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So, 10:45 Uhr
30.05.2021
Angebot wird fortgesetzt

Beratung für ehemalige DDR-Heimkinder

Das Beratungsangebot für ehemalige DDR-Heimkinder wird in der bewährten Form fortgesetzt. Dafür können sich Betroffene ab 1. Mai 2021 direkt an den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wenden...

Bereits in der Vergangenheit hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Hinblick auf die Fortführung des Beratungsangebots eng mit dem Landesbeauftragten zusammengearbeitet.

Von 2012 bis 2018 konnten ehemalige Heimkinder, die in DDR-Heimen Unrecht, Misshandlung und Missbrauch erlebt hatten, über den „Fonds Heimerziehung in der DDR von 1945 bis 1990“ finanzielle und sächliche Unterstützungsleistungen einschließlich Rentenersatzleistungen erhalten.

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Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hatte eine Anlauf- und Beratungsstelle einrichtet, an die sich die Betroffenen wenden konnten. Bereits mit Abschluss des Fonds war festzustellen, dass es einen anhaltenden Beratungsbedarf gerade hinsichtlich Unterstützungsleistungen bei zahlreichen Betroffenen gibt. Besondere Bedeutung hatte nach wie vor auch die persönliche Aufarbeitung der eigenen Biographie, die Überwindung von Hürden bei der Inanspruchnahme psychosozialer Hilfen aber auch der Austausch untereinander.

Um diesem Bedarf Rechnung zu tragen, hatte das Bildungsministerium die Beratung nach Abschluss des Fonds für zwei weitere Jahre bis 2020 fortgesetzt. Die Anlauf- und Beratungsstelle stand ehemaligen DDR-Heimkindern damit weiter zur Verfügung. Bereits während der Fondslaufzeit – aber auch in den beiden Folgejahren – zeichnete sich ab, dass es seitens der Betroffenen zudem einen verstärkten Informationsbedarf zu Möglichkeiten der strafrechtlichen Rehabilitierung gab. Konkret zu diesen Fragen gab es daher enge Arbeitsbezüge zum Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Zusammenführung sichert nunmehr weiterhin eine niedrigschwellige Beratungsstruktur in Thüringen.

Dazu Minister Helmut Holter: „Mit der Fortführung der Beratungsleistung kommt das Land dem wichtigen und begründeten Anliegen von Betroffenen und Opferverbände nach. Zudem unterstreicht Thüringen auf diese Weise sein besonderes Interesse an der Aufarbeitung von SED-Unrecht. Sowohl das Bürgerkomitee Thüringen e. V. als auch die Opferverbände unterstützen die Fortführung beim Landesbeauftragten. Die gefundene Lösung, das bisherige Beratungsangebot des TMBJS zum 1. Mai 2021 mit den Beratungsstrukturen des Thüringer Landesbeauftragten zusammen- und damit auch fortzuführen, ist optimal. Nunmehr können die erfahrenen Beraterinnen und Berater an anderer Stelle zur Verfügung stehen und ihr wertvolles Wissen rund um Fragen der Aufarbeitung den Betroffenen in niedrigschwelligen Angeboten zur Verfügung stellen.“

Weiterhin sollen die Jugendhilfeakten von vor 1990, die sich möglicherweise noch in den Kommunalverwaltungen befinden, aufgrund ihrer historischen und rechtlichen Bedeutung auch nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen an die zuständigen Archive übergegeben werden. Dazu verständigen sich derzeit das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales und die Thüringer Staatskanzlei.
Autor: red

Kommentare
henry12
30.05.2021, 11.44 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Sonnenschein2014
30.05.2021, 13.09 Uhr
Und wieder SED Unrecht.....
Ich kann es nur zum wiederholten mal kommentieren,das die o.gen.Verfasser sich bitte mal um heutige Angelegenheiten kümmern sollten.
Und nicht täglich ins Ausland einmischen und in die Vergangenheit!
Leser X
30.05.2021, 16.50 Uhr
Es ist immer eine gute Sache...
... sich für Kinder einzusetzen. Mich würde es sehr freuen, wenn man dies mit dem gleichen Elan im hier und jetzt täte.

Es brauchte keine DDR, um Kinderrechte zu missbrauchen. Das kann die BRD heutiger Prägung noch viel "besser". Genannt seien nur der systematische Kindesmissbrauch durch Kirchenleute. Oder die Tatsache, dass heute Millionen Kinder in Armut leben "dürfen". Von solchen "Errungenschaften" war die DDR Lichtjahre entfernt.

Was also soll diese Nebelkerze? In der DDR, die ich erlebte, hatten Kinder immer eine Lobby in der Politik des Staates. Heute gibt es die nur noch für Reiche.
tannhäuser
30.05.2021, 17.25 Uhr
Es ist eine Schande...
...wie die derzeitige Regierung mit diesem Empathie benötigenden Thema umgeht.

Da trat die aktuelle Ministerin, die nebenbei noch andere Themenfelder zu bewältigen hatte und ausser blumigen Worthülsen nichts zuwege brachte, zurück, weil sie eine Dissertationsfälscherin ist und sich nun auf den Wahlkampf in Berlin konzentrieren kann.

Aber anstatt man für die kommenden Monate noch eine fähige Person auf den Posten setzt, bekommt eine andere Ministerin das Chaos sozusagen als Notbetreuung untergejubelt.

Warum auch nicht? Die Politik ist schon in Sommerlaune, mit Urlaubs- und Lockerungsversprechen kann man den Wähler milde stimmen und wer seinen Posten im September verliert, kassiert immerhin kommissarisch noch weiter, bis die neue Regierung vereidigt ist und fällt natürlich durch Übergangsgelder und Ruhegehälter weich.

Was juckt da das Elend der Kinder und Familien? Und wenn Kinder oder Jugendliche depressiv oder suizidal werden oder durchdrehen, kann man das immer noch den Etern in die Schuhe schieben.

Und in der DDR? Das war vielleicht eine staatlich betreute Lobby für Kinder/Jugendliche mit einigen damit verbundenen lästigen Nebenpflichten.

Aber ein Pionier- oder FDJ-Nachmittag oder das Sammeln von Altstoffen waren immer noch ungefährlicher, als einem Pädophilen in die Hände zu fallen oder auf dem Spielplatz oder vor der Schule von Drogendealern bedrängt zu werden.
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