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Sa, 16:40 Uhr
24.09.2005

nnz-Kurznews am Wochenende (1)

Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Samstag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Zugestochen
Auf einer Feier mit Familie und Freunden in Bad Klosterlausnitz im Saale-Holzland-Kreis hat ein 17- Jähriger am Samstagmorgen seinen Vater niedergestochen. Wie die Polizei mitteilte, erlitt der 54-Jährige dabei lebensgefährliche Verletzungen. Den Ermittlungen zufolge hatte er versucht, einen Streit zwischen seinem Sohn und einem der Gäste zu schlichten. Dabei stach ihm der 17-Jährige aus bislang unbekannten Gründen mit einem Messer in den Bauch.


Gestorben
Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 281 nahe Oppurg im Saale-Orla-Kreis ist am Freitagabend ein 28 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei rammte er einen Lastwagen, der gerade auf die Bundesstraße gefahren war. Der 28-Jährige stürzte und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Die Unfallursache ist bislang nicht bekannt.


Roboter
An der Technischen Universität in Ilmenau sind am Wochenende die Roboter los. Forscher aus aller Welt präsentieren den neuen Stand der Technik. Im „Roboter-Zoo“ mit 20 Lauf-Maschinen sind unter anderem die Fußballroboter „Darmstadt Dribblers“, der Laufroboter BISAM und der als Rettungssystem entwickelte sechsbeinige Lauron IV zu sehen. Der japanische Tekken IV ist einem Hund nachgebildet und der italienische „Macropolychaeta“ bewegt sich wie eine Schlange in Sand und Kies.


Zu wenig Lehrer
In Thüringen wird sich nach Einschätzung von Verbänden in den kommenden Jahren der Lehrermangel verschärfen. Derzeit gibt es vor allem in den Berufs- und Förderschulen im Freistaat zu wenig Lehrer, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des Lehrerverbandes Thüringen fehlt eine langfristige Personalplanung. Zudem müssten die Ausbildungskapazitäten erweitert werden. Laut Kultusministerium kann derzeit der Unterricht abgedeckt werden.


Geld in der Kasse
Der Erfurter Solarzellenhersteller ErSol will bei seinem geplanten Börsengang bis zu 153,7 Millionen Euro erlösen. Die Preisspanne für die bis zu 3,659 Millionen Aktien liege zwischen 36 und 42 Euro, teilte das Unternehmen am Samstag in Erfurt mit. Die Zeichnungsfrist laufe vom kommenden Montag an bis zum 29. September. Die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse solle voraussichtlich am 30. September erfolgen.


Auseinandersetzen
Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat zu einer offensiven Auseinandersetzung mit dem Extremismus aufgerufen. Alle Demokraten müssten gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit, gegen das Schüren von Vorurteilen und gegen Fanatismus deutliche Zeichen setzen, sagte Althaus am Samstag in Eisenberg zur Eröffnung der Woche der ausländischen Mitbürger in Thüringen. Unter dem Motto „Miteinander Zusammenleben gestalten“ stehen bis 1. Oktober landesweit zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm.


Politpoker
Führende SPD-Politiker bleiben bei ihrer Unterstützung des Kanzlerschaftsanspruchs von Gerhard Schröder. SPD- Vize Kurt Beck näherte sich allerdings auch dem Gedanken an eine große Koalition ohne Schröder. „In einer Demokratie sollte man niemals nie sagen”, sagte er dem „Focus”. Grünen Chef Reinhard Bütikofer sieht Schröder nicht als Kanzler einer etwaigen großen Koalition: „Den Kanzler oder die Kanzlerin stellt wohl die Union”, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.


Senken
Die Post will ihr Briefporto nach Angaben von Vorstandschef Klaus Zumwinkel im Januar um 0,2 Prozent senken. Allerdings bleibe das Porto für den so genannten Standardbrief unverändert, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Spiegel”. Zugleich bekräftigte Zumwinkel seine Absicht, den Briefsektor auch nach der Liberalisierung des Postmarkts 2008 „mit allen Mitteln” gegen Wettbewerber verteidigen zu wollen.


Gebaut
Der geplante neue Golf-Geländewagen soll nach Informationen der „Bild”-Zeitung in Wolfsburg gebaut werden. Darauf hätten sich Vorstand und Betriebsrat geeinigt. Die Arbeitnehmer hätten sich zu „erheblichen Zugeständnissen” bei den Lohnkosten bereit erklärt, berichtet das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise. Die VW-Spitze hatte gedroht, das Auto in Portugal zu bauen. Laut VW fällt die Entscheidung erst am Montag.


Opposition
Für Grünen-Chef Reinhard Bütikofer ist die Entscheidung über den Gang seiner Partei in die Opposition gefallen. Das vorläufige Aus der Sondierung mit der Union habe die Diskussion über ein schwarz-gelb-grünes Bündnis erledigt, sagte er der dpa. Kritik am Abbruch der Gespräche mit der Union kam dagegen vom baden-württembergischen Grünen-Landtagsfraktionschef Winfried Kretschmann. Er sagte der „taz”, die Gespräche seien beendet worden, bevor es einen richtigen Dialog gegeben habe.


Rotation?
Der Streit um die Kanzlerschaft in einer möglichen großen Koalition beherrscht weiter die Diskussion. Hessens CDU- Ministerpräsident Roland Koch verlangte im „Focus”, ohne einen Machtverzicht Gerhard Schröders nicht weiter zu verhandeln. Der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, setzt sich dagegen für einen Wechsel im Kanzleramt zur Mitte der Legislaturperiode ein. Die ersten zwei Jahre sollte Schröder regieren und dann an Angela Merkel übergeben, sagte er der „Welt”.


Erörtern
Knapp eine Woche nach der Bundestagswahl will die SPD-Linke heute bei einem Treffen in Berlin die Lage der Partei und Perspektiven für eine Regierungsbildung erörtern. Vertreter des linken Flügel der Sozialdemokraten wie Andrea Nahles hatten sich unmittelbar nach der Wahl für eine Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP ausgesprochen. Der Politologe Michael Vesper aus Hannover wird bei dem Treffen über Veränderungen in der Parteien- Orientierung unterschiedlicher gesellschaftlicher Milieus referieren.
Autor: nnz

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