaftliche Studien einfließen zu lassen. Diese Studien sollen dann den Krankenkassen als Nachweise dienen. Erfolge müssen bewiesen werden, so Gothe. Eine Anerkennung dieser Therapie soll in spätestens fünf Jahren Realität sein. Dann würden die Krankenkassen auch die Kosten übernehmen. Bislang muß für eine Behandlung die stolze Summe von 20.000 Mark hingeblättert werden.
Erfahrungen mit der Hyperthermie haben Ärzte in Bochum bereits seit sieben Jahren gesammelt. In mehr als zwei Drittel aller Behandlungen konnte eine Besserung der Krankheit nachgewiesen werden. Daraufhin erstatteten die Krankenkassen den Patienten die entstandenen Kosten. In Ilfeld werden die Patienten in der Tagesklinik von Freitag bis Sonntag behandelt. Dazu gehören Voruntersuchungen und die eigentliche sechs Stunden dauernde Behandlung. Erfolge gibt es bislang nicht bei allen Krebsarten, auch ist der Zeitpunkt der Behandlung entscheidend für einen Erfolg. Je eher desto besser, sagen die Experten. Die Ilfelder Tagesklinik für Hyperthermie hat sich zum Ziel gestellt, zwei Patienten pro Woche zu behandeln. Mehr geht nicht. Die Therapie sei nicht nur für den Patienten anstrengend, sondern auch für das Team aus Ärzten, Schwestern und Betreuern. Die sind dann mitunter bis zu 26 Stunden auf Achse.
Die Hyperthermie, die auch in Verbindung mit der Sauerstofftherapie oder der Chemotherapie angewendet wird, gibt es seit vielen Jahren bereits in den USA oder in Japan. Mehrere Zentren existieren in Deutschland, so unter anderem an der Berliner Charité. Die erste Tagesklinik in den neuen Ländern gibt es nun in Ilfeld. Mehr Informationen zur Therapie gibt es im Internet. Wer sich ausführlich über den gemeinnützigen Verein informieren will, der kann das mit diesem KLICK tun. Auskünfte gibt es auch telefonisch in der Neanderklinik in Ilfeld, Tel: 036331/350.

