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Di, 13:41 Uhr
15.06.2021
Terminvergabe für Familienimpftage startet

Eine Million Thüringer erstgeimpft

In Thüringen startet heute die Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen von Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Dafür wird es in sämtlichen 29 wohnortnahen Thüringer Impfstellen sogenannte Familienimpftage geben, an denen sich alle impfinteressierten Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern oder nächsten Verwandten wie den Großeltern impfen lassen können...

Insgesamt stehen dafür 27.000 Termine mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer an den beiden kommenden Wochenenden 19./20. Juni und 26./27. Juni zur Verfügung. Die Impfungen werden vor Ort betreut durch Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte bzw. Ärztinnen und Ärzte, die im Umgang mit Jugendlichen erfahren sind. Bisher waren die Impfungen in Thüringen aufgrund des erhöhten Beratungsbedarfs nur durch Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte im niedergelassenen Bereich möglich.

Dazu erklärt Bildungsminister Helmut Holter: „Jetzt geht es los. Ich freue mich über die Familienimpfwochenenden als ersten großen und schnellen Schritt in der Thüringer Kinder-Impfkampagne, und ich rufe dazu auf, diese niedrigschwellige Möglichkeit zu nutzen. Die Entscheidung liegt bei den Familien. Sie ist frei. Doch klar ist auch: Das Virus hat uns noch nicht verlassen, sondern stellt weiter eine Gefahr dar. Aus meiner Sicht ist es besser, wenn es eine möglichst breite Immunisierung in jeder Bevölkerungsgruppe gibt, für die das möglich ist.“

Die Termine werden im Lauf des Nachmittags im Impfportal www.impfen-thueringen.de des Freistaats Thüringen freigeschaltet. Für die Familienimpftage wird es unter der Rubrik „Termin vereinbaren“ einen separaten Zugang geben. Bei der Terminbuchung sollen zuvorderst Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren sowie deren Eltern angemeldet werden. Dabei wird automatisch geprüft, dass mindestens eine Person unter 18 Jahre alt ist.

Gesundheitsministerin Heike Werner: „Wir halten Wort und bieten jetzt zügig Impftermine für alle impfwilligen Kinder und Jugendlichen mitsamt ihrer Familien an. Ich freue mich über die breite Unterstützung durch die Kinder- und Jugendärzte. So können wir auch die notwendige sorgfältige Beratung und Impfaufklärung sicherstellen. Dafür mein allerherzlichster Dank. Inzwischen haben mehr als eine Million Thüringerinnen und Thüringer die erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Das heißt: Knapp die Hälfte ist inzwischen erstgeimpft, ein Viertel sogar zweitgeimpft. Und das Interesse an den Impfungen ist nach wie vor sehr groß. Das stimmt mich sehr zuversichtlich.“

Die Ministerin hat heute im Rahmen einer Impfaktion für Betriebe in Erfurt dem millionsten Impfling persönlich gratuliert. Nach den Angaben des Robert-Koch-Instituts waren mit dem gestrigen Tag 996.109 Thüringerinnen und Thüringer erstgeimpft. 562.440 Menschen in Thüringen verfügen bereits über den vollständigen Impfschutz. Damit sind Stand heute 46,7 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer erstgeimpft und 26,4 Prozent zweitgeimft.

Parallel zu den Terminen für die Familienimpftage werden in den Impfzentren Mittel- und Ostthüringen (Erfurt und Gera) auch Termine freigegeben, die über die reguläre Terminvergabe zu erreichen sind.

Hintergrund:
Die Europäische Kommission hat am 31. Mai 2021 auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Personen ab zwölf Jahren zugelassen. Eltern und zustimmungsfähige Jugendliche können in freier Entscheidung und mit sorgfältiger ärztlicher Beratung entsprechende Impfangebote in Anspruch nehmen. Thüringen wird auf dieser Grundlage allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren ein freiwilliges Impfangebot machen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Schutzimpfung zunächst für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen. Zusätzlich wird die Impfung Kindern und Jugendlichen empfohlen, in deren Umfeld sich Personen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die sich selbst nicht durch eine Impfung schützen können. Darüber hinaus empfiehlt die Stiko die Impfung für Jugendliche mit arbeitsbedingt erhöhten Expositionsrisiken.
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