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Fr, 17:16 Uhr
20.10.2000

Bürgerinititative: Erst leerstehende Flächen zur Industrieansiedlung nutzen!

Nordhausen (nnz). Das Ziel der Bürgerinitiative ist unter anderem die Aufklärung der Anwohner der Goldenen Aue über die Unterschiede zwischen einem Gewerbegebiet der bekannten Art und dem geplanten Industriegebiet. In der Vergangenheit wurde dies von den Planern und Politkern zwar bei den Anwohner vorrausgesetzt, aber eine Nachfrage oder Aufklärung darüber erfolgte leider nicht. Ebenso sehen wir bei vielen Gemeinderäten, die damals über die Schaffung dieses Industriegebietes abgestimmt haben, erhebliche Informationsdefizite. Wir haben uns intensiv mit den Bürgern der Goldenen Aue unterhalten und mussten feststellen, dass hier wirklich ein Aufklärungsbedarf bestand. Feststellen müssen wir hier eindeutig, dass die Unterschriften (schon weit über 1000) geleistet wurden, weil wir die Unterschiede verdeutlichen konnten, sei es in Bezug auf Emissionen wie Lärm und Schadstoffausstoß sowie Landverbrauch. Wir haben und werden auch weiterhin die Aufklärungsarbeit leisten, die seitens der Planer unterlassen wurde. Wir sehen es als unsere Bürgerpflicht an, diesen Planungsprozess kritisch zu hinterfragen und die Planer auf Mängel und Versäumnisse bei der Planung hinzuweisen. Das es für jede Region unseres Landes von Wichtigkeit ist Industrie anzusiedeln, um langfristig den Menschen Arbeit zu geben wird von uns in keinster Weise bestritten. Wir weisen nur daraufhin, dass eben nicht jedes Gebiet, und dazu zählt eben die Goldene Aue geeignet ist, die Industrien anzusiedeln, die aufgrund der Planungsziele angelockt werden sollen. Die Stadt Nordhausen verfügt über genug Flächen, wie das Heizwerkgelände (übrigens seit langem von der LEG als Industriestandort ausgeschrieben und leerstehend) um mittelständige Industrien bedienen zu können, die nicht zu den "Investitions-Touristen" zählen, die große Flächen bebauen wollen, die Investitionszulagen und Förderungen abschöpfen und nach den Abschreibungszeiten (in denen keine Gewerbesteuerzahlungen anfallen) weiterziehen um andere "Fördertöpfe" anzapfen. Beispiele gibt es in den Neuen Ländern zu Hauf, wo heute Investitionsruinen auf neue "Investoren" warten. Das Argument, große Industrieansiedlungen schaffen massenhaft Arbeitsplätze, ist nachweislich nicht richtig. Die meisten Arbeitsplätze schafft noch immer der Mittelstand. Darum drängen wir weiterhin darauf, erst einmal die vielen geschaffenen Flächen, wie eben das Heizwerkgelände, Nobas oder IFA-Gelände als Industriestandorte, das Gewerbegebiet Bielen, das Gewerbegebiet Darre, das Gewerbegebiet bei der TINOX, auch das Gewerbegebiet Urbach, sowie viele leerstehende Altstandorte auszulasten. Hier stehen Flächen in Größenordnungen leer, das es unverantwortlich ist, immer weiter Standorte für "die Investoren" zu erschliessen, deren dauerhafte Ausnutzung nicht gesichert ist. Wir würden uns von Herzen freuen, wenn Investoren mit guten Absichten kämen um hier viele Arbeitsplätze zu schaffen, doch leider ziehen diese an uns vorbei, Richtung Polen und Tschechien, denn hier investieren Unternehmen die viele Arbeitskräfte benötigen und nur Löhne zahlen müssen, für die hier niemand arbeiten könnte, ohne auf Sozialhilfe wie Wohngeld etc. angewiesen zu sein. Die Kunst und Kompetenz der Politiker zeigt sich eben nicht darin, ständig neue Möglichkeiten zu schaffen um Investoren anzulocken (um vielleicht von den leerstehenden Gebieten abzulenken), sondern darin, das bis jetzt auf den Weg gebrachte mit Leben, sprich Firmenansiedlungen zu füllen. Dieser Weg ist sicherlich der schwierigere........

Bürgerinitiative "Rettung der Goldenen Aue"
Klaus-Dieter Korb
Autor: nnz

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