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Fr, 10:27 Uhr
09.07.2021
Über erstaunliche Dienstleistungen im Nordhäuser Bürgerservice

Frau L. will eine Reise unternehmen

Dienstagnachmittag in Nordhausen. Frau L. betritt das Gebäude der städtischen Einrichtung namens „Bürgerservice“, was einstmals wesentlich umprosaischer die Pass- und Meldestelle der Stadt war. Sie will einen Termin vereinbaren. Das Problem: Frau L. ist nicht online, sondern ganz leibhaftig da. Das führt zu einigen Verwicklungen …

Irgendwo im linken Drittel des Fotos liegt der Standort des Bürgerservice (Foto: nnz-Archiv) Irgendwo im linken Drittel des Fotos liegt der Standort des Bürgerservice (Foto: nnz-Archiv)

Einen neuen Reisepass will sich Frau L. ausstellen lassen, weil ihr alter abgelaufen ist und sie eine Auslandsreise gebucht hat. Frohgemut begibt sie sich auf den Weg zum Bürgerservice, wo am Dienstag um 15.30 Uhr kein Andrang herrscht; genau genommen ist sie nahezu allein auf weiter Flur. Eine Mitarbeiterin im Eingangsbereich erteilt ihr die Auskunft, dass sie ihren Termin online beantragen müsse. Diese Regelung bestünde in der Coronazeit und sei verbindlich. Frau L. erklärt, dass sie doch aber nun einmal hier vor ihr stehe und man doch einen Termin mündlich und jetzt vereinbaren könne.

Nein, das ginge nicht, betont die Mitarbeiterin, nur online seien Terminvereinbarungen möglich. Außer für ältere Menschen, die kein Internet haben. Dankbar greift Frau L. dieses Stichwort auf und erwidert, sie habe keinen Internetzugang und wolle deshalb den Termin gleich hier fixieren. Und weil Frau L. recht energisch sein kann, beugt sich die Bürgerservice-Vertreterin und nimmt nun aus einer Entfernung von über drei Metern mündlich die Daten der Frau L. auf. Name, Wohnort und Telefonnummer muss ihr die Bürgerin zurufen, was auch einen neuen Kunden verwundert, der sich inzwischen hinter Frau L. eingereiht hat und außer ihrem vollständigen Namen jetzt auch weiß, wo sie wohnt und unter welcher Telefonnummer sie zu erreichen ist.

Der Termin, an dem Frau L. wieder erscheinen darf, um ihren Antrag zu stellen, ist der 2. August. Das sind exakt und auf den Tag genau vier Wochen später. Die leicht angefressene Servicekundin verläßt daraufhin das Rathaus und geht ins Landratsamt, wo sie einen neuen Führerschein beantragen will. Am Serviceschalter trägt Frau L. ihr Anliegen vor und erhält dort ganz unproblematisch und analog einen Antragstermin für vier Werktage später.

Auf ihrem Terminmerkzettel für die Beantragung des neuen Passes im Bürgerservice findet Frau L. auch eine Telefon- und eine Faxnummer (die Älteren werden sich noch an diese Einrichtung der Zettelverschickung über eine Telefonleitung erinnern) und in Klammern den Vermerk: Termine bitte vorab vereinbaren.

Jetzt will sie die Probe aufs Exempel machen und ruft dort an. Am anderen Ende ist Frau B. vom Nordhäuser Bürgerservice und teilt ihr mit, sie müsse ihre Anfrage online stellen, denn die Telefonleitung sei nur für ältere Menschen ohne Internetanschluss vorgesehen. Sie habe aber kein Internet, behauptet die Frau L. wiederum und erntet dafür Unglauben. Und auch wenn Frau L. hier ein bisschen geschummelt haben mag, konnte das die Frau B. ja unmöglich wissen und hätte die Aussage ernst nehmen müssen anstatt sie in Frage zu stellen.

Wenn sie nicht das Internet nutzen wolle, „dann dauert es eben länger“ wird Frau L. nach einem längeren Wortaustausch von der Beamten beschieden. Frau L. fühlt sich irgendwie bestraft und vorgeführt, was sie noch etwas sauerer macht. Wieso das so lange Zeit in Anspruch nähme, will sie wissen und erhält von der Frau B. die philosophische Antwort: „Das ist jetzt eben so.“

Frau L. besucht anschließend die Netzseite des Bürgerservice und klickt sich zu einem freien Termin durch. Siehe da, auch hier ist der nächste freie Termin des Amtes exakt der 2. August. Als wir einen Tag später das Experiment in der Redaktion wiederholen ist es dann der 3. August, an dem man frühestens einen Termin im Bürgerservice vereinbaren kann. Was uns vermuten lässt, dass der digitale Kalender einfach täglich einen Tag weiter gestellt wird bei der vierwöchigen Terminvergabe.

Frau L. ist jetzt im Nachhinein froh, dass sie zwölf Wochen vor Reiseantritt den Pass beantragen wollte, denn so bestehen berechtigte Chancen, dass sie bis Ende September das Dokument erhält. Außer den vier Wochen bis zur Antragstellung im Bürgerservice können derzeit locker vier bis sechs weitere Wochen hinzugerechnet werden, ehe der Pass in der Bundesdruckerfei fertiggestellt ist. Insofern hat die Frau L. ganz schönes Glück und braucht das Angebot der Bürgerservice-Mitarbeiterin nicht annehmen, doch erst mal einen provisorischen Pass anfertigen zu lassen, weil man da nicht so lange drauf warten müsse.

Gestern Mittag stellte die nnz der Stadtverwaltung mehrere Anfragen zu diesem durchaus plausibel vorgetragenen Erlebnisbericht der Frau L. Erstes Ergebnis unserer Anfragen war die Tatsache, dass sie nun per Internet einen Termin für den 22.Juli für ihre Antragstellung buchen konnte, was vor unserer Anfrage nicht möglich war (da hieß es noch: 3.August).

Wir wollten von der Stadtverwaltung wissen, welche Datenschutzregeln im Bürgerservice greifen, warum die Terminvergabe für einen Beantragungstermin im Bürgerservice aktuell vier Wochen dauert, was gegen eine telefonische Terminvereinbarung spricht und wie das alles mit dem Dienstleistungsgedanken eines „Bürgerservice“ zusammen passt.

Die Antwort der Verwaltung beginnt mit einem eher allgemeinen Teil: „ Seit dem 28. Juni 2021 ist der direkte Zugang zum Neuen und Alten Rathaus wieder möglich. Für die Bereiche Bürgerservice und Standesamt erfolgt die vorherige Terminvereinbarung weiterhin über das Online-Terminvereinbarungssystem. Einerseits erfüllt die kreisangehörige Stadt Nordhausen damit sukzessive die Vorgaben des Thüringer e-Government-Gesetzes, vor allem den Zugang für Bevölkerung und Unternehmen zu öffentlichen Dienstleistungen durch den Einsatz moderner Informationstechnologie in den Thüringer Kommunen zu gewährleisten. Andererseits hilft dieses Werkzeug, um Wartezeiten im Bürgerservice und somit auch ein mögliches Infektionsrisiko zu reduzieren.“

Zum Datenschutz erfuhren wir folgendes: „Grundsätzlich erfolgt im Empfangsraum lediglich die Terminregistrierung. Treten andere oder weitere Fragen auf, können die Mitarbeiter vor Ort in einigen Fällen direkt helfen – zumindest kann eine gemeinsame Terminvereinbarung erfolgen.
In diesem Zusammenhang kann es notwendig werden, dass den Mitarbeitern personenbezogene Daten durch die Bürgerin / den Bürger diskret mitgeteilt werden müssen (z.B. Name für die Terminanmeldung).“

Genau diese fehlende Diskretion war es, die Frau L. am meisten störte bei ihrem Besuch. Zur Begründung der langen Wartezeit erhielten wir aus dem Rathaus folgenden Bescheid: „ Wartezeiten auf Termine sind bei dem Buchungssystem, dass auch in vielen Kommunen des Landes und darüber hinaus angewandt wird, üblich, jedoch nicht unser Anspruch. Zurzeit kommt es zu einer Häufung von Terminen. Das System wurde vor gut einem Monat eingeführt. Wir werten die Daten derzeit aus, um die Abläufe weiter zu optimieren und kürzere Terminwartezeiten zu ermöglichen. Zusätzlich ist allerdings landesweit feststellbar, dass mit den Lockerungen der CORONA Regeln und dem kurzfristigen Buchen von Reisen einigen Bürgerinnen und Bürgern aufgefallen ist, dass ihre Personaldokumente erneuert werden müssen. Dieser Umstand führt zurzeit auch zu längeren Wartezeiten in den Bürgerämtern.“

Warum aber sollen sich die Bürger unbedingt online anmelden und was spricht gegen eine telefonische Anmeldung im Bürgerservice, wollten wir weiter wissen.
„ Die telefonische Vereinbarung ist weiterhin möglich. Für die Dienstleistungen im Bürgerservice und Standesamt kommt es zeitweise zu längeren Wartezeiten. Die Bürgerinnen und Bürger werden aber gebeten, für alle Anliegen vorab einen Termin zu buchen“, lautet die schmallippige Antwort der Pressestelle, die nicht darauf eingeht, warum die beiden Angestellten im Bürgerservice am Dienstag so sehr auf die online-Anmeldung insistierten.



Sollte Frau L. mit diesen Antworten der Stadtverwaltung nicht zufrieden sein oder gar eine Entschuldigung erwarte haben, bleibt ihr noch der direkte Weg der Kommunikation mit den städtischen Bediensteten, so wie er uns übermittelt wurde:„Grundsätzlich ist es der Anspruch der Stadtverwaltung Nordhausen, den Bürgerinnen und Bürgern bei Ihren Anliegen schnell und unkompliziert weiterzuhelfen und zeitkritische Angelegenheiten einvernehmlich zu regeln. Die Ihrerseits erwähnte Bürgerin kann sich also umgehend an die Stadtverwaltung wenden. Es wird für alle Fälle eine Lösung gesucht.“

Wenn die Lösung darin bestände, dass Frau L. noch vor dem 22.Juli einen Termin zur Antragstellung auf Beantragung eines Reisepasses erhält, wäre das sicherlich ein gutes Ende der kleineren Unstimmigkeiten im Service der Stadtverwaltung.

„Ebenso ist es für die Verbesserung des Bürgerservices wichtig, Beschwerden und Kritik direkt über die Kontaktmöglichkeiten der Stadtverwaltung zu kommunizieren“, betonte der städtische Pressesprecher gleich zu Beginn seines Schreibens. Ob online, telefonisch, per Fax oder gar persönlich, das ließ er hier offen. Ich würde es online probieren - siehe oben.
Olaf Schulze
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Kommentare

08.07.2021, 14.56 Uhr
Undine | Wo kämen wir denn hin,
wenn der Bürger einfach zu Sprechzeiten vorbeigelaufen käme, um einen Reisepass zu beantragen. Und dann die Ansteckungsgefahr....Und da eine "Corona-Variante" die nächste jagt, wird das ewig so weiter gehen. Für die Angestellten der Stadt Nordhausen gibt es mit Sicherheit Schlimmeres.....

11   |  5     Login für Vote
08.07.2021, 15.05 Uhr
Leser X | Nötigung
Seit wann bestimmt eigentlich eine Behörde, in welcher Form die Bürger ihre Anträge auf was auch immer zu stellen haben???

12   |  2     Login für Vote
08.07.2021, 15.14 Uhr
Kitty Kat | Warum...
...immer einfach, wenn es doch kompliziert viel besser geht. Hüh hott lieber Amtsschimmel *lol*

10   |  1     Login für Vote
08.07.2021, 15.24 Uhr
N. Baxter | jaaa, und da ist sie wieder
die Ausrede für mittlerweile jegliches staatliches Versagen, Misswirtschaft und angeordnete Verdummung: Corona!

14   |  3     Login für Vote
08.07.2021, 15.30 Uhr
Heimathistoriker | Das grenzt an Hohn!
Ich konnte es mir nicht zuende lesen, einerseits vor lachen, andererseits vor entsetzen.

Aber irgendwann kommen unsere städtischen Bediensteten noch auf die Idee, Licht in Säcke zu schaufeln, wie die Schildbürger.

Einfach unglaublich was in dieser Stadt und in diesem Lande noch abgeht...

Ihr

ottO trebertT

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08.07.2021, 16.00 Uhr
DerMeier | Fragwürdiger Bürgerservice
Die Geschichte ist einfach nur traurig und zeigt, was im Nordhäuser Rathaus falsch läuft. Bevor der Onlinedienst eingeführt wurde, durfte man nur telefonisch einen Termin vereinbaren. Eine Freundin hat über eine Woche! gebraucht, bis in der Meldestelle überhaupt jemand ans Telefon gegangen ist. Auf das Problem hingewiesen, wurde nur patzig geantwortet, dass es der Beamtin "egal ist, ob man jemanden erreicht" und das man "keine Zeit hat, ans Telefon zu gehen". Das neueste Erlebnis von Frau L. passt perfekt dazu. Mit einem Bürgerservice hat das alles auf jeden Fall nichts mehr zutun!

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08.07.2021, 16.10 Uhr
Kontrapost | Wohl eher nicht die Schuld der Mitarbeiter im Rathaus
Die weden eher nicht entschieden haben das nur "online" geht Es riecht hier eher nach Organisationsversagen und einer, meilenweiten Entfernung der Entscheider von der Lebensrealität. Die Rathaus Leitung, wird Pässe o. ä. nicht auf diesen Weg beantragen müssen.

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08.07.2021, 16.35 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Infektionsrisiko reduzieren.“
Wenn ich das immer höre oder lese Infektionsrisiko zu reduzieren. Aber nach Feierabend ins Einkaufsgetümmel stürzen da ist das Infektionsrisiko weg. Einfach nur Kopfschütteln aber wenn man hier so drüber nachdenkt was hier so abgeht kommt man aus dem schütteln nicht mehr raus.

13   |  3     Login für Vote
08.07.2021, 16.37 Uhr
jan-m | 4 bis 6 Wochen sind normal
Das die Bundesdruckerei 4 bis 6 Wochen für einen Reispass benötigt ist nicht ungewöhnlich und gefühlt schon immer so.

4   |  8     Login für Vote
08.07.2021, 17.13 Uhr
G.Auer | Ähnlich
erging es mir in der vergangenen Woche, als ich einen Termin benötigte. Zum Glück bin ich internetfähig, machte mir aber auch Gedanken darüber, wie es wohl älteren Menschen ohne diese moderne Kommunikation machen sollen. Mir erscheint es so, dass es gerade den Behörden die Corona schön ins Konzept pass, sich die "lästigen" Bürger vom Hals zu halten und nur keine Hektik aufkommen zu lassen. Mit gutem Willen und einem ordentlichen Hygieneschutzkonzept könnte man auch von Angesicht zu Angesicht bestimmte Dinge regeln. Hätte aber mit Service an den Bürgern zu tun und das scheint doch lästig zu sein.Dann doch lieber über Internet oder ewige Telefonwarteschleifen die Menschen auf Abstand halten. Es ist einfach nicht schön, wenn man als Bürger mal ein Problem hat und sich an eine Behörde wenden muss.

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08.07.2021, 17.49 Uhr
Harzer66 | Werte
Stadtverwaltung Nordhausen. Ab heute lege ich fest, dass sämtliche Kommunikation egal ob Friedhofsgebüheren oder Bußgeld nur noch online möglich sind. Wegen der Infektionsgefahr.

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08.07.2021, 18.02 Uhr
nemoi | nicht alles abteilungen leben hinter der onlinemauer....
die damen der abfallwirtschaft in der gerhard hauptmann strasse sind da wohl die absolute ausnahme!!!!!!

ich hatte vor ein paar tagen das problem mit dem filter- deckel meiner biotonne.....

online-termin, braucht man nicht....
anruf bei den netten damen genügt...
termin für das problem vereinbaren....überflüssig

tag und zeit braucht man nicht

kommen sie einfach vorbei, wir sind doch da, so die auskunft am telefon..

gesagt getan, hin gefahren, zu bester mittagszeit,

trotz mittagspause hatte die gute frau mein problem schon griffbereit.

alles eine sache von minuten, einer freundlichen beratung und sehr zuvorkommend......

ich will damit nur sagen das es auch ganz anders geht und man sich nicht hinter online verstecken muss

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08.07.2021, 18.55 Uhr
Saebelzahntiger | Bürgerservice kommt ins Haus
Wie wäre es denn, wenn der Bürgerservice, wie von einem Kommentator schon bei seinem Problem mit der Biotonne aufgezeigt, einfach ins Haus kommt?
Ansteckungsgefahr garantiert aber Service unter Aufbietung des persönlichen Risikos. Risikopauschale wird bezahlt.
Motto: Einer/Eine für Alle, Alle für Einen/Eine.

Mensch zu Mensch oder demnächst doch lieber einen Robot senden?
Das ist im Rahmen des Digitalisierungswahns schon lange die Frage?

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08.07.2021, 21.14 Uhr
hssdh | Schneller geht es in Sondershausen
Also sich nach Sondershausen ummelden, gleichzeitig einen Reisepass beantragen, geht alles ohne Onlinehürde. Dann in Nordhausen anrufen und wieder zurück ummelden.
Fürs Ummelden nach Nordhausen kann es nicht nur Online gehen, denn wer zwingt mich eine Email Adresse zu haben.

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08.07.2021, 21.46 Uhr
grobschmied56 | Baumann und Clausen lassen...
... schön grüßen! Immer wieder diese lästigen Antragsteller! Dabei könnte man einen so erholsamen Büroschlaf genießen und sich richtig gut erholen!
Wie nennt sich der Laden noch mal?
Bürgerservice.
BÜRGERSERVICE?
Har har har har..... der war gut, Alder! der war gut!

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08.07.2021, 23.20 Uhr
Halssteckenbleib | Aaaaach mein Gott!! So viel
Aufregung wegen Amtsschimmel. Irgendwie drehen doch heutzutage nur noch alle an der Uhr. Eine Verdummung jagt die nächste Verblödung. Kapitalismus eben. Den haben andere doch so sehnlichst herbei gewünscht. Und jetzt so eine Aufregung wegen Amtsschimmel... Die DDR ist nunmal in Eimer... Und das ruhige geregelte Leben auch. Mich hat wie immer niemand gefragt...

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09.07.2021, 00.09 Uhr
Herr Heise | Bürgerservice …
… ich hau mich weg! :-)

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09.07.2021, 08.28 Uhr
larsjc | Sehr schlimm, wirklich schlimm
aber diese Regelung besteht mittlerweile seit über einem Jahr und Fr. L. scheint hier etwas hinter dem Mond zu leben.
Wer sich aber dazu durchringen kann das Internet zu bemühen, der kommt dann zum Termin ohne Wartezeit sofort dran.
Und wer 2021 noch kein Internet nutzt und sich keine Email Adresse aufzwingen lässt, muss sich aber auch fragen wie er in Zukunft sein Leben organisieren will.

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09.07.2021, 09.42 Uhr
Josephine | Service heißt ja nicht, ...
... dass alles gut ist! Gibt ja auch guten und schlechten Service in Restaurants! Schlimm daran ist, dass die Dienstleistenden an der Front nicht remonstrieren und diese miese Image nicht von sich aus verbessern wollen oder dürfen. So geht es eben nicht. Jeder Einzelne ist ein Aushängeschild für die Verwaltung und das sollte mal seitens der Mitarbeiter beherzigt werden. Alle scheinen es nur hinzunehmen. Mit meiner Heirat vor 3 Wochen stehe ich nun auch vor dem Problem und muss nun geduldig warten, bis ich Ende Juli auch den letzten Termin wahrnehmen kann. Drum wählt weise! Am 26.09.21 können Verhinderer verhindert werden..

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09.07.2021, 10.09 Uhr
diskus-thomas | Auswechslung und Rote Karten
Baumann und Klausen sage ich da nur. Schade, dass man keine Möglichkeit hat in einem solchen Fall den Trainer, besser noch die ganze Mannschaft, auszutauschen. Diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollten mal einen Monat als Dienstleister in der freien Wirtschaft arbeiten. Danach würden sie die Dienstleistung der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen.

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09.07.2021, 10.56 Uhr
Sprengmeister | Reaktion aus dem Rathaus spricht für sich
Das die Rathaus Leitung gar nicht begriffen hat wo das Problem liegt zeigt, die Rechtfertigung. Nein, wir haben nichts falsch gemacht. Wir sind die besten. Peinlich und überheblich.

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09.07.2021, 12.04 Uhr
Kelly | Bürgerabwehrservice ...
... würde ich das nennen.
Und wer zu spät kommt, den bestraft
der oder die Bürgerservicemitarbeiter/in.

Ich bitte freundlichst darum, mir künftig
eventuelle Knöllchen nicht mehr am
Fahrzeug zu hinterlassen, sondern
diverse Forderungen online zu übermitteln
bzw. online einen Termin zur Übergabe
zu beantragen.
Mein digitaler Briefkasten wird täglich
18 Uhr in Augenschein genommen.
Bei höherem Informationsaufkommen
können Bearbeitungszeiten bis zu
14 Tagen entstehen, da ich nicht über
fachlich versierte Mitarbeiter verfüge.

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09.07.2021, 13.03 Uhr
alterNeunordhäuser | Ganz Einfach
Anrufen, und bei dem üblichen Gelaber mit dem Zauberwort " Untätigkeitsklage" ( gibt es wirklich) Türen und Tore öffnen lassen. Bei diesem Zauberwort wird selbst der verschlafenste Beamte munter, und als Generalschlüssel noch "Dienstaufsichtsbeschwerde", diese zwei Worte sind der Zauberstab!

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10.07.2021, 15.58 Uhr
Graukopf55 NDH | Dienstleistungen im NDH Bürgerservice
Vielleicht habe ich es bei den gesamten Kommentaren übersehen, aaaaaber ... hier liegt eigentlich die Erklärung "Dienstleistungen, Bürgerservice, Staatsbedienstete".
Die Bürger der Stadt und des Landes bezahlen für Vieles Steuern über welche die Besoldung oder Bezahlung der Gehälter von unseren Beamten und Angestellten der Behörden finanziert werden.
Richtig?
Im Rahmen der Digitalisierung sollte den Beamten doch klar sein, dass jeder Bürger der solche Angebote war nimmt für mehr Zeit bei der Betreuung der "analogen" Bürger schafft. Und diese sollten verdammt noch einmal auf das freundlichste von den Behördenmitarbeitern betreut werden.
Hierzu sollte von den Abteilungsleitern der Behörden eine eingehende Belehrung stattfinden.
Das Motto sollte sein: "wir sind Dienstleister und der Bürger ist unser Kunde. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gehört zu unseren Tagesaufgaben".

Und schiebt doch bitte nicht immer alles auf Corona.
2018 hat die Grippe schwerer gewütet und die wurde auch nicht als Ausrede benutzt!

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10.07.2021, 18.42 Uhr
Kama99 | Was sollen ...
die Bürger in und um Bitterfeld machen? Da geht nach einem Hackerangriff seit 2 Tagen gar nichts mehr. Vielleicht sind ja in Nordhausen die Bediensteten noch im Coronaschlaf und müssen sich erst wieder langsam auf den täglichen Arbeitseinsatz gewöhnen. Das kann schon mal dauern, nicht das noch etliche wegen Überlastung ausfallen.

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12.07.2021, 09.46 Uhr
Hobby Politiker | Corona kann auch Nützlich sein
Das das Beamtentum kein Interesse hat wieder so zu Arbeiten wie vor der Pandemie kann man nachvollziehen wenn man weiß, dass Beamte und Behörden eine Coronapauschale wegen erschwerten Arbeitsbedingungen erhalten. Ist schon witzig das die im Coronaschlaf noch mehr Geld verdienen als davor. Einfach mal die Gehaltsvergütugen veröffentlichen, da kann es jeder nachvollziehen.

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12.07.2021, 10.21 Uhr
Oberstudienrat | Die "Gehaltsvergütungen"...
...ich denke, es sind die Vergütungstabellen im öffentlichen Dienst gemeint - sind öffentlich und für jeder Mann abrufbar - für Beamte und Angestellte im ÖD....und bitte nicht erschrecken, gar so üppig ist das nicht.

Das Problem ist bei den ÖD-Angestellten und Beamten nicht die Höhe der Bezüge, sondern oft die Regelungen und Prozesse. Anders als in der freien Wirtschaft können bestehende Regelungen nicht mal kurz außer Kraft gesetzt werden... ein "business as usual" ist da häufig nicht möglich. ...einfach mal "fünfe gerade sein lassen" geht nicht. Das ist oft nervig, aber im Verwaltungsapparat eben nicht anders möglich.

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12.07.2021, 10.49 Uhr
diskobolos | Von welcher Coronapauschale reden Sie, Hobby Politiker?
Meine Frau ist Lehrerin im ÖD und hat keinen Cent erhalten, obwohl Sie 2020 sicher erheblich mehr Arbeit hatte. Wissen Sie mehr oder verbreiten Sie hier Fake News?

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12.07.2021, 11.02 Uhr
Oberstudienrat | Aufklärung zur "Corona-Pauschale"
im Tarifvertrag wurde für 2020 eine EINMALIGE Zahlung vereinbart. 400 oder 500 Euro brutto - ich weiß es nicht genau - sollte wohl Ende 2020 gezahlt wurden sein. Auf den Monat runtergebrochen bleibt da netto etwa 20 Euro kleben. Wahrscheinlich ist das gemeint. Ist in den "Gehaltsvergütungen" (Ich steh auf die Wortschöpfung) einmalig enthalten.

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12.07.2021, 11.08 Uhr
Teja | Coronavergütungen
Diskobelus und Oberstudienrat ich bin bei Ihnen , aber im Leben kommt es immer darauf an , auf was für eine Art Mensch wir treffen .
Das ist nicht nur bei Beamten so......
Vergütungen hätten medizinischen , pflegenden,reinigenden, erziehenden Kräften und im Handel und Transportgewerbe Tätigen gezahlt werden müssen ,um deren Einsatz zu würdigen...... wie ist aber die Realität ???

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12.07.2021, 11.29 Uhr
Oberstudienrat | Corona-Vergütung abschließend....
...nicht nur Angestellte im ÖD sondern auch andere haben eine Zulage erhalten. Sicher weiß ich es bei der Pflegebranche. Pflegekräfte erhielten für 2020 EINMALIG aus der Pflegeversicherung eine Prämie von bis zu 1.000 EUR, die jeweils vom Bundesland noch aufgestockt werden konnte. In Schleswig Holstein waren es 1.500 EUR. Jedenfalls gilt das für Pflegepersonal in Krankenhäusern. Wie das bei privaten Pflegediensten war, weiß ich nicht - hängt wohl von den AG-Vereinigungen und Gewerkschaften ab.

Auch angestellte Ärzte haben meines Wissens nach eine Zulage erhalten.

Tatsächlich haben viele sehr viel geleistet - nicht alle haben davon einen persönlichen Vorteil. Jedoch bezweifle ich, dass irgendeine Pflegekraft, ein Lehrer oder ein Arzt, Kraftfahrer oder sonst eine Berufsgruppe soviel geleistet hat und leistet - weil er dafür eine Prämie bekommt - sondern, weil es einfach notwendig war und ist. Danke dafür.

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12.07.2021, 13.26 Uhr
diskobolos | noch mal nachgelesen...
Eine Corona-Prämie gab es für Angestellte des Bundes und der Kommunen sowie Bundesbeamte. In den mittleren Lohngruppen einmalig 300 oder 400 €, Pflegekräfte mehr.
Angestellte und Beamte der Länder (z. B. in den Schulen, Hochschulen und Landesämtern) haben nichts erhalten.

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