Sa, 10:43 Uhr
24.09.2005
Hoffnung und Enttäuschung
Nordhausen (nnz). Heute beginnt für die Spieler des SVC Nordhausen der Ernst in der Regionalliga Ost. Und am Beginn stehen doch einige Fragezeichen. Die nnz mit einer Bestandsaufnahme von Rainer Pfennig.
Hoffnung und Enttäuschung (Foto: nnz)
Der erste Gegner auswärts ist heute gleich einer der Favoriten auf den Staffelsieg, der Volleyballclub Gotha. Die stark veränderte Mannschaft des SVC wird damit gleich gefordert sein. Nachdem Clemens Weinrich nach Essen, Michal Slodicka in die Schweiz zu Appenzell, Thomas Mühr und ganz überraschend Sören Klause in die Kreisliga zur BSG Altstadt 05 den Verein verlassen haben, steht dem Trainer Dr. Marek Buchholz ein junges Team mit einem Durchschnittsalter von 23,8 Jahren zur Verfügung.
Enttäuscht zeigten sich Mannschaft und Vereinsvorstand von Sören Klause. Der Verein hat in den letzten Jahren einiges für ihn getan, muss aber die Entscheidung, nicht mehr für den SVC zu spielen, akzeptieren. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Patrik Kaufhold. Um weiter zur Jugendnationalmannschaft zu gehören, muss er höherklassig spielen und ist deshalb zum VC Olympia Berlin in die 2. Bundesliga gewechselt. Er ist aber im Nachwuchs für den SVC weiter spielberechtigt.
Zu den verbliebenen Spielern kamen der 19-jährige Thomas Fienhold aus der zweiten Mannschaft sowie die 17-jährigen Sportschüler Enrico Protze und Sebastian Buntfuß aus dem eigenen Nachwuchs hinzu. Ebenfalls neu ist der Heiligenstädter Tobias Beckmann, ein 25-jähriger sprunggewaltiger Außenangreifer, der mit der Militärnationalmannschaft gerade Europameister geworden ist. Für die Perspektive trainieren Robert Hoffmann, Martin Marhold, beide 17 Jahre, in der Regionalliga mit. Auf dem Sprung nach oben steht auch der A-Jugendliche Matthias Gäpler. Er kam vom VC Olympia Berga und sammelt in der Thüringenliga-Mannschaft Spielpraxis.
Die Vorbereitung auf die neue Saison konnte erst ab 5. September, drei Wochen später als üblich, beginnen, weil die Wiedigsburghalle nach Reparaturarbeiten erst ab diesem Zeitpunkt wieder zur Verfügung stand. Beim erstmaligen Betreten der Halle dann ein Schock für den SVC. Das Spielfeld ist nicht mehr farbig abgesetzt, sondern von einem Linienwirrwarr überzogen. Obwohl vor der Instandsetzung dem Verein die Markierung zugesagt wurde, ist bis heute nicht bekannt, warum diese Zusage nicht eingehalten wurde. Fakt ist, dass damit der Nordhäuser Volleyballsport von der nationalen und internationalen Bühne ausgeschlossen ist, weil das Feld nicht mehr den Richtlinien entspricht.
Das für November beantragte Länderspiel der Damennationalmannschaft wurde deshalb vom SVC an den Volleyballverband zurückgegeben. Mit dieser Entscheidung von Verantwortlichen des Landratsamtes wurde dem Volleyballsport in Nordhausen und Umgebung ein Bärendienst erwiesen.
Was ist nun von der Mannschaft zu erwarten? Die Hoffnung auf einen Spitzenplatz wäre nicht real. Die Spieler müssen sich zusammenfinden und das durchaus vorhandene Potential nutzen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dazu ist Geduld erforderlich, auch auf Seiten der Zuschauer. Wünschen wir der Mannschaft und den beiden Trainern Dr. Marek Buchholz und Michal Gryga in Gotha viel Erfolg. Das erste Heimspiel findet dann am kommenden Sonnabend (1. Oktober) um 19.30 Uhr in der Wiedigsburghalle statt. Gegner ist dann der langjährige Rivale USV Dresden. Interessantes über den SVC kann man auch im Internet erfahren.
Autor: nnz
Hoffnung und Enttäuschung (Foto: nnz)
Der erste Gegner auswärts ist heute gleich einer der Favoriten auf den Staffelsieg, der Volleyballclub Gotha. Die stark veränderte Mannschaft des SVC wird damit gleich gefordert sein. Nachdem Clemens Weinrich nach Essen, Michal Slodicka in die Schweiz zu Appenzell, Thomas Mühr und ganz überraschend Sören Klause in die Kreisliga zur BSG Altstadt 05 den Verein verlassen haben, steht dem Trainer Dr. Marek Buchholz ein junges Team mit einem Durchschnittsalter von 23,8 Jahren zur Verfügung.
Enttäuscht zeigten sich Mannschaft und Vereinsvorstand von Sören Klause. Der Verein hat in den letzten Jahren einiges für ihn getan, muss aber die Entscheidung, nicht mehr für den SVC zu spielen, akzeptieren. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Patrik Kaufhold. Um weiter zur Jugendnationalmannschaft zu gehören, muss er höherklassig spielen und ist deshalb zum VC Olympia Berlin in die 2. Bundesliga gewechselt. Er ist aber im Nachwuchs für den SVC weiter spielberechtigt.
Zu den verbliebenen Spielern kamen der 19-jährige Thomas Fienhold aus der zweiten Mannschaft sowie die 17-jährigen Sportschüler Enrico Protze und Sebastian Buntfuß aus dem eigenen Nachwuchs hinzu. Ebenfalls neu ist der Heiligenstädter Tobias Beckmann, ein 25-jähriger sprunggewaltiger Außenangreifer, der mit der Militärnationalmannschaft gerade Europameister geworden ist. Für die Perspektive trainieren Robert Hoffmann, Martin Marhold, beide 17 Jahre, in der Regionalliga mit. Auf dem Sprung nach oben steht auch der A-Jugendliche Matthias Gäpler. Er kam vom VC Olympia Berga und sammelt in der Thüringenliga-Mannschaft Spielpraxis.
Die Vorbereitung auf die neue Saison konnte erst ab 5. September, drei Wochen später als üblich, beginnen, weil die Wiedigsburghalle nach Reparaturarbeiten erst ab diesem Zeitpunkt wieder zur Verfügung stand. Beim erstmaligen Betreten der Halle dann ein Schock für den SVC. Das Spielfeld ist nicht mehr farbig abgesetzt, sondern von einem Linienwirrwarr überzogen. Obwohl vor der Instandsetzung dem Verein die Markierung zugesagt wurde, ist bis heute nicht bekannt, warum diese Zusage nicht eingehalten wurde. Fakt ist, dass damit der Nordhäuser Volleyballsport von der nationalen und internationalen Bühne ausgeschlossen ist, weil das Feld nicht mehr den Richtlinien entspricht.
Das für November beantragte Länderspiel der Damennationalmannschaft wurde deshalb vom SVC an den Volleyballverband zurückgegeben. Mit dieser Entscheidung von Verantwortlichen des Landratsamtes wurde dem Volleyballsport in Nordhausen und Umgebung ein Bärendienst erwiesen.
Was ist nun von der Mannschaft zu erwarten? Die Hoffnung auf einen Spitzenplatz wäre nicht real. Die Spieler müssen sich zusammenfinden und das durchaus vorhandene Potential nutzen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dazu ist Geduld erforderlich, auch auf Seiten der Zuschauer. Wünschen wir der Mannschaft und den beiden Trainern Dr. Marek Buchholz und Michal Gryga in Gotha viel Erfolg. Das erste Heimspiel findet dann am kommenden Sonnabend (1. Oktober) um 19.30 Uhr in der Wiedigsburghalle statt. Gegner ist dann der langjährige Rivale USV Dresden. Interessantes über den SVC kann man auch im Internet erfahren.


