tv nt eic kyf msh nnz uhz
So, 09:24 Uhr
30.05.2021
ADAC Pannenstatistik

Weniger Pannen, mehr Batterieprobleme

Mit der Corona-Pandemie und dem deutlich zurückgegangenen Verkehrsaufkommen gab es auch für die Gelben Engel des ADAC weniger Pannen zu beheben. Rund 3,4 Millionen (2019: 3,8 Mio.) Mal waren Straßenwacht und Mobilitätspartner 2020 unterwegs...

Dabei sind laut ADAC Pannenstatistik aber die Batteriepannen deutlich gestiegen. Ab März (1. Lockdown) bis Juli lag die Zahl teilweise deutlich höher, und auch im November war wieder eine Steigerung erkennbar. Insgesamt stieg der Anteil der Batterieausfälle an allen Pannen von 41,8 Prozent im Vorjahr auf 46,3 Prozent. Grund: In diesen Monaten im Lockdown wurden viele Fahrzeuge wenig oder kaum bewegt. Das Gegenteil zeigt sich bei den Reifenpannen. Diese sind in den Lockdown-Monaten deutlich zurückgegangen.

Anzeige MSO digital
Eine Sonderauswertung des ADAC zu Pannen bei Elektroautos zeigt: Auch hier sind entladene und defekte 12-Volt-Bordbatterien eindeutig Pannenursache Nummer eins. Mit 54 Prozent liegt der Anteil bei Elektroautos sogar rund acht Prozent höher als bei Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben. Die Bordbatterie versorgt beim Elektroauto wie beim herkömmlichen Auto die Bordelektrik: Damit lassen sich Türen öffnen, Licht oder Infotainmentsysteme in Betrieb nehmen. Auch die Hochvoltspannungsversorgung wird dadurch aktiviert.

Spezifische Elektroauto-Bauteile wie Akku, Elektromotor oder Ladetechnik sind laut Pannenstatistik dagegen sehr zuverlässig und nur für 4,4 Prozent der Pannen verantwortlich. Aber: Der Bestand von Elektroautos auf deutschen Straßen ist aktuell noch deutlich jünger sind als der von herkömmlichen Fahrzeugen. Die ADAC Experten erwarten, dass verschleiß- und alterungsbedingte Pannen von E-Autos in den nächsten Jahren ansteigen werden.

Insgesamt 109 Fahrzeugreihen von 25 Automarken wurden in der Pannenstatistik ausgewertet. 40 der 109 Modellreihen waren im Pannenjahr 2020 ziemlich zuverlässig, rund die Hälfte der Fahrzeuge auf deutschen Straßen zeigte gemischte Ergebnisse und 16 Fahrzeugmodelle schnitten sogar besonders schlecht ab.
Autor: red

Kommentare
Fönix
31.05.2021, 17.27 Uhr
Der deutsche Marktführer für Autobatterien
ist für mich zukünftig keine Option mehr. Bei unserem Lieblingsdiesel hielt die vom Hersteller eingebaute Batterie über 8 Jahre bzw. über 150000 Kilometer im gemischten Mittel- und Langstreckenbetrieb. Als die Werkstatt meines (über 25-jährigen) Vertrauens dann die Ersatzbatterie vom Marktführer einbaute, wurde dieser Vorgang mit dem Hinweis verbunden, dass ich mir keine Hoffnung machen brauche, dass dieser Energiespender wieder ähnlich lange hält. Das diese Prognose allerdings so schnell wahr werden sollte, hätte ich nicht gedacht. Nach 2 Jahren und einem Monat war der Spaß vorbei, eventuelle Gewährleistungsansprüche allerdings auch. Insofern wundert es mich nicht, dass die Pannenstatistik bezüglich zunehmender Batterieprobleme eine klare Aussage trifft.

Auch wenn nach den mir zugänglichen Informationen die aktuelle Generation von Starterbatterien dieses Herstellers durchaus 3 bis auch mal vier Jahre den Motor zum Drehen bringt, sehe ich hier insgesamt eine wahrnehmbare Minderung der Gebrauchsfähigkeit eines deutschen Premiumproduktes, das übrigens nach wie vor in Deutschland produziert wird. Eine tel. Nachfrage beim Hersteller verbunden mit dem Hinweis auf die wohlfeilen Produktbeschreibungen auf der betreffenden Internetpräsentation bescherte mir einen bräsigen ältereren Herren, der mir verkündete, dass er nicht wüsste, was er mir sagen sollte und ansonsten das physikalische Grundprinzip einer Batterie erklären wollte. Auf mein Angebot, ihm auf meine Kosten die Batterie zuzusenden, damit der Hersteller mal so etwas wie Ursachenforschung betreiben kann, ist er nicht eingegangen. Ich habe das Gespräch beendet, die Zeit war mir dann einfach zu schade.

Das nächste Mal bringe ich die Batterie gleich zu ihm, so weit ist es ja nicht. Auf dem Rückweg halte ich dann in Göttingen am Kaufpark und hole mir im dortigen großen Einkaufsparadies ein asiatisches Fabrikat aus dem Supermarktregal. Nicht mehr Premium, nicht mehr deutsch, aber auch nur halb so teuer. Und 24 Monate halten wird sie auch, schließlich gibt es ja so etwas wie Gewährleistung.
Paulinchen
31.05.2021, 18.20 Uhr
Dann sind wir..
... schon zu zweit. Auch meine Markenbatterie stieg, wie ihre Vorgängerin nach 2,5 Jahren wieder aus. Diesmal, so hieß es vor dem Einbau der Zweiten, sollten sie sich die Batterie etwas mehr kosten lassen, das zahlt sich am Ende aus. Pustekuchen, wie geschrieben, die gleiche Lebensdauer. Werden die alten Batterien etwa wie früher, wieder zu einem neuen Leben erweckt?
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.